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Google und die Analysten

Als Google an die Börse gehen wollte, waren doch sehr viele Analysten davon überzeugt, dass die Aktie keine Chance habe. Denn die Konkurrenz lauert an allen Ecken und Enden. Letztlich war die Firma noch gezwungen, ihren Emissionspreis zu senken. Nun ist Google seit ca. einem dreiviertel Jahr notiert und lag nie unter dem Emissionskurs. Stattdessen begann die Aktie einen Anstieg, die sie bis auf ca. 200 USD führte. Danach konsolidierte sie in einer Spanne zwischen 160 und 200 USD. Gegen Mitte April dann ging die Aktie in einer schönen Formation durch den Widerstand und kletterte auf neue Hochs. Mittlerweile sind Kurse von 275 USD erreicht worden.
Google

Doch wie soll es nun weiter gehen? Aus meiner Sicht kann man einen Aufwärtstrend bei den ersten Kursen und den Tiefs aus dem April bei 180 einzeichnen. Somit erhält man eine Trendlinie, die derzeit bei ca. 200 liegt. Auf diesem Niveau liegt auch das Gap, das den Ausbruch aus der Konsolidierung markierte und diverse Unterstützungslinien. Dies sollte im die Aktie weiter stützen.
Weiterhin gibt es einen kurzfristigen Aufwärtstrend mit einer Unterstützung bei ca. 255 USD. Dieser wird meiner Meinung jedoch nicht lange halten. Stattdessen nehme ich an, dass die Aktie wieder bis auf ein Niveau von 240 (vielleicht auch 220) zurückgeht und dort erstmal eine Verschnaufpause nimmt. Danach sollte sich der Anstieg fortsetzen.
Ob ich genauso falsch liege wie die Analysten, werden wir bald sehen ...

Tip #2: Durch Verzeichnisse navigieren

Eine Sache, ich bei der Zsh sehr mag, ist das schnelle Navigieren durch Verzeichnisse. Diverse Sachen helfen hierbei:
  1. setopt autocd - Dies sorgt dafür, dass man Verzeichnisse wechseln kann, ohne jedes Mal cd einzugeben. Einfach den Namen am Prompt eingegeben und schon steht man im gewünschten Verzeichnis
  2. Kurznamen für lange Verzeichnisse - Dies Zsh bietet sog. Named Directories. Hier kann man einem beliebigen Verzeichnis einen Kurznamen geben und dann einfach dahin wechseln. Beispiel: pydoc=/usr/share/doc/python-doc/html. Um zu wechseln, reicht die Eingabe cd ~pydoc. Einfach und schnell
  3. Verzeichnisse rotieren - Stell dir vor, du bist eine ganze Zeit zwischen verschiedenen Verzeichnissen gewechselt und möchtest nun den Weg zurück gehen. Was machst du? Ein Weg wäre, zwei Aliase zu nutzen: alias -- +=’pushd +1’; alias -- -=’pushd -0’. Nun kannst du mit + <ENTER> bzw. - <ENTER> einfach hin und her wechseln.
Hab ich noch was wichtiges vergessen?

Tip #1: Löschabfrage

Ist es euch schon öfters mal passiert, dass ihr versehentlich ein rm * eingegeben habt? Nach Murphys Gesetz war dann drei Sekunden später klar, dass ihr die Daten doch brauchen würdet. Die Zsh kann euch hier ein wenig schützen: Setzt einfach in eurer .zshrc die Option rmstarwait (setopt rmstarwait). Nun wird die Zsh bei der obigen Eingabe 10 Sekunden warten und euch dann fragen, ob ihr die Datei wirklich löschen möchtet.

zsh Tips

Ich hatte kürzlich eine Diskussion mit Mika, Sven und Maddi, ob man denn nicht einen regelmäßig erscheinenden zsh-Newsletter herausbringen sollte. Wir alle fanden die Idee zwar grundsätzlich gut. Doch keiner von uns hat so richtig Zeit, sich darum zu kümmern. Allerdings bin ich schon der Meinung, dass die zsh viel mehr Beachtung bekommen sollte. Daher habe ich eine neue Kategorie eingerichtet und werde versuchen, einzelne kleine Tips hier zu veröffentlichen. Solltest du einen Vorschlag für einen Tip haben, schreibe mir einfach eine E-Mail oder hinterlasse einen Kommentar. Wenn du bislang noch nichts von der zsh gehört hast, kannst du dir erste Infos auf: holen.

