Dieses Jahr bin ich wieder dabei, beim Symposium Datenspuren des CCC. Mein Hauptevent ist der Workshop zu I2P. Dort werde ich etwas zu der Theorie erzählen und anschließend einige wichtige Anwendungen vorstellen. Ansonsten sind Anonymität (Tor, JonDonym), Wahlcomputer, Videoüberwachung und einiges mehr das Thema.
Persönlich finde ich den Vortrag zum IdentitySniper interessant. Denn das kommt einem unserer LUG-Projekte (wolfgang) sehr nahe. Am Sonnabend werde ich jedoch nicht in Dresden sein können. So hoffe ich, dass ich nochmal eine Privatvorstellung bekomme. 
Auch der Kampf gegen Videokameras klingt vielversprechend. Mindestens ein Kameratyp stört mich in Jena sehr und ich würde den gern entfernen.
Falls ihr also am Wochenende noch nichts zu tun habt, Dresden ist immer einen Besuch wert und die Veranstaltung war in den letzten Jahren immer hochklassig.
Heute findet gegen 11:00 Uhr eine Debatte zur Vorratsdatenspeicherung im sächsischen Landtag statt. Wer mag, kann entweder hingehen oder sich das live anschauen. Sollte jemand die Debatte aufzeichnen, wäre ich sehr an einem Mitschnitt interessiert.
In der letzten Woche war ich zusammen mit Johannes Lichdi unterwegs in Sachsen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe FREIstaat oder ÜBERWACHUNGsstaat? Meine Daten gehören mir!
war geplant, Vorträge und Diskussionen durchzuführen. Wir besuchten die Städte Torgau, Freiberg, Dresden und Görlitz.
"Erstes Fazit zur Vortragsreihe in Sachsen" vollständig lesen
Im Vorlesungsverzeichnis findet sich in diesem Semester auch ein Proseminar mit dem Titel Totale Überwachung
. Die Ankündigung liest sich erstmal sehr vielversprechend:
Die gegenwärtigen rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen lassen bereits einen Grad an Überwachung von Personen zu, der erschreckend ist. Doch selbst das genügt Staatsorganen, Konzernen und verunsicherten Bürgern noch lange nicht: Begründet mit einem (vermeintlichen) Zugewinn an Sicherheit, Gerechtigkeit oder Bequemlichkeit, werden immer neue Maßnahmen der Überwachung ersonnen und durchgesetzt.
Im Proseminar sollen eine Reihe gesellschaftlich durchaus umstrittener Anwendungsfelder der Überwachung durch informationstechnische Systeme studiert werden. Als Themen sind u.a. geplant:
- Der Bundestrojaner: Verdeckte Online-Durchsuchung von Rechnern
- Vorratsdatenspeicherung
- Speicherung und Weitergabe von Fluggastdaten
- Ausweise mit biometrischen Merkmalen
- Der LIDL-Skandal: Videoüberwachung von Mitarbeitern und Kunden
- Videoüberwachung im öffentlichen Raum
- Videoüberwachung in Jena (mit Begehung)
- RFID: Auf dem Weg zur allgegenwärtigen Überwachung
- Der gläserne Patient: Elektronische Gesundheitskarten
- Der gläserne Autofahrer: Zweckfremde Nutzung von Maut- oder Lokationsdaten
- Der gläserne Surfer: User Tracking im Internet
- Verkettung digitaler Identitäten
- BigBrotherAwards: Oskars für Datenkraken
Der komplette Text liest sich recht vielversprechend. Ich werde die Veranstaltung auf jeden Fall besuchen und vielleicht auch einen Vortrag halten. Auch wenn mir das keinen Nutzen für das Studium bringt. Denn den Schein kann ich wahrscheinlich nicht mit einbringen.
Im nächsten Monat werde ich zusammen mit Johannes Lichdi, MdL im sächsischen Landtag eine Veranstaltungsreihe in Sachsen unternehmen. Angesichts der ausufernden Überwachungsmaßnahmen diskutieren wir mit dem anwesenden Publikum die vorhandenen oder geplanten Maßnahmen. Bei einigen Veranstaltungen wird auch der Film “A scanner darkly” gezeigt werden. Falls du Zeit und Lust hast, komm doch mit vorbei. Folgende Termine sind derzeit geplant:
- 8. April um 19:30 Uhr in Torgau
- 9. April in Freiberg
- 10. April um 19:00 Uhr in Dresden
- 12. April um 20:30 Uhr in Görlitz
- 21. April um 19:30 Uhr in Glauchau
- 23. April um 19:00 Uhr in Plauen
Weitere Details, insbesondere zu den Orten, findest du bei der Ankündigung der Veranstaltung.
