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Linux installieren (aus Umsatteln auf Linux)

Der Verlag O’Reilly wies mich diese Woche darauf hin, dass es seit einiger Zeit das Buch Umsatteln auf Linux gibt. Im Januar erschien es in der zweiten Auflage und ist für knapp 35 Euro zu haben. Aus der Beschreibung:

Vielleicht hat Ihr Arbeitgeber beschlossen, seine PC-Infrastruktur auf Linux umzustellen. Vielleicht möchten Sie auch zuhause endlich auf Linux umstellen, von dem Sie so viel Gutes gehört haben: Es ist sicherer, nicht so teuer, stabiler ... Wenn Sie es nur nicht so einschüchternd fänden! Bei aller Computererfahrung wieder ganz von vorne anfangen? “Wo ist denn mein Laufwerk C:\?” - “Hilfe, gibt es hier einen Dateimanager?” - “Das sieht ja alles so anders aus!”... Keine Sorge, Dieter Thalmayr nimmt in Umsatteln auf Linux den Umsteiger an die Hand und begleitet ihn in eine neue, faszinierende Welt. Er zeigt die Entsprechungen von Programmen und Arbeitsabläufen, vermittelt Hintergrundwissen und warnt vor Missverständnissen und Fallstricken.

Einen Einblick in das Buch gibt das Probekapitel Installation zum Lesen. Die Zielgruppe sind hier eindeutig Ein- bzw. Umsteiger. So versucht das Kapitel sich in einer einfachen, leicht verständlichen Sprache. Beim Überblättern sah ich, dass Thalmayr auf verschiedene Aspekte des Hardwarekaufs eingeht und auch die Installation immer mit Abbildungen von verschiedenen Installern bestückt. Somit könnte ich mir gut vorstellen, dass es für einen Einsteiger gut tauglich ist.

Distrowars

Ich hatte auf meinem Laptop seit einiger Zeit ein Ubuntu installiert und kürzlich war ich der Meinung, dass er mal eine andere Distribution benötigt. Zum einen war kürzlich grml in der Version 1.1 erschienen und wollte getestet werden, andererseits hatte ich früher Gentoo und damit war ich damals auch zufrieden.

grml bringt das Programm grml2hd mit. Damit lässt sich die Live-CD auf die Festplatte bringen. Die Installation selbst ist recht einfach. Es wird nach der Partition und dem Dateisystem gefragt, Nutzer angelegt etc. In kürzester Zeit war das System installiert und ich konnte es nutzen. Doch es dauerte nicht lange und ich bemerkte, dass der Rechner beim Runterladen großer Dateien langsam wurde. Ein Blick auf die DMA-Einstellungen bestätigte den Verdacht, dass kein DMA eingeschalten ist. Es liess sich nicht aktivieren und dmesg zeigte:

ata_piix 0000:00:1f.2: version 2.12
ata_piix 0000:00:1f.2: MAP [ P0 P2 IDE IDE ]
PCI: Unable to reserve I/O region #1:8@1f0 for device 0000:00:1f.2
ata_piix 0000:00:1f.2: failed to request/iomap BARs for port 0 (errno=-16)
PCI: Unable to reserve I/O region #3:8@170 for device 0000:00:1f.2
ata_piix 0000:00:1f.2: failed to request/iomap BARs for port 1 (errno=-16)
ata_piix 0000:00:1f.2: no available native port

Spätere Tests ergaben, dass das ein “grml-Problem” ist. Ich konnte den Effekt bei keiner anderen Live-CD (Debian, Gentoo, Knoppix, Ubuntu) feststellen. Eine Idee war noch, einen anderen Kernel zu installieren. Gesagt, getan. Doch nach einem Reboot begrüsste mich die Meldung GRUB. Also wieder die Live-CD eingeworfen und mittels grub-install den Rechner wieder bootfähig gemacht. Mika gab mir noch einen Tip, einen Blick auf /etc/kernel-img.conf zu werfen. Doch selbst mit einer angepassten Konfiguration ging das schief.

Daneben gab es noch kleinere Probleme und ich entschied mich, mit Gentoo weiter zu machen. Gentoo bringt seit einiger einen grafischen Installer mit. So hoffte ich, den mal praktisch testen zu können. Aber der X-Server tat mir nicht den Gefallen zu starten. So versuchte ich den konsolenbasierten zu nutzen. Dieser stürzte jedoch undeterministisch ab. Ich schaffte es damit nur einmal in die Nähe einer Installation zu kommen. Ich hätte es zwar noch auf dem klassischen Weg probieren können. Dazu fehlte mir jedoch die Lust.