Was kostet komplette Telefonüberwachung?

Bei Educated Guesswork hat man sich Gedanken gemacht, was die telefonische Überwachung aller Bürger kosten würde. Hierzu haben sie die statistischen Daten hergenommen und folgendes ermittelt: In den USA gibt es ca. 150 Mio. Besitzer von Mobiltelefonen, die im Monat 427 Minuten durchschnittlich telefonieren. Wenn man die entstehenden Daten über das Jahr zusammenrechnet, verbrauchen so alle ca. 400 MB Daten. Dies würde Speicherkosten für alle geführten Telefonate von 5-50 Mio. USD (je nach Speichermedium) verursachen. Weiterhin braucht man natürlich noch Geräte, die das alles aufzeichnen. Außerdem werden neben Mobiltelefonen auch Festnetztelefone benutzt. Alles in allem schätzt EducatedGuesswork, dass ca. 100 Mio. USD Einmalkosten und nochmal dieselbe Summe als jährliche Betriebskosten anfallen. Wenn man dann bedenkt, dass das Budget der NSA bei 3,6 Milliarden liegt, ist diese Summe fast Peanuts. Natürlich behauptet niemand, dass sie das wirklich tun. Es ist nur eine Annahme ...

Eine Pfingstwanderung mit unerfreulichem Ende

Pfingsten machen wir traditionell mit einigen Freunden einen Ausflug mit unserem Paddelboot. In der Regel findet dies als Wasserwandern im Spreewald statt. Dieses Jahr beschlossen wir, eine Wanderung auf der Elbe zu machen. Am ersten Tag trafen wir uns alle in Dresden-Cotta, bauten dort die Boote auf und setzten noch die Autos zum Zielort um. Kurz nach Mittag waren dann alle Boote (sieben an der Zahl) soweit und bei ersten kleinen Regentropfen ging die Fahrt los. Doch schon nach unserer Mittagspause kurz vor Meißen fing der Regen richtig an und hörte bis zum Ziel auch kaum noch auf. Da war es schön, dass wir in Zadel, einem kleinen Ort an der Elbe, einen Zwischenstop machen konnten. Dort wärmten wir uns in einer Gaststätte auf und labten uns am Lagerfeuer bei Knüppelkuchen. Auf dem letzten Stück wurde ich durch den wieder einsetzenden Regen richtig naß. Da ich nur T-Shirt und Windjacke trug, war mir auch recht kalt. Tja, und so beschloss ich mit Heidi, dass wir nicht zelten werden, sondern lieber eine Nacht im trockenen verbringen. Denn mein Schlafsack ist eher eine dünne Decke und meine letzte Erkältung steckte noch in den Knochen. Am nächsten Morgen stiessen wir dann wieder zu den anderen Paddlern und machten uns zunächst in Richtung Riesa auf. Das Wetter war dabei überwiegend schön. So fanden wir die Gelegenheit, auf einer kleinen Sandbank Halt zu machen. Es ist wirklich sehr erstaunlich, wie viele kleine Buchten es im Laufe der Elbe gibt und es lohnt sich wirklich, mal eine Tour zu machen. Nach Angaben unserer Freunde lohnt es sich speziell hinter Torgau. Da ist man wirklich überrascht, wieviel Ruhe und unbelassene Natur man noch vorfindet. Nach dieser Pause ging es dann gemütlich weiter nach Mühlberg, wo wir bei einem Ruderclub zelten konnten. Die Stadt Mühlberg selbst ist eine recht kleine, aber sehr schöne Stadt. Ein Stadtrundgang lohnt sich. Wir kochten dann in lustiger Runde abends Spaghetti und liessen uns vom wiedereinsetzenden Regen nicht stören. Der nächste Morgen begann mit Sonnenschein und eigentlich schien es ein recht schöner Tag zu werden. Doch wussten wir noch nicht, dass wir in 14 km die Elbfähre Belgern kreuzen würden. Die Fähre ist eine Gierseilfähre, d.h. sie befindet sich an einem langen Seil und stellt sich immer gegen die Strömung um zum anderen Ufer zu kommen. Als wir die Fähre passieren wollten, lag sie am rechten Ufer und wir warteten auf der Höhe der Verankerung des Gierseils darauf, dass die Fähre ablegen würde. Als das passierte, legte unsere Gruppe ab. Doch entgegen unseren Erwartungen hielt sich die Fähre nicht sehr lange am