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Podiumsdiskussion zu Überwachung

Am Dienstag, den 15. Juni 2010, findet an der FSU Jena eine Podiumsdiskussion zum Thema Überwachung statt. Genauer gesagt, wurde vom Fachschaftsrat Philosophie das Zitat von Benjamin Franklin Diejenigen, die für ein wenig vorübergehende Sicherheit grundlegende Freiheiten aufgeben, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit. als Diskussionsgrundlage gewählt. Auf der Bühne diskutieren der Direktor der Jenaer Polizeidirektion Heiko Böhme, Gerald Albe von den Piraten Jena sowie meine Wenigkeit. Professor Oppellander wird als Moderator dafür sorgen, dass die Fetzen nicht allzustark fliegen. :-) Wer von euch also Interesse hat, sollte um 18 Uhr im Hörsaal 3 am Carl-Zeiss-Platz vorbeischauen. Ich hoffe, es wird eine interessante Runde!

Zensieren für Anfänger

Der Twitterer TheCake meldete gestern, dass Netzpolitik in seiner Schule gesperrt ist. Heute lieferte er den Screenshot nach:

@netzpolitik hier ist der Screenshot. Zugriff mit Firefox, 'T... on Twitpic

Die zugrundeliegende Software nennt sich Schulfilter Plus und stammt von der TIME for kids Informationstechnologien GmbH. Laut Internet Law ist der Freistaat Bayern ein Musterland bei der Initiative für ein sauberes Internet an bayerischen Schulen. Wie es scheint, ist die Software bei Schülern nicht so beliebt. Jedenfalls legen das die Suchvorschläge von Google nahe:

Suchvorschläge von Google für Time for kids

In den Kommentaren zum Beitrag bei Netzpolitik sind mehrere gesperrten Seiten genannt. Unter anderem auch SelfHTML, die die Schüler benötigen.

Alles in allem sollten sich die Schulen wohl eher darauf konzentrieren, Schülern Noten zu verpassen statt Schüler zu zensieren. :-)

Primzahl oder nicht

Von Primzahlen geht für viele eine große Faszination aus das Thema wird aus verschiedenen Richtungen gern beleuchtet. Sehr alt ist dabei die Fragestellung, wie viele Primzahlen es denn gibt. Euklid fand neben anderen die Antwort auf diese Frage: Es gibt unendlich viele Primzahlen. Sein Beweis ist recht einleuchtend.

Stellen wir uns vor, es gäbe nur endlich fünf Primzahlen (In der Regel sagt man: endlich viele) p1, p2, p3, p4 und p5. Dann berechnet man eine neue Zahl z = p1*p2*p3*p4*p5+1, d.h. alle Primzahlen werden multipliziert und anschließend wird die Zahl 1 addiert. Keine der bisherigen Primzahlen teilt diese Zahl z. Da aber jede natürliche Zahl einen Primteiler besitzt, muss der außerhalb der bisher bekannten Primzahlen liegen, d.h. es gibt mindestens eine neue Primzahl p6. Die Aussage lässt sich dann wieder anwenden und so ergibt sich, dass die Zahl der Primzahlen nicht endlich sein kann.

Bei Mathoverflow wurden diverse Fehleinschätzungen diskutiert. Unter anderem zählte dazu, dass die oben konstruierte Zahl z eine Primzahl sei. Wenn man den Beweis oberflächlich liest (siehe auch die Skripte zu Algebra 1 oder Zahlentheorie), könnte man in der Tat zu dem Schluss kommen. Die Zahlen 2, 3, 5, 7, 11 und 13 liefern jedoch ein Gegenbeispiel.

Schlimm finde ich dann die in dem Posting angegebenen Beispiele von Leerern (sic!), die ihre Schülern unter Beschimpfungen vor die Tür stellen, weil sie auf den obigen Umstand hinweisen und den auch noch beweisen.

Alles Gute an Alkasir

Bei meinem Jemen-Besuch im letzten Jahr lernte ich unter anderem den Autor von Alkasir und Gründer des Yemen Portal, Walid Al-Saqaf, kennen. Nachdem seine Portalseite auf der Sperrliste landete, beschäftigte er sich ein wenig mehr mit der Zensur im Land und schrieb die Software. Diese soll seinen Landsleuten bei der Umgehung der Zensurmaßnahmen helfen.

