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Impf-Erfahrung

Ich hatte kürzlich das Glück, eine Impfung gegen COVID-19 zu erhalten und will von meinen Erfahrungen berichten.

Als die Impfungen begannen, schaute ich mir die Impfreihenfolge an und war der Meinung, dass ich in der letzter Gruppe sei. Da es aber immer wieder Meldungen in den Medien zu liegengebliebenen Impfdosen gab, besuchte ich verschiedene Impfzentren in der Umgebung. Dort fragte ich die Leute, ob denn Chancen auf solche Dosen bestehen. In den Impfzentren Jenas wurde mir gesagt, dass es Wartelisten gibt. Dort sind Leute mit hoher Priorität eingetragen und wenn Dosen übrig bleiben (was oft passiert), werden diese Listen durchtelefoniert. Als “Fremder” hat man keine Chancen. Die Lösung ist natürlich sehr gut, um weiterhin möglichst viele Leute aus der hohen Priorität zu impfen und ich empfand das als gut durchdacht. Andere Impfzentren in der Umgebung machten das anders. Da wurden dann Partner der zu impfenden Personen oder auch schon mal zufällige Leute von der Straße gefragt. Da es bei letzeren für  mich eine kleine Chance auf eine Impfung gab, besuchte ich diese hin und wieder. Leider ergab sich dort, bis auf nette Gespräche mit dem Personal, nichts.

Ende März meinte dann jemand zu mir, dass ich doch für eine Impfung berechtigt sei. Ein Blick in die Impfverordnung bestätigte diesen Eindruck. Also öffnete ich flugs die Seiten des Impfportals in Thüringen und versuchte, einen Termin zu bekommen. Ich konnte zwischen zwei Terminen wählen. Beide waren zwei Tage später, einer um 9:00 Uhr und einer um 9:03 Uhr. Da ich lieber eher dran kommen wollte, wählte ich den ersteren. ;-)

Zur Vorbereitung auf die Impfung sind einige Dokumente auszufüllen und mitzubringen. Neben den Dokumenten braucht man den Impfausweis, Personalausweis (oder ähnliches Ausweisdokument) sowie einen Stift.

Mein Termin fand im Impfzentrum in Gera statt. Ich traf gegen 8:50 Uhr ein. Vor dem Eingang stand eine Warteschlange von ungefähr 10 Leuten. Eine der Wartenden zeigte Erkältungssymptome (Schnupfen, Husten). Später wurde die dann auch von den Bediensteten in separate Räume gebracht. Ich frage mich natürlich, ob diese mit dem Virus infiziert war.

Am Einlass kontrollierte ein privater Wachdienst meinen Ausweis und eine zweite Person mass die Körpertemperatur. Dann ging es in die nächste Warteschlange.

Am Ende der Warteschlange wartete ein Anhöriger der Bundeswehr und sagte uns, welche Dokumente wir bereit halten sollen (Einwilligung, Anamnesebogen, Impfaufklärung). Ich hatte die Dokumente zwei Tage vorher ausgefüllt und ausgedruckt. Dennoch war die Impfaufklärung veraltet. Es gab ein neues Dokument vom März 2021. Vermutlich wurde hier auf die Sinusvenentrombosen hingewiesen. Mit allen Dokumenten ging es dann zur Anmeldung und das war der Punkt, wo ich am nervösesten war. Mir war bis dahin unklar, ob ich wirklich berechtigt bin oder ob ich vielleicht irgendeinen Passus übersehen habe. Daher hatte ich mir Dokumente und Argumente eingepackt, um die Person zu überzeugen. Interessanterweise fragte die Person am Tresen mich nur, aus welchem Grund ich hier sei. Ich sagte diesen und damit war das OK. Weder wurden die Dokumente noch die Argumente geprüft und ich war erleichtert. :-)

Nach der Anmeldung kommt der Wartebereich zur Aufklärung. Jede Person erhält eine Wartenummer und muss in die entsprechende Kabine. Vor mir waren 44 Personen. Bis ich dann effektiv dran war, vergingen 15-20 Minuten. Das heißt, in dem Zeitraum wurden zwei bis drei Leute pro Minute durchgeschleust. Die Aufklärung selbst war unspektakulär. Der Arzt wollte wissen, ob ich mich impfen lassen will und ob ich Fragen habe. Danach klärten wir, in welchen Arm die Spritze kommt und ich war wieder raus.

