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Große Brüche in LaTeX

Viele scheint die Frage zu bewegen, wie man Brüche und insbesondere große Brüche in LaTeX schreiben kann. Üblich ist die Verwendung von \frac{}{}. Das führt zu der gewohnten Darstellung eines Bruches. Manchmal ist es besser, den Bruch mit einem Schrägstrich zu setzen (so wie 1/2). Hierzu muss mittels \usepackage{nicefrac} das Paket nicefrac eingebunden werden. Danach steht der Befehl \nicefrac{}{} zur Verfügung. Wie bei \frac{}{} kommt in die erste geschweifte Klammer der Term oberhalb des Bruchstriches und in die zweite der Term unterhalb des Bruchstriches.

Für eine Seminararbeit zu AES werte ich unter anderem auch Angriffe gegen den Algorithmus aus. Die Forscher Ferguson, Schroeppel und Whiting stellten 2001 in A simple algebraic representation of Rijndael (PDF) AES als Kettenbruch dar:

Kettenbruch von sechs AES-Runden

Wie macht man das mit LaTeX? Eigentlich ganz einfach! Man könnte den Ausdruck mittels \frac{}{} verschachteln. Das sieht aber recht unschön aus, da der Abstand im Nenner gleich bleibt und so die Ausrdrücke unlesbar werden. Das AMS-Paket bietet den Befehl \cfrac{}{} (steht für continued fractions). Damit kann man das obenstehende erreichen. In der erweiterten Ansicht des Artikels habe ich den kompletten Quelltext für obiges Beispiel.

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\bigtimes für LaTeX

In der Vorlesung Gruppentheorie wurde kürzlich das direkte Produkt von Gruppen definiert. Neben dem üblichen Produktzeichen ∏ verwendete der Vorlesende auch ein großes ×. Intuitiv verwendete ich bei meiner LaTeX-Mitschrift \bigtimes. Das resultierte im einem Fehler, da es dieses Zeichen in den eingebundenen Paketen nicht gab. Ein Blick in die The Comprehensive LaTeX Symbol List (PDF) sagte mir, dass es im Paket txfonts die Anweisung \varprod gibt und die Pakete MnSymbol sowie mathabx mein intuitiv gewähltes Zeichen vorrätig haben.

Da alle Varianten für mich mehr Nach- als Vorteile bringen, habe ein wenig gegoogelt und bin auf den Beitrag von Roland Illig gestossen. Seine Lösung baute ich mir zu \newcommand*{\bigtimes}{\mathop{\raisebox{-.5ex}{\hbox{\huge{$\times$}}}}} um. Das passt erstmal recht gut in meinen Text:

Symbol im Text

Falls jemand andere/bessere Lösungen weiß, dann immer her damit.

Kommutative Diagramme mit LaTeX

Momentan komme ich in den Genuss, im Rahmen der mathematischen Vorlesungen viele kommutative Diagramme zeichnen zu müssen. Das AMS-Paket bringt mit dem Paket amscd bereits eine kleine, einfache Funktionalität mit. Jedoch kommt man hier leicht an die Grenzen. Ich nutze lieber das Paket xypic. Das wrd mittels \usepackage{xypic} eingebunden und in einer Matheumgebung ($...$, \[...\], \begin{gather*}...{end{gather*} etc.) steht dann das Makro \xymatrix{} zur Verfügung.

In der heutigen Vorlesung wollte ich folgendes Diagramm zeichnen:
dreieckiges CD
Dazu habe ich folgenden LaTeX-Code verwendet:

\begin{gather*}
  \xymatrix{X \ar[d]|{Q_{N(Q)}} \ar[r]|{Q} & Y\\
    X/_{N(Q)} \ar[ur]|{T_{0}} & }
\end{gather*}