linken Ufer auf, sondern fuhr direkt wieder auf die andere Seite zu. Zwei Paddelboote konnten die Fähre noch problemlos passieren, bei einer weiteren wurde es eng und schliesslich wir hatten die Wahl mit der Fähre zu kollidieren oder irgendwie zu versuchen, die Situation zu retten. Bei dem Versuch stellte sich dann unser Boot quer und trieb auf eine der Bojen, an der das Gierseil befestigt ist. Diese Boje brachte dann letztlich das Boot zum Kentern. Als ich mich aus dem Boot gekämpft hatte, sah ich, dass Heidi bereits in Richtung Ufer schwamm und wie ein Rucksack sich elbabwärts auf den Weg machte. Der Rucksack wurde dann von einer anderen Person aus dem Wasser gefischt und nach einigen erfolglosen Versuchen, dass Boot festzuhalten, schwamm ich auch in Richtung Ufer. Erst später konnte ich das Boot von der Boje ziehen und sah dann mit großen Erschrecken, dass wesentliche Teile gebrochen waren. Somit war eine Weiterfahrt unmöglich. Den Fährmann selbst schien der gesamte Vorgang ungerührt zu lassen. Erst nachdem wir alle Teile gerettet hatten, bequemte er sich zu uns. Erst später fiel uns auf, dass er keinerlei Versuche unternahm, uns zu helfen. Dies, obwohl er unserer Meinung aufgrund seiner recht rücksichtslosen Fahrweise, den Unfall ausgelöst hat. Leider beendeten wir so die sonst recht angenehmen Pfingsttage mit einem kaputten Boot, einigen verlorenen Gegenständen und nicht gerade der besten Laune. Für den materiellen Schaden hoffe ich, dass wir den problemlos ersetzt bekommen. Drückt uns die Daumen!

Nachlese zu den Datenspuren

Am 2005-05-08 fand in der Scheune in Dresden das CCC-Symposium “Datenspuren - Privatsphäre war gestern” statt. Dieses Jahr hatte Fukami mich gefragt, ob ich nicht etwas zu Verschlüsselung oder Anonymisierung erzählen könne und wir einigten uns schliesslich auf eine Diskussion zu Anonymisierungsdiensten. Da ich am Tag vorher den Wandertag organisierte und wir am Sonntag noch etwas aufräumen mussten, kam ich erst gegen 12 Uhr in Jena los und 14 Uhr in Dresden an. Dabei manifestierte sich meine beginnende Erkältung immer mehr und das ich bei der Veranstaltung von starbug zu biometrischen Systemen im Luftzug sass, war sicher auch nicht hilfreich. Kurz nach 16 Uhr hatte ich dann starbug aus dem Raum gedrängt ;-) und meine Runde konnte losgehen. Da gleichzeitig ein Vortrag zu JAP lief, waren wohl viele unschlüssig und ein paar verliessen nach meiner Einführung gleich den Raum in Richtung des anderen Saals. Hauptgegenstand der Diskussion war Tor. Wir sprachen zwar auch kurz JAP und Mixmaster mit an. Aber das Interesse konzentrierte sich auf Tor. Viele hatten offensichtlich noch nicht von dem Dienst gehört und so gab es anfangs viel über die Funktionsweise zu diskutieren. Das artete dann z.T. in Detailfragen aus, die ich auch nicht mehr beantworten konnte. Somit versprach ich allen Teilnehmern alle Fragen in einem Dokument zusammen zu fassen. Daraus ist jetzt eine zehnseitige Dokumentation geworden. Falls du beim Durchlesen des Dokuments Fehler findest oder noch Anmerkungen hast, sende mir doch eine E-Mail. Leider hatte ich während der Diskussion dann doch ganz schön mit meiner Erkältung zu kämpfen. Mein Kopf glühte und ich konnte selbst teilweise der Diskussion nicht mehr folgen. So überlegte ich doch mehrfach, ob ich das nicht abbrechen sollte. Aber die Teilnehmer diskutierten derart engagiert, dass ich die Runde lieber weiterlaufen liess. Alles in allem hat mir die Diskussion doch sehr gut gefallen, wenngleich ich mir gewünscht hätte, fitter zu sein. Danach wollte ich trotz des interessanten Programms lieber wieder nach Hause. So habe ich eigentlich nichts weiter von der Veranstaltung mitbekommen.