Am Ausgang der Kabine wartete dann schon jemand, die mich zum Impfen begleitete. Arm frei machen, Spritze rein und um 9:45 Uhr war ich geimpft. Danach schloss sich eine Wartezeit von 15 Minuten an. Ich wurde darauf hingewiesen, dass ich auch nicht eher rausgelassen würde.

Also nahm ich in dem Wartebereich Platz. Dort sassen ebenfalls so zwischen 30 und 40 Personen. Kaum hatte ich Platz genommen, gab es einen dumpfen Schlag. Drei Plätze neben mir fiel jemand vom Stuhl und war bewusstlos. Sofort kamen drei Leute, von denen mindestens einer ein Arzt war, herbei und kümmerten sich um die Person. Als diese wieder bei Bewusstsein war, wurde die in ein separates Zimmer eskortiert und wurde vermutlich weiter überwacht.

Schließlich machte ich mich auf den Weg zum Ausgang. Dort musste ich meinen Impfausweis mit dem Aufkleber vorzeigen. Ich hatte bei dem Gespräch die ganze Zeit das Gefühl, dass irgendetwas merkwürdig ist. Bei der Verabschiedung fiel es mir dann auf. Die Person war die Einzige, die keine Maske trug. :-/ Um 10:07 Uhr war ich dann wieder draußen.

Ihr fragt euch sicher, welche Impfreaktionen ich bemerkte. Natürlich hörte ich nach der Impfung immer wieder in mich hinein. Ein Gefühl, was mir recht schnell auffiel, war ein Kribbeln im Unterarm. So ab ca. 18 Uhr begann ich etwas zu Frösteln. In der Nach wachte ich dann irgendwann auf und hatte erhöhte Temperatur und fühlte mich schwach. Daher habe ich das dann auch nicht nachgemessen. Der Morgen startete mit Kopf- und Gliederschmerzen sowie einem Gefühl der Abgeschlagenheit. Letzteres ging noch bis in die Abendstunden. Daneben schmerzt die Einstichstille auch noch heute. Alles in allem empfiehlt es sich mindestens einen Tag Ruhe nach der Impfung einzuplanen. In einigen Fällen hörte ich, dass Leute auch nach zwei Tagen Probleme hatten. Die Impfreaktionen waren natürlich nichts im Vergleich zu den vermeintlichen Auswirkungen einer COVID-19-Erkrankung.

Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass das Impfzentrum die Prozesse gut durchorganisiert hat. Es gab natürlich Wartezeiten, die durch den hohen Andrang bedingt waren. Aber alle Stationen waren besetzt und es wurde zügig gearbeitet. Trotz des hohen Tempos waren alle Leute sehr freundlich. Insgesamt kann ich allen Beteiligten nur ein großes Lob aussprechen.

Kommunikationswerkzeuge im Jahr 2021

Gegen Ende des Jahres 2019 habe ich eine Liste meiner Kommunikationswerkzeuge aufgeschrieben. Im Matrixkanal vom TILpod (übrigens sehr empfehlenswerter Podcast ;-)) haben wir über verschiedene Messenger gesprochen und dabei fiel mir auf, dass ich die Seite mal aktualisieren sollte.

