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Interview mit Roger Dingledine (Tor)

Markus von Netzpolitik hat ein Videointerview mit Roger Dingledine ausgegraben. Im Video sprechen sie über Tor im allgemeinen, wie man dem Projekt helfen und wie sich die Vorratsdatenspeicherung auswirkt. Insbesondere nett ist die Stelle nach der Mitte. Dort verabschieden sich beide voneinander, um dann gleich mit dem Interview fortzufahren. ;-)

Passend dazu ist eine noch schönere, buntere und überhaupt bessere Torversion erschienen. Die Version 0.1.2.15 behebt einige größere Fehler und ihr solltet unbedingt updaten. Schaut euch auch die E-Mail auf or-talk für eine Beschreibung der Fehler an.

2 Milliarden Umsatzsteuer bitte

BR Online berichtet über einen skurrilen Fall. Eine Kioskbesitzerin aus München erhielt einen Umsatzsteuerbescheid von über 2 Milliarden Euro. Die Beamten weigerten sich zunächst den Bescheid zu korrigieren. Also schaltete die Frau einen Anwalt ein. Er hatte Erfolg und wollte laut BRAGO 2,5 Millionen Euro Gebühren. Jetzt streitet man sich vor Gericht. :-)

Diskussion über den Bundestrojaner

Christian ‘strcat’ Schneider hat sich auf eine Diskussion über den Bundestrojaner eingelassen. Sein Diskutant war ein Befürworter des Bundestrojaners und als strcat die diversen Möglichkeiten der Terroristen aufzeigte, enden die Diskussion mit Das ist mir jetzt zu bloed. Mit dir kann man einfach nicht normal diskutieren!. Dabei wollte der andere wahrscheinlich nur hören, was für eine coole Idee Onlinedurchsuchungen sind. :-)

Speicherzeiten bei Suchmaschinen

Google wird immer wieder gern kritisiert und bietet auch reichlich Gelegenheit dafür. So ist es u.a. fraglich, warum Daten zu Benutzern (IP-Adressen etc.) und die gesuchten Begriffe immer noch zwei Jahre speichert. Die Suchmaschine Ixquick wirbt recht aggressiv damit, die Nutzerdaten bereits innerhalb von 48 Stunden zu löschen. Nun will offensichtlich auch Ask.com nachziehen. Laut Computerhilfen und CIO-Weblog will die Suchmaschine demnächst eine anonymisierte Suche anbieten. Dieses kleine Programm soll das Speichern der Daten verhindern. Wenn sich jetzt alle gegenseitig um den Datenschutz Konkurrenz machen, kann doch eigentlich nur der Nutzer gewinnen. ;-)

Doodle -- leicht gemeinsame Termine finden

Wer kennt nicht das Problem: Man will sich in einer Gruppe auf einen Termin für eine Besprechung, Feier etc. einigen, aber an einem Tag kann der eine nicht, am andern Tag kann der andere nicht usw. Meist ist es schwer, alle unter einen Hut zu bekommen. Doch kürzlich entdeckte ich Doodle. Bei diesem Dienst kann man eine Umfrage erstellen und jeder trägt dann ein, wann er Zeit hat. Das Ganze ist einfach und übersichtlich. Schaut euch mal die Beispielumfrage an. Ich finde die Seite sehr nützlich und sie hat mir bei der Terminabstimmung bisher gute Dienste erwiesen.

Woran du merkst, dass dein Kind am Rechner war

Florian mag es momentan sehr gern zu meinem Rechner zu laufen und auf der Tastatur rumzuklimpern. Insbesondere muss es auch meine Tastatur sein. Ich habe ihm schon eine von einem Mac oder eine abgehalfterte Cherry angeboten. Die verschmäht er. Heute bekam ich von logcheck eine E-Mail:

Jul 20 17:16:30 qbiathome kernel: atkbd.c: Unknown key pressed (translated set 2, code 0x94 on isa0060/serio0).
Jul 20 17:16:30 qbiathome kernel: atkbd.c: Use ‘setkeycodes e014 <keycode>’ to make it known.
Jul 20 17:16:30 qbiathome kernel: atkbd.c: Unknown key released (translated set 2, code 0x94 on isa0060/serio0).
Jul 20 17:16:30 qbiathome kernel: atkbd.c: Use ‘setkeycodes e014 <keycode>’ to make it known.