Walid wurde nun zum TED-Fellow gewählt. Ich kann zu dieser Wahl nur gratulieren und hoffe, dass es seine Software und insbesondere die dahinter stehende Idee weiter voran bringt.

Mammutaufgabe Nummer 2 für 2010

Vor einer Woche tagte das letzte Gremium und auch hier gab es einen eindeutigen Beschluss: Mein Lehrauftrag für das Wintersemester 2010/11 wird genehmigt. Also startet bald mein nächstes Großprojekt, die eigene Vorlesung. Ich werde zusammen mit einem weiteren Professor des Lehrstuhls für Informatik die Vorlesung IT-Sicherheit halten und bin sehr auf diese neue Erfahrung gespannt.

Die ursprüngliche Idee für diese Vorlesung kam aus der Studentenschaft. Während der Proteste anfangs des letzten Semesters monierten Studenten das fehlende Thema. Über diverse Iterationsstufen kam der Vorschlag schließlich bei mir an und der Stein ins Rollen. Ich halte schon seit vielen Jahren Seminare. Zu Beginn waren es hauptsächlich Finanzthemen, genauer Devisen- und Wertpapierhandel. Später schwenkte ich auf den Softwaresektor um. Anfangs war Java der Hauptinhalt, später erweiterte ich mein Angebot auf GNU/Linux (Zertifizierung, Administration etc.), IT-Sicherheit (BSI Grundschutz) und Datenschutzthemen. Die letzteren Felder beackere ich auch in praktischer Tätigkeit. Daher wurde mir das nötige Wissen und die Fähigkeit zur Schulung anerkannt. Die diversen zuständigen Gremien gaben ihre Zustimmung und nun kann es losgehen.

Wenn es soweit ist, berichte ich über die Inhalte und eventuell interessante Begebenheiten aus der Vorlesung. Seit gespannt!

Mixminion auf Github

Für Freunde und Entwickler von Anonymisierungsdiensten: Mixminion, ein Remailer der dritten Generation, ist über github verfügbar. Nick Mathewson hat für den Quellcode und die Dokumentation ein Repository angelegt. Wer also Lust am Quellcode in Python hat, sollte die Quellen mal lesen. Weiterhin sind Entwickler dringend gesucht!

Zweite Beratung des Thüringer Ausführungsgesetzes

Erst gestern schrieb ich zum Thüringer Gesetz zur Ausführung des Zensusgesetzes 2011. Jetzt las ich gerade, dass der Thüringer Landtag heute die zweite Beratung zum Gesetz beginnen wird. Wen es interessiert, sollte ab 14 Uhr in den Stream schauen.

Update: Die Beratung zum Gesetz wurde verschoben, da der Innenausschuss seine Arbeit noch nicht beendet hat.

Stellungnahme zum Ausführungsgesetz des Zensusgesetz 2011 in Thüringen

Ganz unter dem Radar der Bürgerrechtsaktivisten laufen die Planungen zu einer neuen Volkszählung. Im Mai 2011 soll das gesamte deutsche Volk wieder erfasst und zum Teil befragt werden. Das entsprechende Zensusgesetz 2011 wurde vom Bundestag bereits verabschiedet. In Thüringen und anderen Bundesländern müssen/sollten Gesetze zur Ausführung des Zensusgesetzes beschlossen werden. Der Thüringer Landtag befragte diverse Organisationen, darunter den AK Vorrat. Ich habe für die Ortsgruppe Jena des AK eine Stellungnahme verfasst. Diese Stellungnahme ist im wesentlichen die Beantwortung von acht Fragen der Parlamentarier. Leider hatte ich nur knapp vier Tage, um die Fragen zu beantworten und angesichts der Komplexität der Materie war das viel zu wenig. Nichtsdestotrotz versuchte ich, alle Fragen nach besten Wissen und Gewissen zu beantworten. Nun bin ich gespannt, wie es weitergeht.

Eine weitere Stellungnahme findet ihr bei den Thüringer Piraten.

