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Zum mitnehmen, bitte

Ein Gast versucht den ganzen Abend mit der attraktiven Kellnerin zu flirten. Diese geht nicht auf seine Versuche ein. Bevor er schließlich das Lokal verlässt, unternimmt er einen letzten verzweifelten Versuch: Sie sind die aufregenste und attraktivste Frau, die mir je begegnet ist. Ich hätte gern ein persönliches Souvenir von Ihnen.. Die Frau antwortet daruf: Wenns weiter nichts ist. und verschwindet kurz, um mit einer Papiertüte und einer Rolle Tesafilm wieder zu kommen. Sie baut sich vor dem Gast auf, pustet in die Tüte und klebt diese mit dem Tesafilm zu. So, jetzt haben Sie etwas ganz persönliches—ich habe Ihnen einen geblasen, und zwar zum Mitnehmen!

Gibt es Firewalls für Sicherheitsexperten?

Ich hätte gern eine Firewall für Sicherheitsexperten. Nein, keine die nur von Experten zu bedienen bzw. einzusetzen ist, sondern vielmehr eine, die mir das Geschwafel dieser selbsternannten Experten vom Leibe hält. Laut einem Beitrag bei Heise meint der Sicherheitsexperte Klaus Dieter Matschke, dass Google Earth die WM-Sicherheit gefährdet. Denn schließlich liefert Google Earth so genaue Koordinaten, dass man mit Kurzstreckenraketen um sich schießen kann (und wegen GE auch trifft). Wenn das wirklich jemand tun will, kommt er auch gut ohne Google Earth klar. Er besorgt sich einen GPS-Empfänger und misst das aus. Oder er fragt einfach bei seinem freundlichen Landesvermessungsamt nach. Weiterhin glaube ich ja, dass jemand, der die Mittel besitzt, sich eine Kurzstreckenrakete zu kaufen, auch problemlos ohne Google Earth an die entsprechenden Daten kommt. Dann stellt sich weiterhin auch die Frage, woher bekommt man die Rakete bzw. von wo wird diese abgefeuert. Bruce Schneier formuliert das sehr gut: Google Earth is not the problem; the problem is the availability of short-range missiles on the black market. Letztlich bin ich hier der Meinung, dass es viel einfacher wäre, dass sich der potentielle Attentäter selbst einen Gürtel umschnallt, ins Stadion spaziert und die Leine zieht bzw. irgendwo Sprengstoff platziert. Aber ich bin natürlich kein Sicherheitsexperte.

Wochenendausflug in die Krokuswiesen und Tschechien

Letztes Wochenende war für Heidi und mich Reisezeit. Laut Auskunft unserer Verwandten sollten in Drebach im Erzgebirge die Krokuswiesen wieder blühen. Die Blütezeit ist zeitlich begrenzt und so machten wir uns auf in Richtung Erzgebirge.

Die Drebacher Krokuswiesen sind mittlerweile weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Der Pfarrer hatte vor mehr als 300 Jahren aus Dankbarkeit eine Eibe, Doldiger Vogelmilch und Krokusse in den Ort gebracht. Die Pflanzen breiteten sich im Laufe der Jahre auf über sieben Hektar aus und so findet man in dem Ort viele Wiesenflächen, die voller Krokusse stehen. Wir hatten mit dem Wetter leider nichgt allzuviel Glück. Es war kühl, bewölkt und zum Teil graupelte es sogar. Somit blieben die Krokusse geschlossen und wir konnten nicht die volle Pracht geniessen. Trotz alledem war das sehr schön anzuschauen und ich kann jedem, der in der Region verweilt, nur einen Besuch empfehlen. Wenn ihr Sonne habt und die Blüten aufgegangen sind, ist das mit Sicherheit ein unvergesslicher Anblick.

Drebach liegt direkt an der tschechischen Grenze und somit lag es nahe, gleich noch einen Abstecher über die Grenze zu machen. Zum einen wird dort deutsches Benzin1 zu günstigen Preisen verkauft und andererseits sollen auch andere Waren (Lebens- und Arzneimittel,etc.) dort recht günstig zu haben sein. Direkt hinter der Grenze standen auch schon die ersten Tankstellen. Die Preise lagen hier bei 29,90 Kronen, was ungefähr 1,04 Euro sind. Alle weiteren Tankstellen hatten dasselbe Preisniveau. Lediglich in Chomutov gab es mit 28,50 Kronen einen nennenswerten Unterschied.