Der Vortrag von Stallman wird von drei Organisationen gesponsort:
Viele haben auf den Seiten der hbs ein Anmeldeformular entdeckt und sich gefragt, ob man sich anmelden muss. Die Anmeldung hier dient nicht dazu, um sich einen Platz zu reservieren, sondern ist für die Stiftung der Nachweis, dass auch Menschen ihre Veranstaltungen besuchen. Insofern wäre es ganz nett, wenn du dich anmeldest, falls du kommen magst. Bei der Anmeldung solltest du jedoch berücksichtigen, dass die eingegebenen Daten (auch über den Veranstaltungstermin hinaus) gespeichert werden.
Die großen Ereignisse werfen weiter ihre Schatten voraus und bald ist es soweit. Zusammen mit einer Bekannten versuche ich seit einigen Monaten jemand nach Jena zu locken. Nun ist es uns gelungen:
Der Begründer der Freien-Software-Bewegung, Richard Stallman, wird demnächst zu Besuch in Deutschland sein. Er kommt in der vierten Februarwoche zunächst nach Berlin. Am 2008-02-18 hält er einen Vortrag in Berlin und im Anschluss nach Jena. Genauere Informationen über die Veranstaltungh in Berlin könnt ihr in den nächsten Tagen bei Netzpolitik lesen. Zwei Tage später, am 2008-02-20 und auch am 2008-02-21, ist er dann im INTERSHOP Tower in Jena. Sein erster Vortrag startet um 18:00 Uhr und hat die Freie-Software-Bewegung und das Betriebssystem GNU/Linux zum Thema. In seiner Rede geht es um die Ziele und die Philosophie der Bewegung. Weiter wird er etwas zum Status des Betriebssystems GNU/Linux erzählen, welches mittlerweile von Millionen Menschen weltweit genutzt wird.
Eine zweite Rede startet am 2008-02-21 um 11:00 Uhr. Hier geht es um das Copyright versus Community im Computerzeitalter. Das Copyright entstand in Zeitalter des gedruckten Worts, im Kontext zentralisierter Systeme der Wissensverbreitung. Doch in digitalen Netzwerken offenbart es seine Schwächen. Nur ernste Sanktionsmechanismen können dem Copyright noch zur Durchsetzung verhelfen. Genau dies versuchen Unternehmen und Rechteverwerter, die vom gegenwärtigen System profitieren, durchzusetzen; auf juristischem und technologischem Weg. Sie verwehren dadurch in der Regel den öffentlichen Zugang zu Wissen und Technologie. Wenn dem ursprünglichen Anspruch des Copyrights–Fortschritt und Gemeinwohl zu fördern–genügt werden soll, muß die dem Copyright entgegen gesetzte Richtung eingeschlagen werden.
Ich freue mich schon sehr auf den Besuch und würde mich freuen, wenn ihr auch zahlreich erscheint und die Informationen weiter tragt.
Update: Uhrzeit korrigiert.
Bald wird uns in Jena ein, eigentlich sogar der, Vertreter der Freien Software Bewegung besuchen. Momentan gibt es noch einiges zu organisieren. Aber zufällig fand ich heute dieses Video und das ist doch schonmal ein guter Vorgeschmack. 
Dies ist die Schadenersatzforderung eines Katrina-Opfers in US-Dollar. Nach einem Bericht von MSNBC gibt es fast 500.000 Klagen und einige davon liegen im Bereich von Milliarden. Wenn die obige Zahl wirklich erstattet werden würde, so wäre das etwa ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts der USA. Was man nur mit soviel Geld machen könnte. .-)
Heute hat es mein Buch auch in den Stern geschafft. Im Magazin findet sich der Artikel Surfer mit Tarnkappe
und online gibt es auch einen Bereich zu Anonymität. Der Autor meinte zwar, dass ein großer Artikel mit Informationen zur Vorratsdatenspeicherung und zum Umgehen derselben erscheinen sollte. Daraus ist dann leider nur ein einseitiger Artikel geworden.
