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Das ist kein Überfall

Im letzten Jahr wurde ich auf eine Improvisationsgruppe in New York aufmerksam. Sie nennen sich Improv everywhere und veranstalten eine Art öffentliches Theater, wobei sie dieses in der Öffentlichkeit und (i.d.R.) ohne Wissen der Zuschauer machen. Die Gruppe hat mal einen Butler bei McDonalds platziert oder einen “Selbstmörder” von einer ca. einen Meter hoher Mauer “springen” lassen.

Jetzt gab es die nächste Aktion. Sie haben ihre Mithelfer gebeten, sich mit einem blauen T-Shirt, khakifarbenen Hosen und einem Gürtel zu bekleiden. So angezogen, trafen sich alle an einem zentralen Ort. Danach wanderten sie zu einem Best Buy, wo sich die Angestellter in ebensolchen Farben kleiden und standen einfach so rum. Wenn sie von Kunden etwas gefragt wurden, gaben sie brav Auskunft und wenn Angestellte was wollten, so meinten sie, dass sie auf ihre Freundin warten. Den Angestellten war natürlich schnell klar, dass hier etwas nicht so ganz koscher ist und sie amüsierten sich. Währenddessen waren die Manager und die Securityleute deutlich unentspannter.

Security guards and managers started talking to each other frantically on their walkie-talkies and headsets. “Thomas Crown Affair! Thomas Crown Affair!,” one employee shouted. They were worried that were using our fake uniforms to stage some type of elaborate heist. “I want every available employee out on the floor RIGHT NOW!”

Nachdem die mitgebrachten Kameras nahezu alle entdeckt wurden und die betreffejnden Leute aus dem Shop komplimentiert wurden, war die Aktion dann vorbei.

Bruce Schneier schreibt auch über die Aktion in seinem Blog. Denn normalerweise kennt man es in Deutschland ja recht gut. Wenn jemand mit einem weißen Kittel im Krankenhaus umher spaziert, dann muss dieser ein Arzt sein. Hier war es genauso. Aufgrund der großen Menge an Leuten hatten die Manager wohl Angst vor einem Überfall o.ä. und sind etwas in Panik geraten. Obwohl bei nüchterner Betrachtung alle Mitspieler sich korrekt verhalten haben und auch nicht versucht haben, sich als Mitarbeiter von Best Buy auszugeben. Eigentlich müsste man sowas mal in Deutschland machen.

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