An anderen Einkaufsmöglichkeiten entdeckten wir nur diverse Ramschstände am Straßenrand. Im Vorbeifahren sah ich, dass man da wohl Zigaretten, diverse geschnitzte Sachen, böhmisches Glas und anderes kaufen konnte. Diese Märkte sind sicher preislich verlockend. Ich kann und will nicht die Qualität der Waren einschätzen und weiterhin sind wohl die Verkäufer auch extrem aufdringlich. Auch in einer “regulären” Kaufhalle unterschieden sich die Preise kaum von den deutschen bzw. lagen teils sogar weitaus höher. Insofern kann ich die Leute, die regelmäßig zum Einkaufen “rüber” fahren, nicht verstehen. Wir deckten uns mit einigen lokalen Spezialitäten, wie Obladen, gezuckerter Milch etc., ein und machten uns wieder auf den Rückweg.

Unser Trip war eindeutig als Einkaufsbummel geplant. Nichtsdestotrotz möchten wir doch gern mal wieder längere Zeit in Tschechien bzw. der Slowakei verbringen. Beide Teile haben sowohl kulturell wie auch von der Natur her viel zu Bieten und wir werden sicher demnächst mal einen Urlaub in einem oder beiden Ländern verbringen. Uns verbinden auch viele Erinnerungen mit den Ländern und diese wollen mal wieder aufgefrischt werden. :-)

1 Das Benzin, was im Grenzgebiet verkauft wird, stammt eigentlich aus einem Lager in der Nähe von Nossen. Von dort aus starten jeden Morgen einige Tanklastzüge, die den Benzin nach Tschechien fahren. Die deutschen Autofahrer fahren mehr oder weniger hinterher und bringen den Kraftstoff in ihren Tanks dann wieder zurück.

Die Raymondschen CUPS-Geschichten in deutsch

Eric S. Raymond hat vor längerer Zeit ein Essay über seine Leiden mit CUPS veröffentlicht. Dieses wurde freundlicherweise von Gregor Ottmann übersetzt und gehostet. Doch Gregor entschied sich, seine Webseite dichtzumachen und auch die deutsche Version des Essays nicht mehr anzubieten. Ich fand das sehr schade, da ich das Werk gerade für Entwickler recht gut halte. Auf eine Nachfrage stellte mir Gregor dankenswerterweise seine Übersetzung zur Verfügung. Ich habe diese etwas angepasst und innerhalb des computerbezogenen Teils meiner Seiten online gestellt. Wie immer gilt, wenn jemand Fehler sieht oder eine bessere Übersetzung hat, kann mir gern eine E-Mail schicken.

Update meiner Rechner

Nach Prüfungen, Umzug und Seminar habe ich nun endlich mal etwas Zeit, mich um meine Rechner zu kümmern. Zum einen werde ich mir in der neuen Wohnung den langersehnten Wunsch erfüllen und DSL bestellen. Da gibt es dann vieles neu einzurichten und anzupassen. Zum anderen ist da mein Laptop, den ich momentan gerade nicht für geschäftliche Dinge brauche. Das heißt dann im speziellen, dass ich diverse Sachen auf diesem teste.

Auf dem Laptop selbst läuft ein Gentoo. Die Pakete werden dabei innerhalb einer tmpfs-Partition gebaut. Diese Partition liegt im RAM und bringt daher etwas mehr Geschwindigkeit beim Kompilieren. Nunmehr habe ich auf einen Hinweis im Gentoowiki hin das Verzeichnis /usr/portage in eine Looppartition gesteckt, diese als ReiserFS partitioniert. Dies soll nochmal ein wenig mehr an Performance bringen. Es wäre zu testen, ob auch ext2/3 mit kleiner Blockgröße hier Vorteile bringt.