Werbung mit Cookies abschalten

Stellt euch vor, ihr setzt im Browser ein Cookie und dieser sorgt dafür, dass ihr nicht mit Werbung belästigt werdet. Klingt doch toll, oder?

Genau das erzählte mir ein Teilnehmer des Tor-Workshops auf der SIGINT 2010.Ich stellte dort verschiedene Addons für den Mozilla Firefox vor und diskutierte einen Weg, die Verwaltung von Cookies zu optimieren. Dabei kam der Vorschlag, mittels des Addons TACO personalisierte Werbung direkt auszuschalten.

Grundlage für die Software sind Gesetze, die es Surfern ermöglichen, über den (Nicht)Erhalt von Werbung zu entscheiden. Wenn nun der Nutzer einen speziellen Cookie im Browser gesetzt hat, so muss die Firma auf weitere Werbemaßnahmen verzichten. Statt nun alle Werbefirmen abzutingeln und Cookies zu sammeln, übernimmt angeblich TACO diese Aufgabe. Plugin installieren und fertig.

Als ich mir das Plugin heute anschaute, fielen mir die negativen Bewertungen ins Auge. Seit kurzem gibt es eine neue Version und die installiert eine komplette Privacy-Suite. Das war wohl unintuitiv, nicht angekündigt und generell unerwünscht. Nun häufen sich bei den Bewertungen erstmal die Beschwerden.

Das Ansinnen von TACO klingt recht sinnvoll. Wenn ihr eine Möglichkeit findet, die alte Version zu installieren, ist das eine gute Ergänzung zu anderen Privacy-Plugins.

Daneben gibt es ein weiteres Addon für Google Analytics. Das funktioniert im Firefox, Internet Explorer und Google Chrome. Das verhindert die Kommunikation mit Google Analytics und ist sicher ein weiterer sinnvoller Bestandteil im Privacy-Baukasten.

links for 2010-05-05

Werbung bei Fefes Blog mit Privoxy abschalten

Die meisten von euch kennen sicher Fefes Blog, die Quelle für Nachrichten und Verschwörungstheorien abseits des Mainstream. Im Februar gab Fefe bekannt, dass er für zwei Monate testweise Werbung in seinem Blog schalten will. Die zwei Monate sind rum, die Werbung ist noch da. Also entschied ich mich kurzerhand meinem Privoxy zukünftig die Arbeit, also Werbung entfernen, tun zu lassen. Dabei entstand folgende kurze Filterregel:

#####################
### Filter fuer Fefes Werbung##
#####################
FILTER: fefe_werbung Filtert die Werbung auf blog.fefe.de

s@<div style=“border: solid black 1px;”>@@
s@<div.*Werbung.*@@
s@.*fefe.3dsupply.de.*@@
s@.*www.getdigital.de/index/fefe_shop.*@@
s@<.p>@@
s@<.div>@@

In der FILTER-Zeile steht der Name des Filters und eine kurze Beschreibung. Die eigentlichen Regeln entfernen den schwarzen Balken um den Werbeblock und immer die komplette Zeile mit dem Wort Werbung bzw. den Links auf die Seiten. Nachdem das geschehen ist, muss nur noch eine user.action definiert werden, die den Filter auf blog.fefe.de anwendet. Schon kann der technisch (un)versierte Nutzer Fefes Blog werbefrei genießen. :-)

Kinder schlagen?

Vor kurzem gab es in der Newsgroup de.soc.familie.kinder wieder mal eine Diskussion, ob Schläge ein adäquates Mittel zur Erziehung von Kindern sind. Das Standardargument der Befürworter ist dabei immer, dass sie ja als Kinder auch eine Ohrfeige bekommen haben und es ihnen nicht geschadet habe. Diesmal war die Diskussion recht heftig und wegen dem gesetzlichen Gebot auf eine gewaltfreie Erziehung wurde der Weltuntergang prophezeit. Insbesondere sollte sie Schuld daran sein, dass die Geburtenquote weiter fällt. Daraufhin antwortet ein Teilnehmer:

Dieser Gedankengang ist wirklich drollig. Man muß sich das mal vorstellen:Schatz, ich will ein Kind von Dir! – Ach laß mal, das dürfen wir dann ja doch nicht schlagen...

