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Wer wird der Nachfolger?

Bald beginnt nun das Konklave und ich befürchte schon, dass alle Fernsehsender minütlich nach Rom schalten werden, um die letzten Rauchwolken zu zeigen. Die Tradingfirma Intrade hat nun einen Future auf den Nachfolger herausgebracht. Dabei ist es sowohl möglich, auf das Land als auch auf eine konkrete Person zu setzen. In der Vergangenheit haben derartige Futures das Ergebnis von Wahlen immer wieder gut vorhergesagt. Mal sehen, wie richtig oder falsch die Trader am Ende liegen.

logische, unlogische Klausuren

Ein Student fällt bei der Klausur in “Logistik + Organisation” durch. Student: “Sie bestrafen mich. Verstehen Sie überhaupt etwas davon?” Professor: “Ja, sicher, sonst wäre ich nicht Professor!” Student: “Gut, ich will Sie etwas fragen. Wenn Sie die richtige Antwort geben, nehme ich meine Fünf und gehe. Wenn Sie jedoch die Antwort nicht wissen, geben Sie mir eine Eins.” Professor: “Wir machen das Geschäft.” Student: “Was ist legal aber nicht logisch, logisch aber nicht legal und weder logisch noch legal?” Der Professor kann ihm auch nach langem Überlegen keine Antwort geben und gibt ihm eine Eins. Danach ruft der Professor seinen besten Studenten und stellt ihm die gleiche Frage. Dieser antwortet sofort: “Sie sind 63 Jahre alt und mit einer 35-jährigen Frau verheiratet, dies ist legal, jedoch nicht logisch. Ihre Frau hat einen 25-jährigen Liebhaber, dies ist zwar logisch, aber nicht legal. Sie geben dem Liebhaber Ihrer Frau eine Eins, obwohl er durchgefallen wäre, das ist weder logisch, noch legal.” Man könnte auch sagen, es ist legal, dass wir hier sitzen und arbeiten, aber nicht logisch. Es ist logisch, dass wir uns dabei Witze mailen aber nicht legal. Und es ist weder logisch noch legal, dass wir dafür bezahlt werden. In diesem Sinne, frohes, logisches, illegales Schaffen und eine schöne Arbeitswoche! Logisch.

Googlecookies

Joi Ito wundert sich, warum er bei einer Googlesuche nach “Radio Shack”, “Ford” oder ähnlichem einen Cookie von der betreffenden Webseite erhält. Dies geschieht, obwohl er noch auf der Googlsuchseite ist. Beim Nachforschen stellt sich dann heraus, dass Google das sogenannte Prefetching aktiviert hat. Das bedeutet, dass der erste Link mit einem speziellen Attribut ausgezeichnet wird. Die Browser der Mozillaserie laden dann diese Webseite automatisch im Hintergrund schon herunter (Dokumentation hierzu in der Prefetch-FAQ). An sich ist das ganz nützlich. Denn so wird die vielleicht folgende Seite schneller geladen. Durch das Verhalten von Google können sich eine Menge unnützer Cookies auf der Platte sammeln. Nach meinen Beobachtungen dienen sicher über 80% der Cookies eh nur zum Ausspionieren des Nutzerverhaltens. Daher habe ich meine Browser i.d.R. so konfiguriert, dass alle Cookies (bis auf kleine Ausnahmen) nicht erst akzeptiert werden. Weiterhin schaue ich mir, wie auch 58% der Internetnutzer die gespeicherten Cookies an und lösche diese. Marketingfirmen suchen nach Auswegen und haben angeblich jetzt PIE entdeckt. Dies ist zum einen Flash (was ich nicht nutze) und kann auch wieder abgeschalten werden. Ein zweiter Ausweg, den Prefetch-Cookies zu entfliehen, wäre, das Prefetching abzuschalten. Dies geht über die Eingabe von about:config in der Adresszeile. Dort sucht ihr dann nach dem Wert prefetch und ändert den mit einem Klick der rechten Maustaste.

Eingeladen, ausgeladen

Prof. Andreas Pfitzmann lehrt an der TU Dresden und forscht auf dem Gebiet “Datenschutz und -sicherheit”. Hier zält er meiner Meinung nach zu einem der führenden deutschen Experten auf dem Gebiet und ist demzufolge auch oft Gast bei Konferenzen. Herr Pfitzmann sollte nun auch beim 9. Deutschen IT-Sicherheitskongress einen Vortrag mit dem Titel “Werden biometrische Sicherheitstechnologien die heutige IT-Sicherheitsdebatte vor neue Herausforderungen stellen?” halten. Wenn alle Details besprochen sind, sollte man eigentlich davon ausgehen können, das der Vortrag auch stattfindet. Doch nicht so beim BSI. Der Präsident, Udo Helmbrecht, schickte ihm kurz vor Beginn des Kongresses ein Absage, da es angeblich zahlreiche neue Entwicklungen gegeben habe. Dies ist natürlich extrem fadenscheinig. Pfitzmann selbst vermutet, dass die Ausladung durch das Innenministerium veranlasst wurde. Denn hier gibt es seit längerem ein starkes Engagement in puncto Biometrie in Ausweisdaten und somit keinerlei Interesse an einem derartig destruktivem Vortrag. Die Tatsache wurde in der deutschen Blogosphäre schon hinreichend gewürdigt. Ich persönlich muss erstmal sagen, dass ich den Redner aufgrund des Vortragsmanuskriptes gar nicht erst eingeladen hätte. Dieses Papier entspricht meiner Meinung nach nicht einem wissenschaftlichen Niveau. Nichtsdestotrotz ist dieses kurzfristige Ausladen meiner Meinung nach eher Dilettantismus in der Planung als wirklich Zensur, wie es die Mehrzahl der Kommentatoren vermutet. Ich würde mich freuen, wenn es einen derartigen Vortrag im Rahmen der Datenspuren in Dresden gäbe.

Kraftwerke finden und umschiffen

Das Wall Street Journal schrieb vor kurzem, dass die US-Regierung Piloten empfahl, nicht in die Nähe von Kernkraftwerken zu fliegen. Zum Zwecke der Terrorabwehr ist das auch eine ganz gute Idee. Der Haken an der Sache ist jedoch, dass die Piloten nicht erfahren, wo sich diese Kraftwerke befinden. Melissa Rudinger von der AOPA dazu: The message is: ‘please don’t fly there, but we can’t tell you where there is. Das ist doch mal ein klassisches Beispiel für eine Catch-22-Situation. Vielleicht sollten es die Piloten aber auch wie Andreas Krennmair machen. Er fand beim International Nuclear Safety Center eine Karte der Kraftwerke. Danach kam ein wenig Googling und Nutzung des Terraservers. Schwupps, hatte er alle erforderlichen Daten. Ich finde, dies ist wieder mal ein wunderschönes Beispiel, dass Security by Obscurity nicht funktioniert.

Das 100ste

Als ich mir gerade die aktuelle Zahl der Blogbeiträge hier ansah, kam ich doch etwas ins Staunen. Das 100. Beiträgchen wurde heute geschrieben. Ich habe das Blog im Januar 2005 als Experiment aufgesetzt. Nun sind 100 Beiträge drin und es ist Zeit, kurz Bilanz zu ziehen. In den letzten Monaten habe ich mich sehr daran gewöhnt, hier Beiträge zu veröffentlichen bzw. zu “multiplizieren”, d.h. andere Meldungen zu kommentieren. Dies wird sich wohl auch in der Zukunft wenig ändern. Eventuell steigt der Anteil meiner eigenen Beiträge. Im letzten Vierteljahr habe ich das Blog wirklich zu schätzen gelernt und würde wahrscheinlich wirklich etwas vermissen, wenn ich es jetzt vom Netz nehme. Es bietet mir die Möglichkeit, einen kurzen Kommentar zu aktuellen Themen zu verlieren oder eben mal eine Notiz über gute wie schlechte Sachen ins Netz zu stellen. Ob das Ganze nun journalistisch hochwertig ist, wage ich mal zu bewzeifeln. Aber was nicht ist, kann ja noch werden ... Die derzeitige Aufteilung der Kategorien werde ich beibehalten. Denn dies spiegelt meine grundsätzliche Interessenslage wieder. Eventuell kommen noch ein bis zwei zusätzliche Kategorien hinzu. Alles in allem ist mein Experiment also gelungen und wird nun fester Bestandteil der Webseite sein. Dazu gehört, dass ich das Blog zu gegebener Zeit mit ins das Design der Hauptseite integriere. Wann das passiert, ist offen. Denn auch am Design der Hauptseite werde ich noch schrauben, da mir der neue Stil doch nicht so ganz zusagt. Wann das alles passiert, könnt ihr hier lesen. ;-)

Kranke Firefox-Toolbar

Für den Firefox gibt es ja alle möglichen sinnvollen und -losen Erweiterungen. U.a. habe ich mal eine Terrorthreat-Extension entdeckt. Diese zeigte immer das aktuelle Threatlevel des DHS an. Leute, die immer aktuell wissen wollen, wie es Terry Schiavo geht, können sich auch eine entsprechende Erweiterung installieren. Ich finde das allerdings schon echt krank.

Betatester für grml

Nach Mikas offizieller Erlaubnis darf ich es verkünden: ;-) Tue Gutes und werde grml-Betatester. Dies gibt dir die Möglichkeit, aktuelle Snapshots von grml zu testen und von den neuesten Bugs zuerst zu wissen. Diese musst du dann fleißig an das BTS melden. Dadurch wird dann grml insgesamt noch besser und stabiler. Falls du grml noch nicht kennst: Dies ist eine Live-CD, die auf Knoppix basiert. Dabei verzichtet man aber auf die großen Desktops, wie KDE oder Gnome. Stattdessen basiert die Software mehr auf Texttools oder kleinen Windowmanagern. Gerade zur Systemadministration ist diese CD sehr gut geeignet.
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