Dabei sind X, Q und X/_{N(Q)} die Knoten im Diagramm. Diese Einträge werden durch & getrennt. Die \ar-Einträge zeichnen die Pfeile. Ein \ar muss immer dort stehen, wo der Pfeil beginnt. Der erste nach dem X beginnt auch beim X und das d in eckigen Klammern sagt aus, dass er nach unten (down) zeigt. Andere gültige Buchstaben wären r (rechts), l (links), u(up = hoch) usw. In der zweiten Zeile des Beispiels sieht man, dass die Buchstaben auch kombiniert werden können. Zum Schluss muss der Pfeil noch beschriftet werden. Dies geschieht u.a. mit ^, _ oder wie oben |. Genau wie im Mathesatz bringt der Hut (^) die Beschriftung über den Pfeil, der Unterstrich setzt die Beschriftung darunter und das | trennt die Pfeile, wie in meinem Beispiel.

Mit xypic komme ich sehr schnell zum Ziel und setze es daher sehr gern für kommutative Diagramme ein. Vielleicht findest du ja auch Gefallen daran.

TODOs in LaTeX markieren

Für die Uni-Skripte muss ich Textstellen immer mal wieder als TODO markieren. Meist finde ich auf die Schnelle ein spezielles Zeichen nicht oder muss eine Zeichnung einfügen.Bisher ist das auf recht einfache Weise gelöst worden: \newcommand*{\todo}[1]{\textcolor{red}{todo: #1}}. Das definiert einen Befehl todo, welcher den Text rot einfärbt. Das sieht dann so aus: Text mit rot markiertem TODO. Beim CTAN stiess ich zufälligerweise auf das Paket todonotes. Das definiert einen etwas umfangreicheren todo-Befehl. Zum einen kann man damit einfach wie ich es schon gewohnt bin, TODOs markieren. Das sieht dann ein wenig anders aus: TODO mit todonotes. Der Text mit dem TODO wandert an den Seitenrand und wird farbig unterlegt. Wenn man möchte, kann man andere Farben verwenden oder auch das TODO wieder in den Text verschieben. Außerdem hat man die Anweisung \missingfigure zur Hand. Das fügt ein rotes Warnzeichen mit einer frei gewählten Aufschrift ein. Weiterhin kann man sich auch eine Liste aller TODOs eines Textes ausgeben lassen.

Das klingt für mich sehr überzeugend und so werde ich das mal näher ausprobieren.

Ein A mit einem Kringel

Die Vorlesungszeit hat wieder begonnen und wie gewohnt LaTeXe ich die Vorlesungen, d.h. ich schreibe die am Computer unter Verwendung von LaTeX. In der Vorlesung Topologie wurde unter anderem die Menge der inneren Punkte definiert und als Zeichen ein A mit einem Kringel (kleines o) darüber festgelegt. Das ist nicht unbedingt ein Zeichen, welches immer verwende, also musste ich suchen.

Der erste Weg führt dabei immer zur The Comprehensive LaTeX Symbol List. Dort findet man so ziemlich jedes Symbol, was sich durch LaTeX darstellen lässt. In der Tat stand dort, dass man doch \AA verwenden solle. Ergebnis (vergrößert): \AA Der Kringel rutscht halb vom A runter. Insgesamt sieht das merkwürdig aus. Das weitere Dokument hat keine weiteren Hinweise. Also versuche ich es mit \stackrel{o}{A} bzw. \overset{o}{A}. Gerade die letztere Variante soll angeblich gut mit AMSMath harmonieren. Ergebnis (vergrößert): \stackrel. Auch hier steht der Kringel deutlich zu weit links. Außerdem ist die gesamte Kombination zu groß. Insbesondere bei Überschriften ragt der Kringel schon in den Überschriftentext hinein. Nach ein wenig weiterer Suche stiess ich dann auf das Paket accents. Mit der Anweisung \accentset{o}{A} soll es angeblich perfekt werden. Ergebnis (vergrößert): \accentset. Das sieht, wie ich finde, perfekt aus.