Wie man den optimalen Nameserver findet

Recommendation for resolv.conf

Durch einen Beitrag bei Hacker News ließ ich mich zu einem englischsprachigen Beitrag hinreißen. Im folgenden kommt das nochmal für meine deutschsprachigen Leser:

Result

In dem Beitrag Improving your resolv.conf file verweist der Autor auf die Möglichkeit, drei nameserver-Einträge in der /etc/resolv.conf zu haben. Dabei schlägt er insbesondere vor, option rotate zu verwenden. Denn damit werden die Anfragen an DNS-Server besser unter den eingetragenen Servern verteilt. Nun besteht die Frage, woher soll man denn drei Nameserver nehmen. Wer von euch kennt drei aus dem Kopf? Durch die beiden Google-eigenen 8.8.8.8 und 8.8.4.4 ist das sicher ein wenig einfacher geworden. Aber sind das wirklich die schnellsten? Rausfinden lässt sich das mit einem kleinen Programm namens namebench.

In der Standardeinstellung durchsucht das Programm den Verlauf eures Browsers und extrahiert einige Domainnamen. Man kann dem Programm aber auch eine Liste von Domainnamen geben oder es anweisen, sich ein paar Zufallswerte bei Alexa zu besorgen. Mit den Werten testet das Programm diverse DNS-Server und misst deren Geschwindigkeit. Nach einer Wartezeit wird dann der Bestwert ausgegeben. Weiterhin gibt das Programm eine Empfehlung für die optimale /etc/resolv.conf und zeigt die Messwerte grafisch an (verwendet die Google API zum Zeichnen der Diagramme).

Ich finde das Programm äußerst nützlich. Bis auf meinen Rechner zu Hause fand die Software immer viel schnellere Varianten. Im Extremfall ging das bis zu 200% schneller.

Detailed result

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Improving your resolv.conf file -- part 2

Recommendation for resolv.conf

While reading Hacker News I came across an entry titled Improving your resolv.conf file. The author describes how to use and rotate three nameservers in your /etc/resolv.conf. But how would anyone know which are the fastest nameservers around? The answer is: namebench.

Result

The software will look up your browser history, collect some random hostnames and then run DNS queries. All those queries are benchmarked and in the end the software will tell you, which of the DNS servers was the fastest. In my case the answer was often Google’s own servers, but at some occassions namebench came to different conclusions. In my opinion it’s worth trying out.

Detailed result

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Geany mit dem LaTeX-Plugin

Heute geht es in der Reihe mit einem grafischen Programm weiter. Frank bewirbt schon lange sein Baby Geany. Das ist ein Gtk-basierter Editor. Ich kenne einige Leute, die den gern nutzen. Frank hat für Geany ein LaTeX-Plugin geschrieben. Daher kann der Editor bequem mit LaTeX umgehen.

Nach dem ersten Öffnen des Programms sieht man die Menüleiste und drei Flächen, Symbole, Statusfenster und die Eingabefläche für den Text. Das LaTeX-Plugin arbeitet nicht kontextbezogen, d.h. es ist entweder immer an oder immer aus. Um es zu aktivieren, klickt man auf Werkzeuge -> Plugin Manager (Wieso fehlt hier eigentlich der Trennstrich?) und aktiviert das Feld LaTeX. Damit erscheint im Menü Werkzeuge ein neuer Eintrag LaTeX. Fortan steht das Plugin zur Verfügung.

Beim Öffnen einer leeren Datei passiert zunächst nichts. Startet man beispielsweise mit der Eingabe von \documentclass, so bietet Geany nach den ersten drei Zeichen eine Vervollständigung an. Bei mehreren Optionen kann der Nutzer mit der Cursor- oder Maustaste das Gewünschte wählen. Schön wäre, wenn zusätzlich zum Namen des Befehls geschweifte Klammern eingebaut werden würden. Weiterhin würde ich mir bei Befehlen wie \documentclass oder \usepackage eine Auswahlliste wünschen. Das vereinfacht die Eingabe und vermeidet Fehler.