Na da war doch alles klar. ;-) Aber wenn es ihm Spass macht.

Auf Wiedersehen, Anonymizer.com

Wie schon Kai ist es auch meiner Aufmerksamkeit entgangen, dass das Webinterface Anonymizer.com sein Angebot eingestellt hat. Nach Angaben des SysAdmins bestand das aus Apachemodulen. Diese Module liessen sich mit den aktuellen Versionen immer schlechter kompilieren und verursachten wohl eine Menge Arbeit. Außerdem hatte der Dienst wohl zu wenig Abonnenten und war daher nicht mehr tragfähig. Lance Cottrell, der Gründer der Firma, schrieb dazu:

We are in no way downsizing our services. There were so few active users of our Private Surfing service, compared to our other services; it made no sense to try to keep a broken product limping along.

Aus nostalgischen Gründen finde ich es schade, dass der Dienst eingestellt wird. Aber es existieren schon längere Zeit bessere Alternativen.

Tor in restriktiven Umgebungen nutzen

Seit einiger Zeit wird Tor von diversen Institutionen geblockt. Das betrifft nicht nur China und Düsseldorf, sondern auch Firmen und Universitäten. Die zugrundeliegende Software schaut entweder im Datenstrom nach einem String tor oder es werden gleich Zugriffe auf die Verzeichnisserver und zu den Onionroutern gesperrt. Unter anderem erlebte Mika sowas vor kurzem. Den Entwicklern von Tor ist das natürlich bekannt und sie haben bereits im letzten Jahr einen Designentwurf für ein System vorgestellt, welches gegen derartige Angriffe sicherer sein soll. Ein Teil der Vorschläge ist in der aktuellen alpha-Version eingebaut. Falls du also auch Probleme hast, dich mit dem Tornetzwerk zu verbinden, könnte es sinnvoll sein, die Version zu testen. Wenn du die installiert hast, musst du in der torrc die Werte TunnelDirConns und PreferTunneledDirConns auf 1 setzen. Tor versucht dann, die Verzeichnisinformationen über eine verschlüsselte Verbindung herunterzuladen. In einigen Fällen funktioniert dieses. Falls die Abwehrmaßnahmen von seiten der Institution stärker sind, musst du wohl warten, bis auch die anderen Vorschläge in den Code eingeflossen sind. Auf jeden Fall ist das ein guter Ansatz, verschiedene Blockierungen zu umgehen und trotzdem Tor nutzen zu können.

Rechtsanwälte und ihre Namensschilder

Heute morgen bin ich gegen 9:00 Uhr in die Stadt gegangen. Unterwegs lief ich an einem Rechtsanwaltsbüro vorbei. Dort schraubten der Handwerker und der Rechtsanwalt ein neues Namensschild an die Wand. Als ich dann zehn Stunden später wieder das Büro kreuzte, stand der Anwalt immer noch (oder schon wieder?) da und schraubte an dem Schild rum. Ich bin ja gespannt, ob ich ihn morgen früh wieder treffe und was das Schild macht. ;-)

Ein ehrliches Angebot bitte

Derzeit bin ich dabei, verschiedene Angebote für einen Rootserver zu evaluieren. Neben diversen Anforderungen ist ein Knackpunkt der monatliche Traffic von ein paar Terabyte. Verschiedene Firmen werben mit unbegrenztem Traffic. Das wäre natürlich für diesen Fall optimal. Da ich aber bei derartigen Sachen immer etwas misstrauisch bin, habe ich bei den diversen Firmen angefragt. Die Antwort war immer gleich: Sowas geht bei uns nicht. Ich persönlich finde dies doch recht ärgerlich. Liebe Firmen, wenn ihr (verständlicherweise) Restriktionen habt, dann schreibt diese doch auch mit in die Angebote. Ein Angebot mit unbegrenztem Traffic, welcher eine Obergrenze hat, ist sinnfrei.

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