Bei Distrowatch schaute ich mich noch nach weiteren interessanten Distributionen um. Jedoch konnte ich nichts ansprechendes finden und unternahm deswegen einen letzten Versuch mit Debian. Zu meiner Überraschung war das eine komplett problemlose Angelegenheit. Die Installation lief problemlos durch. Danach habe ich ein paar Anpassungen gemacht, Software eingespielt und Konfigurationen ergänzt. Also läuft auf dem Rechner zunächst mal Debian. Zumindest bis es mir zu langweilig wird. ;-)

Ach ja, wer sich fragt, welchen exotischen Rechner ich denn habe: IBM Thinkpad R52

grml 1.1 ist veröffentlicht

Heise formuliert heute, dass der Linux-Werkzeugkasten 1.1 veröffentlicht wird. Das trifft es wohl am besten. Meine Lieblings-Distribution grml gibt es seit letzter Nacht in einer neuen Version. Neben der klassischen grml-Version findet ihr auch 64Bit-Varianten sowie kleinere Images (grml-medium). Wer grml noch nicht kennt, sollte es dringend mal probieren. :-)

via mika

Alter Wein in neuen Schläuchen

Nach einer Meldung bei Golem hat es ein Programmierer geschafft, den Ur-Linux-Kernel so zu verändern, dass er sich mit dem aktuellen GCC übersetzen lässt. Abdel Benamrouche stellt Images zum Download bereit und beschrieb auf der Kernel-Mailingliste, wie das Image in qemu zu starten ist. Das ist doch eine respektable Leistung.

Chemnitzer Linux-Tage in Sicht

Eine der größten Veranstaltungen zu GNU/Linux beginnt in etwas mehr als einem Monat: die Chemnitzer Linux-Tage. Dieses Mal wird am ersten Wochenende im März das zehnjährige Jubiläum begangen. Wie all die Jahre zuvor, gibt es eine Reihe interessanter Vorträge und Workshops. Nach dem erfolgreichen Test im letzten Jahr bieten die Organisatoren auch dieses Mal einen Workshop on demand an, d. h. wenn du gern einen Workshop zu einem bestimmten Thema hättest, meldest du diesen an und wenn sich ein Kundiger findet, hält er diesen mit dir. Ich habe im letzten Jahr einen solchen Workshop zu Tor geleitet. Er ist mir in guter Erinnerung geblieben, da ich mit wenigen Leuten detailliert auf deren Fragen eingehen konnte.

“Meine” Veranstaltung ist, wie fast jedes Jahr, das Keysigning. Falls noch nicht geschehen, solltet du dich anmelden, in dem du die KeyID oder den Schlüssel selbst an mich sendest. Ich nehme diesen dann mit in die Liste der Teilnehmer auf. Zum Keysigning bringst du dann einen Ausdruck der Liste, deinen Ausweis sowie einen Stift mit und folgst meinen Anweisungen. ,;-)

Ich wünsche euch viel Spass bei den Chemnitzer Linux-Tagen!

Kein Hostname

Ich habe einen Rechner übernommen, auf dem ein Debian vorinstalliert war. Das Log war voll von Meldungen der Art Jan 18 23:42:32 foo sudo: user : unable to resolve host foo. Also suchte ich die üblichen Verdächtigen in /etc durch, jedoch ohne Erfolg. Die Fehlermeldung blieb. Also widmete ich mich einem anderen Problem und während ich hier so programmierte, fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren: Schaue dir den Eintrag in der /etc/hosts genau an. und in der Tat, der war falsch. grml.

Welche Distribution besitze ich?

Ich sitze oft an Linuxrechnern und möchte wissen, welche Distribution bzw. Version das ist. Jede Distribution hat eine Datei, in der die Versionsnummer gespeichert ist. In der Zukunft sollten das alle in der Datei /etc/lsb-release speichern. Bis das so ist, habe ich unten mal die alten Speicherorte aufgeschrieben.

Arch Linux
/etc/arch-release
Conectiva
/etc/conectiva-release
Crux
/usr/bin/crux (ausführbare Datei)
Debian
/etc/debian_version
Fedora
/etc/fedora-release
Gentoo
/etc/gentoo-release
GoboLinux
/etc/GoboLinuxVersion
Knoppix
/etc/knoppix-version
Mandriva
/etc/mandrake-release
PLD Linux
/etc/pld-release
RedHat
/etc/redhat-release
Slackware
/etc/slackware-version
Smoothwall
/var/smoothwall (nur das Verzeichnis)
Solaris
/etc/release
(open)SuSE
/etc/SuSE-release
Ubuntu (und auch Kubuntu, Edubuntu und Konsorten)
/etc/lsb-release
United Linux
/etc/UnitedLinux-release
YellowDog Linux
/etc/yellowdog-release
Zenwalk
/etc/zenwalk-version

Falls jemand noch weitere kennt, würde ich mich über einen Kommentar freuen.