Weiterhin habe ich gerade begonnen, den bisher monolithischen X-Server modular zu bauen. Das erste Problem gab es beim Paket xkeyboard-config. Laut configure fehlte das Perlmodul XML::Parser. Durch Bug Nummer 127.591 lernte ich dann, das nach einem Update von Perl das Skript perl-cleaner durchlaufen soll. Tja, eigentlich steht das ja auch als Meldung beim Update mit da. Doch wenn diese genau dann gemacht werden, während man selbst schläft ... Wenn dieser Update dann irgendwann fertig ist, steht als nächster Punkt LDAP auf dem Programm. Ich will zum einen einige Tests mit OpenLDAP wie auch mit tinyldap durchführen. Damit dürfte der Laptop dann auch erstmal ganz gut ausgelastet sein.

Weiterhin steht bei mir eine alte Sunstation rum, auf der ich gern ein Linux laufen lassen würde. Problem hier ist, dass das noch eine 16-Bit-Maschine ist. Mir erzählte jedoch jemand, dass es da Patches geben würde. Falls einer der Leser genaueres weiß, bin ich über jegliche Hinweise sehr dankbar. Letztlich hat noch Thomas einen alten Robotron (wahrscheinlich KC irgendwas) rumstehen. Diesen wollen wir im Rahmen eines LUG-Projektes gern wiederbeleben.

Also gibt es für die verbliebenen Tage der vorlesungsfreien Zeit noch einiges zu tun. Erfahrungsgemäß müssen im Semester solche Nettigkeiten leider liegenbleiben.

Wer klaut denn Müll?

Bei unserem Umzug brauchten wir Platz im Auto und stellten daher eine kleine Kiste mit Autoöl, einer leeren PET-Flasche und einem Benzinkanister in den Hausflur. Einen Tag später waren die Sachen plötzlich verschwunden. Wir vermuteten hier zunächst eine übereifrige Hausfrau, die diese irgendwohin geräumt hat. Doch als wir heute nachfragten, kam raus, dass sie nichts angerührt hat. Vielmehr wurde ihr sogar aus dem Treppenhaus ein alter Eimer, der für Werbebriefe, -zeitungen, etc. vorgesehen war, geklaut. Wer klaut denn sowas? Dummerweise hat noch niemand den alten 15’’-Monitor vor der Tür gesehen. Den werde ich nun wohl selbst entsorgen müssen ...

Zugriffe aus Rumänien

Als ich letztens wieder auswertete, woher so die Zugriffe auf diese Seiten stammen, fiel mir Rumänien ins Auge. Aus diesem Land hatte ich vorher nahezu keine Seitenzugriffe und jetzt tauchen diese stetig in meinen Logs auf. Als ich versuchte, herauszufinden, woher die kommen, fiel mir sofort Cluj ins Auge. Das kann dann nur Asbestian sein. Viele Grüße in die dritt- oder viertgrößte Stadt Rumäniens!

Umzug

Mit dem vergangenen Wochenende wurde nun mein WG-Leben (endgültig) beendet. Von nun an muss ich mich an das Leben in einer “richtigen” Wohnung gewöhnen.

Wir haben dank zahlreichen helfender Hände vorletztes Wochenende die Wohnung mit Möbeln eingeräumt. Obwohl wir nur innerhalb Jenas umzogen, bin ich ca. 500 km gefahren. Denn die Möbel waren an diversen Stellen zwischengelagert und mussten herangeschafft werden. Heidi hat dann die Woche genutzt, um die Wohnung auf Vordermann zu bringen. Am Wochenende schliesslich habe ich die letzten Utensilien aus meinem alten WG-Zimmer beräumt. Von nun an wohnen wir nicht mehr zu Fuße des Landgrafen, sondern zu Fuße der Herrenberge hier in Jena. Inwieweit sich die Berge unterscheiden, werden Erkundungswanderungen an den nächsten Wochenenden zeigen.

Der Umzug selbst lief im wesentlichen ohne Komplikationen ab. Wir hatten alles gut vorbereitet und genügend Freunde waren mit dabei, um uns zu helfen. Einige blieben in Jena und räumten hier das WG-Zimmer aus, andere fuhren mit mir mit und räumten den Transporter ein. So war die Arbeit recht effektiv verteilt und am Abend fühlten sich trotz diverser Schränke, Waschmaschine etc. alle noch fit und wohlbehalten.

Jetzt muss ich noch so Kleinigkeiten wie Strom und Internet organisieren. Dann können wir uns zurücklehnen und die Wohnung richtig genießen. (Bis zum nächsten Umzug ...)

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