Wer als Matheschrift Euler verwendet, dem fehlt der Effekt des nach links Abgleitens. Dort steht der Kringel immer über dem A. Mit der letztgenannten Methode wird aber noch die Größe der Gesamtkonstruktion angepasst. Ergebnis (vergrößert, mit Euler): A unter Verwendung von Euler.

Update: Eine weitere Möglichkeit ist \ring bzw. \mathring. Das hatte ich in der Dokumentation bisher überlesen.

Charter auf dem Vormarsch?

Kennt ihr die Schrift Charter BT? Ich setze diese seit längerem für nahezu alle Dokumente ein. Sie ist glatt und recht unauffällig. In Verbindung mit der Helvetica erziele ich so recht brauchbare Ergebnisse. Seit kurzem nun fällt mir auf, dass ich die Schrift in verschiedenen Ausdrucken wiederfinde. Kürzlich hing beim Bäcker ein Zettel. Anderswo fand ich auch ein Schriftstück, dass zumindest mit einer Charter-ähnlichen Schrift gesetzt war. Ist das nun einfach subjektive Wahrnehmung von mir oder werden wir wirklich langsam von Arial & Co. erlöst?

CMS/Blog mit LaTeX-Unterstützung?

Ich bin gerade auf der Suche nach einer CMS-/Blog-Software bzw. auch einem Anbieter, die Unterstützung für LaTeX hat. Dort sollen hauptsächlich mathematische Texte verfasst werden. Für S9Y gibt es ein LaTeX-Plugin. Bei meinen letzten Versuchen gefiel mir die Schrift dort nicht so recht. Bei Wordpress geht das auch und sah auch recht gut aus. Kennt ihr noch weitere? Was würdet ihr empfehlen?

Spiegel wirbt für LaTeX

Bei Spiegel Online steht heute ein schöner Artikel zu LaTeX mit dem Titel Keine Angst vor LaTeX. In ein paar kurzen Worten wird hier ein Überblick über das Textsatzsystem gegeben und der interessierte Leser an die Software herangeführt. Wer dann mehr wissen möchte, dem kann ich nur mein Tutorial zum Thema empfehlen. :-)

Kyrillischen Text mit LaTeX setzen

Vor einiger Zeit hatte ich das Problem, dass ich in einem überwiegend in lateinischen Schriftzeichen gesetzten Text, russische Wörter einfügen wollte. Für den Text verwendete ich kein UTF-8. Hier hätten mir die kyrillischen Schriftzeichen direkt zur Verfügung gestanden. Nun überlegte ich, wie sich das am besten mittels LaTeX realisieren lässt. Das Dokument Kyrillisch für arme Leute: Setzen russischer Textpassagen mit LaTeX lieferte mir hierzu die Auflösung.

Innerhalb des Dokumentkopfes muss zum einen das Encoding OT2 eingeschalten und die Option russian bei babel aktiviert werden:

\usepackage[OT2, T1]{fontenc}
\usepackage[russian, ngerman]{babel}

Danach kann man im Text russische Wörter schreiben. Hierzu wird der Befehl \foreignlanguage oder die Umgebung otherlanguage* verwendet:

\foreignlanguage{russian}{Druzhba}

Die obige Eingabe sollte dann Дружба ergeben.

Das Dokument von Walter Schmidt bietet noch einige weiterführende Erklärungen.

tar-mode im Emacs

Erfahrene Nutzer kennen Emacs schon längst als eierlegende Wollmilchsau. Ich nutze den Editor hin und wieder zum Bearbeiten von Texten, im speziellen von LaTeX. Als Werkzeug für den täglichen Gebrauch nehme ich jedoch lieber den vim, da dieser meiner Meinung nach, ergonomischer zu bedienen ist.

Im Blog von Yoni Rabkin Katzenell stiess ich heute auf den tar-mode. Wahrscheinlich in der 22-Serie wurde dieser Modus eingeführt. Damit könnt ihr eine tar-Datei öffnen. Der Emacs entpackt die Inhalte, zeigt sie an und sie können direkt weiter bearbeitet werden. Ein sehr nettes Feature!

cronjob