Update: Ich habe die Liste anhand der Hinweise von strcat und mika noch ein wenig weiter aktualisiert.

Coole Programme, die nicht jeder hat

Enrico Zini hat ein Programm entwickelt, dass u.a. die Daten von Debian Poncon auswertet und daraus ein paar nette Informationen macht. Das Paket heißt ept-cache. Mittels der Kommandozeile ept-cache search -t clean -s t- | less kann man sich Anwendungen anzeigen lassen, die man selbst nutzt und andere nicht unbedingt installiert haben. Hier sind meine Programme:

  1. newsbeuter: Das ist mittlerweile mein Lieblings-RSS-Reader.
  2. signify: nutze ich, um eine zufällige Signatur unter meine E-Mails und Usenetbeiträge zu rezeugen
  3. scid: brauche ich, um meine Schachpartien zu verwalten. Schön wäre es, wenn es einen Mailclient gäbe, mit dem man die Schachpartien versenden kann.
  4. mixmaster: eine Remailersoftware, hat wohl mit meinem Projekt zu tun :-)
  5. lbdb: little brothers database, verwaltet diverse E-Mailadresse
  6. nload: Anzeige der Netzlast auf einem Interface
  7. djview: zum Betrachten von DjVu-Dateien
  8. tsocks
  9. feh: ein wunderbarer Bildbetrachter
  10. tor

Wenn ich mal in der Liste die rein grafischen Programme suche, sieht es wie folgt aus:

  1. scid
  2. djview
  3. icewm: mein Lieblings-Fenstermanager
  4. dillo: mit einigen Einschränkungen mein Lieblingsbrowser
  5. pidgin: war früher gaim
  6. digikam: Verwaltung und Herunterladen der Bilder von der Digitalkamera
  7. auctex: LaTeX-Umgebung für Emacs, momentan nutze ich für LaTeX eher jed
  8. vim-gtk: Das Paket kann eigentlich weg. Den Gtk-vim nutze ich eigentlich nie.
  9. xine-ui
  10. gv: Betrachter für PostScript- und PDF-Dateien

via Bart’s Blog

Playstation 3 mit Linux

Heute hatte ich das Vergnügen, einer Playstation 3 ein Linux zu verpassen. Eine Kommilitonin von mir arbeitet an einem Institut und dort soll die PS3 zum Rechnen eingesetzt werden. Alles in allem war die Installation eine leichte Übung. Man muss nur in dem Menu die Platte formatieren, die otheros.bld einscannen und die Install-CD starten. So war sehr schnell ein Linux auf der Platte. Nun geht es darum, ein Programm zu kompilieren, was die “Coprozessoren” sinnvoll nutzt. Ich bin mal gespannt.

Wo ist mein Tor?

Ich habe wieder mal meinen Laptop neu installiert. Diesmal war es ein Debian (Nein, kein etch), wobei ich mein Homeverzeichnis beibehalten habe. Gestern habe ich den das erste Mal so richtige produktiv im Einsatz gehabt und mich schon etwas gewundert, dass das Surfen trotz Tor recht schnell geht. Heute morgen überkamen mich wieder Zweifel und ich schaute, mal auf eine der vielen Seiten, die die übertagene IP-Adresse anzeigen. Hmm, das ist doch eine nicht-Tor-Adresse?! Schnell in den Proxyeinstellungen nachgeschaut. Dort war 127.0.0.1:8118 korrekt eingetragen. Ich hatte zunächst den Firefox im Verdacht, dass er zwar die Einstellungen anzeigt, aber nicht nutzt und auch andere obskure Erklärungen vielen mir ein. Doch diese erwiesen sich alle als falsch. Irgendwann kam ich dann auf die Idee, dass es ja eine Neuinstallation war und demzufolge keine Einstellungen im Privoxy getroffen waren. Also schnell ein forward-socks4a / 127.0.0.1:9050 . hinzugefügt und, schwupps, schon geht alles wie gewünscht. Wenn sich nur alle Probleme so leicht lösen lassen würden.

cronjob