In einer Pressemitteilung schreibt der CCC heute, dass er gegen Wahlcomputer bei der Landtagswahl in Hessen vorgehen will. Hessen setzt an einigen Standorten den Typ von Wahlcomputern ein, der kürzlich in Holland verboten wurde. Da das Land offensichtlich keinen Argumenten zugänglich war, wurde nun eine einstweilige Verfügung beantragt. Sollte das Ergebnis bekannt sein, werde ich es hier mit publizieren.
Der Meinung waren die, tattaaa, USA. Das ist laut der Washington Post allerdings schon 60 Jahre her. Da betraf das einen US-Bürger. Dieser wurde wurde 1947 von einem Japaner ge“waterboardet”. Im anschließenden Verfahren bekam der Täter 15 Jahre Strafarbeit aufgebrummt.
Ein Dokument von 1963, dass so genannte KUBARK Counterintelligence Interrogation, zeigte, dass auch die CIA solche Methoden einsetzt. Speziell wurden auch die Navy SEALs mit der Methode behandelt, um später Verhören besser wiederstehen zu können.
Ich würde mich sehr freuen, wenn die USA zu der Meinung von 1947 zurückkehren und Waterboarding wieder als Kriegsverbrechen ansehen. Aber das wird wohl erst passieren, wenn wieder ein Amerikaner davon betroffen ist.
Mit großer Überraschung las ich im Lawblog, dass es einen Internetprovider gibt, der sich gegen die Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung weigert und dies auch groß ankündigt. Natürlich gilt diese Regelung nur für das Jahr 2008, denn ab 2009 ist die Einführung, sofern das Gesetz in Kraft tritt, verpflichtend und wird mit Strafen belegt.
Wenngleich ich das Ganze eher für einen Werbegag halte, finde ich es doch gut, dass auch Untenehmen versuchen, Widerstand zu zeigen. Jetzt fehlt nur noch Telekom, Arcor und Co. 
Der Beitrag von Netzpolitik, 24C3-Preview, erinnert mich daran, dass ich langsam meine Reiseplanungen beenden sollte. Der Fahrplan ist schon eine Weile online und mein Vortrag To be or I2P findet am 2007-12-29 um 17:15 Uhr (nach dem heutigen Stand) statt.
Der Vortrag dreht sich um I2P, eine Anonymisierungslösung. Ich werde darin einige Grundlagen zur Funktionsweise von I2P erzählen und auch einige Programme vorstellen. Das Ziel ist es, die Hacker aufmerksam zu machen und vielleicht neue Nutzer/Entwickler zu gewinnen. Für den Vortrag habe ich auch eine anonyme eepsite eingerichtet. Dort findet ihr momentan den Abtract zu meinem Vortrag. Später kommen dort die Vortragsfolien und vielleicht weitere Informationen hin. Ihr könnt mich auch über I2P-Mail erreichen. Aufgrund der Funktionsweise von I2P werden die obigen Links nicht sofort gehen. Hierfür müsst ihr erst I2P installieren und einrichten. 
Tim Pritlove und Constanze Kurz haben einen Ausblick auf den Congress in der Sendung 58 des Chaosradio Express gegeben. Dort stellen die beiden verschiedene Vorträge vor und ihr bekommt einen Überlick, welche Vorträge sich für euch lohnen und welche nicht.
Alles in allem ist der Congress jedes Jahr eine lohnende Angelegenheit. Ich freue mich, nach meiner letztjährigen Pause, dieses Jahr wieder in Berlin zu sein. Vielleicht wird der Besucherrekord ein weiteres Mal geknackt. 
Wenn man mit Datenschützern über die aktuelle Lage der Überwachung diskutiert, hört man hin und wieder das Gleichnis vom Frosch im heißen Wasser. Demnach springt ein Frosch, wenn man ihn in heißes Wasser setzt, sofort raus. Sollte das Wasser kalt sein und langsam erhitzt werden, so bleibt der Frosch sitzen und wird gekocht. Bei der Überwachung tritt nun eine ähnliche Situation ein. Die Maßnahmen werden Schritt für Schritt (Stichwort: Salamitaktik) eingeführt und jeder hat genug Zeit, sich an die einzelnen Maßnahmen zu gewöhnen. Daher fehlen die großen Proteste wie vor 20 Jahren.
Bei Stefan las ich von einem Video, welches das obige Gleichnis umsetzt. Ich finde es in der Tat auch sehr sehenswert: