Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung veranstaltet heute eine Demonstration unter dem Motto Here be Orwell—Happy New 1984
. Alle Interessierten sollten sich um 15 Uhr entweder am Stand des AK Vorrat im bcc oder vor dem bcc treffen. Kommt zahlreich und bringt nette Schilder mit!
Den Großteil des Tages verbrachte ich entweder am Rechner oder im Gespräch mit diversen Leuten. Weiterhin habe ich versucht herauszufinden, warum mein Tor-Brückenserver nahezu keine offenen Verbindungen mehr hat.
Der erste interessante Vortrag des Tages war Vier Fäuste für ein Halleluja von fefe und erdgeist. Die beiden zeigten jede Menge kaputten oder kranken Code. Der Saal selbst war brechend voll. Nick Farr spielte zu Anfang den Platzanweiser und verteilte selbst die Stehplätze. Ich sass leider sehr ungünstig (auf der Bühne) und konnte die Zeilen nur mit Mühe entziffern. Daher liess ich mich von den Worten der beiden mitreißen. Als sie die Folien vorbereiteten, sassen die beiden in meiner Nähe und hatten da schon sichtlich Spass. Auf der Bühne setzte sich das nahtlos fort. Ich werde mir jedoch das Video in Ruhe anschauen müssen, um in Ruhe einen Blick auf den präsentierten Code zu werfen.
Direkt danach sprachen Constanze Kurz und Frank Rieger von der Verhandlung zur Vorratsdatenspeicherung. Die beiden waren vor Ort und Constanze sprach vor den Richtern als Gutachterin. Die beiden führten nochmal das aus, was man bei Netzpolitik als Twitter-Ticker nachlesen kann. Beide stellten ihre Argumentationslinien vor und machten klar, dass sich der CCC als Ganzes um eine fundierte, strukturierte Darstellung bemüht hat. Nach allem, was man herauslesen kann, ist das sehr gut gelungen. Die Vertreter der Bundesregierung hatte keinerlei Gegenargumente. Die Polizeivertreter konnte ebenfalls weder durch ein gut gewähltes Beispiel noch durch Argumente überzeugen. Das entsprach meinem Eindruck aus der Ferne. Generell haben die Befürworter bisher nicht durch Argumente, sondern durch Bashing geglänzt. Der Vortrag war sehr gut und anschaulich. Auch das Publikum war mitgerissen. Ich fand es schade, dass am Ende keine Zeit mehr für Fragen oder Kommentare eingeräumt wurde. Ich denke, der eine oder andere hätte sich gern gemeldet.
Robby Russell pflegt diverse Themen für den zsh-Prompt. Die Seite im Wiki hat Informationen und Screenshots dazu. Unten ist eine kleine Übersicht über diverse Prompts.

Der erste Tag des 26C3 liegt hinter mir und er war sehr
intensiv. Wir kamen gegen Mittag in Berlin an, vor dem bcc stand
bereist eine Schlange und als ich reinkam, hörte ich, dass alle
Tickets ausverkauft waren. Glücklicherweise brauchte ich als
Vortragender keine Tickets. 
Direkt nach der Keynote von Frank begann mein Vortrag. Ursprünglich
rechnete ich mich etwa 200 Besuchern. Umso erschrockener war ich
als sich nach meinen Berechnungen knapp 1000 Leute im Saal
einfanden. Entsprechend nervös begann ich. Jedoch legte sich die erste
Nervosität schnell und ich konnte die geplanten Punkte
rüberbringen. Das Maskottchen von der Stoppseite
der Vereinigten Arabischen Emirate fand ebenso Gefallen. Insgesamt
war der Vortrag aus meiner Sicht gut gelungen und die Kommentare der
Zuhörer bestätigten den Eindruck.
Der Vortrag zu Wikileaks war
für mich dann der Highlight des Tages. Nach einer Einführung zum
Projekt stellten die Macher dann die spektakuläre Idee vor. Island
wurde in der Vergangenheit sehr stark von der Finanzkrise gebeutelt
und bei deren Kaupthing-Bank fand geradezu eine Plünderung
statt. Wikileaks sorgte dafür, dass die daran beteiligten Firmen
veröffentlicht wurden. Die Einwohner des Landes waren extrem dnkbar
dafür und haben keine Lust mehr auf diverse Finanzhaie. Stattdessen
hat sich die Regierung den Plänen der Wikileaks-Macher
angeschlossen, aus Island ein Offshore-Information-Center ähnlich
den Offshore-Finanz-Centern zu machen. Das heißt, die Legislative
werden demnächst ein Gesetz einbringen, die Pressefreiheit,
Informantenschutz und Recht auf Anonymität garantieren. Weiterhin
bietet das Land die Ressourcen, um Datencenter zu betreiben. Wenn
das klappt, wäre das ein großer Schritt in die richtige
Richtung. Wikileaks bittet daher um Unterstützung. Entweder sollen
Interessierte direkt mit nach Island kommen, um die Abgeordneten zu
überzeugen oder man kann auch vom Festland aus über die Pläne
berichten. Ich bin sehr gespannt, ob das klappt.
Roger Dingledine vom Tor-Projekt erzählte ebenfalls ein wenig über Zensur und wie Tor
mit den Brückenservern bei der Umgehung hilft. Für mich brachte der
Vortrag wenig neues. Aber es ist immer wieder schön, die Personen vom
Projekt zu treffen und ein paar Worte zu wechseln.
Grundsätzlich verbrachte ich große Teile des Tages mit Gesprächen,
dem Austausch von Ideen und ähnlichen. Gegen zwei Uhr war der Tag zu
Ende und mit Vorfreude auf die weiteren Tage ging es dann ins Bett.
Übermorgen ist es wieder soweit. Der CCC läd zum 26C3. Ab dem 27. Dezember treffen sich Hacker aus aller Welt im bcc in Berlin, um zu lauschen, diskutieren, hacken und Spass zu haben. Der Fahrplan sieht recht stabil aus. Wobei sich gerade mein Vortrag verschiebt. Wahrscheinlich findet der schon am ersten Tag um 12:30 Uhr statt.
Für alle, die es nicht nach Berlin schaffen, gibt es Dragons everywhere. An verschiedenen Orten rund um die Welt gibt es Beamer, WLAN etc. und Interessierte können sich dort treffen. In Jena findet das Treffen im Cafe Wagner statt.
Von woauchimmer ihr zuseht oder kommt: Ich wünsche viel Spass auf dem 26C3.
Momentan läuft die Verhandlung im Bundesverfassungsgericht. Updates erhaltet ihr über den Account akvorrat bei Identi.ca (oder auch Twitter). Der Deutschlandfunk führte heute morgen ein Interview mit dem Generalsekretär der FDP und unter anderem wurde folgende Frage gestellt:
Herter: Zunächst einmal ganz einfach, Herr Lindner. Ist Ihre Partei, die FDP, nun für, oder gegen die Speicherung von Vorratsdaten?
Lindner: Wir sehen die Vorratsdatenspeicherung kritisch, und das schon seit einiger Zeit. Im Beitrag ist ja darauf hingewiesen worden, dass die neue Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger schon zu Oppositionszeiten der FDP nach Karlsruhe gegangen ist, weil wir dieses Gesetz für verfassungswidrig halten. Es ist unverhältnismäßig, die Daten, so viele Telekommunikationsdaten von unbescholtenen Bürgern zu speichern und auch dann dem Staat und seinen Institutionen zur Verfügung zu stellen. Deshalb sind wir sehr dafür, die Vorratsdatenspeicherung einzuschränken, strengstens zu beschränken auf das, was von europäischer Ebene aus vorgegeben worden ist.
Die obige Hervorhebung ist von mir und zur Erinnerung. Die Vorratsdatenspeicherung ist die Umsetzung der Richtlinie 2006/24/EG der europäischen Union. Ist also die Aussage des “Generals” so zu verstehen, dass alles so bleibt wie es ist?
Morgen ist es nun soweit. Es findet die mündliche Verhandlung zur Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung statt. Wenn du keine Zeit hast, nach Karlsruhe zu fahren, kannst du alles live verfolgen. Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hat eine Extraseite zur Beschwerde eingerichtet. Dort erfahrt ihr alles wichtige. Da sich morgen zahlreiche Vertreter der Presse vor Ort angekündigt haben, könnt sicher auch in Presse, Funk und Fernsehen reichlich hören.
Wer sagt, Freie Software diene nicht für repressive Systeme, täuscht sich. LaTeX bietet endlich ein Paket für Zensoren an: censor. 
Stellt euch vor, ihr müsst folgenden Text “überarbeiten”: Die extremsten, schlimmsten Seiten im Internet finden sich unter der URL http://kein.example.com/
. Mit dem LaTeX-Paket censor markiert ihr die Worte, die nicht gedruckt werden sollen: Die extremsten, schlimmsten Seiten im Internet finden sich unter der URL \censor{http://kein.example.com/}. Nach dem Übersetzen des Dokuments erscheint im PDF: Die extremsten, schlimmsten Seiten im Internet finden sich unter der URL █████████
.
Neben dem Befehl \censor{} stellt das Paket Optionen zum generellen Aktivieren und Deaktivieren der Zensurfunktion zur Verfügung. Viel Spass beim █████████
Neueinsteiger an der Börse bevorzugen nach meiner Beobachtung oft Börsenspiele, um Erfahrung zu sammeln. Ob das eine sinnvolle Quelle ist, sei dahin gestellt. Falls du gern ein wenig in der Richtung unterwegs sein willst, kannst du die Seite Chartgame besuchen. Dort bekommst du einen Chart präsentiert und kannst entscheiden, ob du die Aktie kaufen, verkaufen oder nichts machen willst. Alle angezeigten Charts sind Aktien aus dem S&P500, also große amerikanische Werte. Am rechten Rand befindet sich eine Auswahl diverser technischer Werkzeuge, wie RSI, Bollinger-Bänder etc. Die persönliche Wertentwicklung wird mit einer Buy&Hold-Strategie verglichen. Schließlich zeigt die Seite auf Wunsch Resultate an. Bisher sieht es für mich ganz gut aus. 

Heute hielt ich im Rahmen der Vorlesung Kryptologie
einen Vortrag zu AES. Wie erwähnt, gibt es dazu eine Ausarbeitung. Diese und den Vortrag selbst könnt ihr unter den folgenden URLs runterladen.
Die Animation liegt bei http://www.formaestudio.com/rijndaelinspector/archivos/Rijndael_Animation_v4_eng.swf.
Die Kriege zwischen den Editoren-Jüngern Emacs und vim sind uralt und werden immer wieder gern ausgefochten. Bei Youtube gibt es gerade eine Episode zu bewundern. Den Anfang machte der Beitrag Vim Powa: Can Your Editor do This?. Dort wird gezeigt, wie recht schnell eine HTML-Tabelle formatiert werden kann. Die Antwort der Emacs-Jünger Emacs Power: Can your editor do THIS! folgte auf dem Fuß. Das Beispiel, welches dort gebracht wird, ist ebenfalls die Formatierung einer Tabelle. Hier wird es mit dem org-tbl-Mode gemacht. In dieser wird die Tabelle in ASCII formatiert und der Mode übernimmt den Export nach HTML. Aus meiner Sicht ist der Gewinner des Beispiels eindeutig. 
Nebenan im Ereignisblog ist es schon zu lesen. Die Linux User Group in Jena startet am Donnerstag mit einem Vortrag oder besser Workshop zu git. Wir wollen dort ein wenig über die Einführungsthemen hinaus schauen und diskutieren, wie man git effektiv einsetzt.
Danach ist ab ca. 21:00 Uhr Stammtisch. Thomas hat angeregt, ein Keysigning zu machen. Bringt also Ausdrucke eurer PGP-Schlüssel mit und vergleicht. 