Eine bequemere Variante ist der LaTeX-Assistent. Er ist über Werkzeuge -> LaTeX -> LaTeX-Assistent zu erreichen. Über ein grafisches Menü kann der Nutzer wählen, welche Klasse, Zeichensatz etc. er benutzen will. Bei der Dokumentklasse bleibt im Menü unklar, welche Klassen (KOMA-Script, Beamer etc.) verwendet werden. Weiterhin gibt es genau eine Brief-, Artikelklasse usw. Während bei der Auswahl von Buch, Artikel und Bericht die KOMA-Script-Klassen benutzt werden, wird bei der Auswahl von Brief die Klasse letter eingebunden. Ich würde mir entweder mehr Auswahlmöglichkeiten oder eine bessere Bezeichnung im Menü wünschen. Die Auswahl des Zeichensatzes birgt einen Bug. Wählt der Nutzer Sonstiges als Zeichensatz (Was soll das sein?), so ergibt sich im Dokument die Ausgabe \usepackage[% \title{}, d.h. hier fehlt eine schließende Klammer und LaTeX wird beim Übersetzen auf die Nase fallen. Das Menüfeld Schriftgröße bietet zum einen eine Vorauswahl, lässt sich aber auch frei beschreiben. Der Grund wird mir nicht so recht klar. Schließlich sind als Papiergröße nur A4, A5 und A6 gelistet. Gerade die gängigere Letter-Größe fehlt.

Für den regelmäßigen Schreiber von LaTeX-Texten empfiehlt sich ein Template. Diese Datei sollte im Verzeichnis ~/.config/geany/templates/files liegen und die Dateiendung .tex besitzen. In dem Falle kann die Vorlage über Datei -> Neu (aus Vorlage) gewählt werden.

Schließlich kann Geany bestehende Dateien öffnen. ;-) Dabei liest der Editor die Datei einmal komplett durch und versucht, Informationen zu extrahieren. Diese finden sich in der linken Fläche Symbole. Dort sind Kommandos, Abschnittsüberschriften, Labels etc. gelistet. Ich finde, gerade die Auflistung der Abschnittsüberschriften hinterlässt mehr Verwirrung als Klarheit. Denn zum einen sind diese alphabetisch geordnet und dann auch getrennt nach Überschriftsebenen. Mir wäre es lieber, wenn sie nach dem Vorkommen im Text geordnet wären. Die Liste der Umgebungen ist für mich ebenfalls ohne Nutzwert, denn diese ist wieder alphabetisch geordnet und verzeichnet nur den Namen der Umgebung (itemize, figure, table etc.).

Nun kommt der große Moment, wo wir Text eingeben können. Doch schon die Eingabe einer Überschrift erscheint schwierig. Ich fand keine Hilfe bei der Eingabe, außer der bereits oben erwähnten Auswahlliste bei der Eingabe von drei Buchstaben. Doch gerade auf einer deutschen Tastatur führt die häufige Eingabe des Backslash bei mir zu Schmerzen in der Hand. Daher versuche ich das zu umgehen und Geany ist dann direkt körperlich anstrengend. Umgebungen können mittels des Menüs eingegeben werden. Meines Wissens gibt es hierfür keine standardmäßige Tastaturkombination. Wenn man sich eine anlegt, wird die Arbeit zumindest ein wenig erleichtert. Jedoch wäre es sehr wünschenswert, wenn bei der Auswahl einer Liste gleich ein erstes \item eingefügt würde und bei der table-Umgebung könnten ähnlich zu AUCTeX gleich diverse Optionen abgefragt werden.

Beim Mathesatz sieht die Lage nicht viel besser aus. Im wesentlichen muss jedes Zeichen per Hand eingegeben werden. Das ist eine Menge Tipparbeit und recht umständlich. Gerade für Anfänger kann ich daher Geany nicht empfehlen. Denn ich vermute, die werden schnell gefrustet sein.

Alles in allem ist Geany für mich der erste Editor, den ich im wesentlichen für nicht benutzbar halte (wohlgemerkt für meine Zwecke!). Außer wenigen kleinen Änderungen in einer Datei möchte ich keine größeren Änderungen an einer LaTeX-Datei vornehmen müssen. Denn das fühlt sich umständlich an und wird in meinem Fall mit der Zeit schmerzvoll.

cronjob