Die sieben Wunder von Jena

Am Wochenende fand die alljährliche Wanderung meiner ehemaligen Kollegen statt. Diesmal organisierten wir die Wanderung und sie führte von Jena-Drackendorf über die Lobdeburg, Sommerlinde und den Fürstenbrunnen hin zum Fuchsturm. Zu Beginn der Wanderung verteilten wir einen Zettel mit den lateinischen Namen der sieben Wunder Jenas und die Aufgabe der Teilnehmer war es, die ware Bedeutung herauszufinden. Dabei gab es dann etwas zu gewinnen. Ein Teilnehmer hat dabei die Wunder neu interpretiert:
Ara
Das ist der Jenenser Paradiespapagei, der einzige Tropenvogel, der auch bei diesen Temperaturen nicht auswandert.
Caput
Das sind wir Wanderer am Ende der Tour. Zu finden am Grillplatz der Jugendherberge.
Draco
Kurzform von Draconer, bezeichnet die energischen besseren Hälften, welche weiblich-energisch uns dazu bringen, Tonnen von Klamotten und Kindersachen stockauf und stockab zu tragen.
Mons und Pons
Althochdeutsch, vorwiegend in Thüringen, für Meins und Deins, vorzugsweise Verwendung auf Grillfeiern im Sinne von Prost. Ritual: Einer holt zwei Flaschen Bier, nimmt eines für sich und ruft Mons=Meins. Dann übergibt er die zweite Flasche einem Kumpel, ruft Pons=Deins. Die Forschung hat herausgefunden, dass die alten Sachsen dabei die Flaschen gegeneinanderschlugen. Das dabei entstehende Geräusch klang wie Pons, vor allem bei Verwendung von Köstritzer Dunkel.
Vulpecula Turris
Schutzheilige von Jena (870-915 n.Chr.). Vulpecula erfand die Wanderung durch die Wälder rund um Jena mit Fragebogen. Die Fragen bezogen sich auf zu suchende Sehenswürdigkeiten - die es aber tatsächlich nicht gab. Auf diese Weise rettete Vulpecula die Jenenser 899 vor der völligen Vernichtung ihrer Grillwürstchen und Bierbestände durch feinliche Invasoren aus dem Norden, weil sich die Barbaren hoffnungslos verirrten und bis heute nicht wieder gesehen worden.
Sprachwissenschaftlich geht das Wort Tour (=leidvolles Wandern) auf Vulpeculas Nachname Turris zurück
Weigeliana Domus
Sagenhafte Nymphe. Der Legende nach entsteigt Weigeliana nächtens der Saale und lockt angetrunkene männliche Partygäste vom rechten Weg zurück zu ihrer Jugendherberge weg. Diese verschwinden im Paradiesgarten, hören sich kurz den Gesang des Ara an, bevor sie mit Mons und Pons in der Saale Caput gehen. Pech nur für die Draco - die müssen am nächsten Morgen die Taschen selbst zum Auto tragen.
cronjob