Nutze ich

  • E-Mail (ist für mich eines der Hauptkommunikationsmittel. Hinweise zum Schlüssel findet ihr auf der Kontaktseite.)
  • Signal
  • Matrix (@qbi:matrix.kraut.space)
  • XMPP/Jabber
  • Threema (PWB22538)
  • Jitsi
  • BigBlueButton (meist für Videokonferenzen des Hackspace Jena)
  • Briar (Kontakt gern auf Anfrage)
  • Keybase
  • Mumble
  • SMS
  • Twitter DM (nicht aktiv genutzt, wird aber als Kanal genutzt)
  • Wire
  • Zoom
  • Delta.Chat
  • Auf einem Extra-Rechner kommt für Kundenprojekte noch MS Teams und Google Meet zum Einsatz. Das erwähne ich hier aber eher der Vollständigkeit halber. :-)

Delta.Chat und Wire werden recht selten verwendet. Daher kann es sein, dass die beim nächsten Update in die untenstehende Kategorie verschoben werden.

Nutze ich nicht (mehr)

  • Mattermost
  • Slack (ist im wesentlichen durch Matrix ersetzt worden)
  • Telegram
  • WhatsApp

Alles, was nicht genannt ist, fällt vermutlich in die Kategorie nicht genutzt. ;-)

Kommunikationswerkzeuge

Dirk beschreibt in einem Blogposting und dem Update dazu seine Kommunikationswerkzeuge. Ich habe mir mal angeschaut, wie das bei mir aussieht:

Nutze ich

  • E-Mail (ist für mich eines der Hauptkommunikationsmittel. Daher kann ich Dirks These so nicht unterschreiben.)
  • Signal
  • XMPP/Jabber
  • Jitsi
  • Keybase
  • Matrix (@qbi:matrix.kraut.space)
  • Mumble
  • Slack (nicht wirklich erreichbar, da ich den Client nur manchmal öffne)
  • SMS
  • Threema
  • Twitter DM (nicht aktiv genutzt, wird aber als Kanal genutzt)
  • Wire
  • Zoom

Nutze ich nicht (mehr)

  • Briar (würde ich gern, hier fehlen mir Leute, die das auch benutzen)
  • Mattermost
  • Telegram
  • WhatsApp

Alles, was nicht genannt ist, fällt vermutlich in die Kategorie nicht genutzt. ;-)

Von Saudi-Arabien gehackt

Im Dezember 2015 erhielt ich eine Nachricht von Twitter. Der Dienst informierte mich, dass ich Opfer staatlichen Hackings wurde. Die Nachricht selbst war recht allgemein gehalten:

Rein vorsorglich möchten wir Sie darüber informieren, dass Ihr Account zu einer kleinen Gruppe von Accounts gehört, die Ziel eines staatlich motivierten Hackerangriffs geworden sein könnte. Das bedeutet, dass die Hacker möglicherweise mit einer Regierung in Verbindung stehen. Wir vermuten, dass Daten und Informationen wie zum Beispiel Email-Adressen, IP-Adressen und Telefonnummern ausspioniert werden sollten.

Durch meinen Blogeintrag und die Suche auf Twitter fand ich damals weitere Betroffene. Wir waren alle recht ahnungslos, wer uns aus welchem Grund hacken sollte. Netzpolitik.org warf damals einen Blick auf die Twitterkonten und fand wenig Gemeinsamkeiten. Am ehesten war ein Großteil der Betroffenen als Aktivisten tätig. Die Zusammensetzung an Sprachen, Ländern etc. war jedoch sehr divers.

Mittels eines offenen Briefes versuchten wir Antworten von Twitter zu erhalten. Doch weder gegenüber uns noch gegenüber Journalisten äußerte sich Twitter. Damit könnte die Geschichte zu Ende sein.

Mitte Oktober 2018 gab es nun neue Bewegung. Die New York Times veröffentlichte den Artikel »Saudis’ Image Makers: A Troll Army and a Twitter Insider«. Der Aufhänger des Artikels ist der Mord an Jamal Kashoggi. Dieser wurde vermutlich in der saudi-arabischen Botschaft in Istanbul auf brutale Weise getötet. Der Artikel berichtet, dass sich eine Troll-Armee mit dem Ziel an ihm festgebissen, ihn zum Schweigen zu bringen. Er selbst plante Gegenmaßnahmen:

Before his death, Mr. Khashoggi was launching projects to combat online abuse and to try to reveal that Crown Prince Mohammed was mismanaging the country. In September, Mr. Khashoggi wired $5,000 to Omar Abdulaziz, a Saudi dissident living in Canada, who was creating a volunteer army to combat the government trolls on Twitter. The volunteers called themselves the “Electronic Bees.”

Diese Troll-Aktivitäten wurden im Artikel auf das saudische Königshaus zurückgeführt. Daneben gab es auch Bestrebungen, Twitter direkt zu infiltrieren. Eine Person namens Ali Alzabarah wurde 2013 bei Twitter eingestellt und stieg dort Stück für Stück auf. Irgendwann hatte er direkten Zugang zu personenbezogenen Daten und saudische Geheimdienstler kontaktierten ihn. Er sollte diese Daten an die Saudis weitergeben. Twitter begann eine Untersuchung und entließ die Person. Im Rahmen der Untersuchung fand Twitter keine Hinweise, dass Daten an Saudi-Arabien weitergegeben wurden.

Damit sind zumindest einige der Fragen beantwortet. Jedoch frage ich mich immer noch, warum Saudi-Arabien gerade Interesse an meinen Daten haben könnte.

Neues Theme und aktuelle Software

Kürzlich trafen sich Teile der S9Y-Gemeinde im Linux-Hotel zum S9YCamp. Im Rahmen des Treffens wurde unter anderem eine neue Version der Blogsoftware herausgegeben. Ich habe das mal zum Anlass genommen und die Software auf den aktuellsten Stand gebracht. Ein unerwarteter Nebeneffekt war, dass mein bisher verwendetes Theme nicht mehr verfügbar war. Ich habe mich daher entschieden, zunächst RESY einzusetzen. Falls ihr ein anderes oder besseres Theme kennt, schlagt gern etwas vor. Derzeit bin ich für alle Vorschläge offen. ;-)

Verifikation für meine Chatverbindungen

Wer mit mir Kontakt aufnehmen will, kann das über verschiedene Wege tun. Eines dieser Wege ist Jabber/XMPP. Auf der Kontaktseite ist die Adresse jens@anonymitaet-im-inter.net vermerkt. Dazu gehört natürlich ein Schlüssel. Ich habe auf meinen Seiten schon seit längerem eine signierte Liste meiner XMPP-Kontaktadressen mit dazugehörigem Fingerprint veröffentlicht. Wenn ihr mich also kontaktieren wollt, könnt ihr den Fingerprint gleich verifizieren.

Gründe des Hackingangriffs auf Twitter-Nutzer weiter im Dunkeln

Vor über einem Monat erhielt ich zusammen mit einigen anderen eine E-Mail von Twitter. Darin informierte uns das Unternehmen, dass wir Ziel eines staatlichen Hackingangriffs wurden. Insgesamt fand ich 51 betroffene Accounts. Netzpolitik analysierte die Accounts und fand keine Gemeinsamkeiten, die für alle Konten gültig sind. So tappen wir alle im Dunkeln, warum wir die Mail von Twitter bekamen und was der Grund dafür ist.

Wir haben daher eine Liste von Fragen erarbeitet, die wir gern von Twitter beantwortet hätten. Schließlich möchten alle gern wissen, warum gerade sie Ziel der Angriffe waren. Auch wenn ein Teil der Antworten uns verunsichern würde.

Bei unserem Treffen auf dem 32C3 haben wir alle mögliche Theorien und Phantasien hin und hergewälzt. Aber gefühlt sind wir dem Thema nicht näher gekommen. Kennt jemand von euch noch Leute, die eine ähnliche Mail bekamen? Habt ihr vielleicht Ideen, warum Twitter diese Mails verschickte? Hinterlasst doch hier oder auf unserer Seite einen Kommentar.

Weitere Blogpostings:

tweetbackcheck