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Spies among us

Cover des Buches

Im Rahmen eines Vortrages wurde das Buch Spies among us von Ira Winkler empfohlen. Da die Empfehlung überzeugend klang, kaufte ich das Buch. Nachdem ich es erhalten hatte, blätterte ich ein wenig im Buch rum. Es machte auf den ersten Blick einen interessanten Eindruck. Daher stellte ich es nicht in den Schrank zum Späterlesen, sondern nahm es mir gleich vor.

Der genaue Titel heißt Spies Among Us: How to Stop the Spies, Terrorists, Hackers, and Criminals You Don’t Even Know You Encounter Every Day, was zunächst recht reißerisch klingt. Jedoch geht Winkler im Buch recht klar und analytisch vor, ohne irgendwelche Ängste zu schüren. Das Buch ist in drei Kapitel geteilt.

Das erste Kapitel geht in mehr als hundert Seiten auf Spionagekonzepte ein. Dabei heißt Spionage nicht unbedingt nur CIA, KGB und BND schnüffeln, sondern genausogut können das Mitbewerber, Freunde etc. sein. Wer der Spion ist, ist eben abhängig vom Kontext. Winkler beschreibt, welche Schäden angerichtet werden können, welche Mittel hierfür gut sind, wer die Angreifer sind. Dieses Kapitel bietet ein sehr gutes theoretisches Fundament. Gerade unerfahrene Leser lernen viel Detailwissen. Personen, die sich bereits professionell mit irgendwie gearteter Sicherheit auseinandersetzen, lernen in dem Kapitel jedoch nichts wesentlich neues. Ich empfand den Teil des Buches als eine gute Zusammenfassung der Theorie und gerade im Abschnitt zu den Geheimdiensten lernte ich doch einiges neues hinzu.

Im zweiten Kapitel stellt Winkler auf etwa 70 Seiten sechs verschiedene Fälle vor. Die meisten hat er während seiner Arbeit als Security Consultant so erlebt. Am Anfang eines jeden Falles steht eine Beschreibung. Diese wird dann eingehend analysiert und der Autor acht Vorschläge zur Verbesserung. Einer der beschriebenen Fälle kam mir dabei seltsam bekannt vor:

Ich fahre desöfteren auf der A4 an Gera vorbei. Direkt an der Autobahn stehen große Öltanks. Ich habe mich schon immer gefragt, warum man als Terrorist nicht einfach so einen Tank sprengt. Kollegen von Winkler sollten genau dies im Auftrag eines Flughafens virtuell machen. Der Sinn dabei ist, mögliche Schwachstellen zu identifizieren und später auszuschalten. Besonders überraschend fand ich die beschriebenen Schäden: Im betreffenden Tank waren etwa 90 Millionen Liter Treibstoff. Diese würden nach den Angaben ausreichen, um alles im Umkreis von zehn Kilometern zu zerstören. Der Auftrag im Buch war den Tank lokal (hinfahren, Bombe dran) zu sprengen. Wie auch bei anderen Bespielen ging das erschreckend einfach. Nach einem halben Tag Recherche war man soweit. Der eigentliche Angriff dauerte nur wenige Minuten. Soviel zur Kontrolle von Flüssigkeiten und sonstigen Mitbringseln an Flughäfen.

Die Fallstudien fand ich am interessantesten. Denn für Seminare eignen sich solche gut, um diverse Beispiele zu illustrieren.

Das dritte Kapitel widmet sich Gegenmaßnahmen. Winkler vertritt hier auch die Ansicht, dass man als Firma keine All-in-One-Snake-Oil-Lösung braucht, sondern vielmehr sollte man einfach das Gehirn einschalten. Er empfiehlt mehrfach sehr simple und effektive Lösungen, die vergleichsweise wenig Geld kosten. Beispielsweise ruft ein Angreifer oft als die “IT-Abteilung” beim Mitarbeiter an und fragt nach dem Passwort. In vielen Fällen gibt der Mitarbeiter bereitwillig das Passwort preis. Hier schlägt Winkler vor, dass der Mitarbeiter einfach zurückruft und vorher die Nummer im Telefonbuch nachschlägt. Das Kapitel ist eine gute Abrundung des Buches.

Insgesamt ist das Buch eine gute Mischung zwischen Theorie und Praxis. Winkler hat als Ex-Mitarbeiter der NSA und jetziger Security Consultant ein umfangreiches Wissen im Bereich der Spionage. Der Leser kann durch das Buch sehr gut von diesem Fachwissen profitieren.

Endlich Urlaub

Wenn ihr der Artikel im Blog erscheint, bin ich gerade mit Heidi und Florian auf dem Weg in den wohlverdienten Urlaub. Dieses Jahr war, wie eigentlich auch die anderen Jahre, von Arbeit und Studium geprägt. Das heißt tagsüber in die Uni gehen, lernen, Hausaufgaben machen, später dann Seminare vorbereiten, an Servern rumwerkeln etc. Dazu kam in diesem Jahr noch mein Buch “Anonym im Netz”.

Ich habe praktisch von Juli bis Oktober nichts anderes gemacht als zu schreiben bzw. über die Ausgestaltung der Kapitel nachzudenken. Das Niederschreiben der Gedanken ist wirklich harte Arbeit. In der Regel schaffte ich so um die zwei Seiten pro Tag. Zu besten Zeiten waren es mal fünf oder sechs. Danach fühlte ich mich auch total ausgelaugt. Ähnlich geht es mir nach einer Woche Seminar. Da ist man dann körperlich und geistig auch ziemlich fertig.

Kaum war die Arbeit am Buch bekam Florian Zähne, was für uns eine recht schlaflose Zeit und für mich fehlende Erholung bedeutete. Danach begann die Uni wieder. Alles in allem brauche ich jetzt mal ein wenig Erholung. Daher beschlossen wir, Weihnachten auswärts zu feiern. Dies gibt mir auch die Möglichkeit, Florian mal mehr als zwei Stunden am Tag zu sehen und mich mit ihm zu beschäftigen.

Nach unserem Urlaub muss ich mir noch ein paar Gedanken zu meinem Vortrag beim 24C3 machen, um dann in Richtung Berlin aufzubrechen. Leider kann ich nicht den kompletten Kongress genießen, sondern komme später an, um eher wieder abzureisen. ;-) Denn zu Silvester gibt es gleich nochmal Urlaub (den zweiten in diesem Jahr). Wir werden in eine Jugendherberge fahren und dort mit einigen Freunden ins neue Jahr hineinfeiern.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich wünsche euch allen ein paar geruhsame Weihnachtsfeiertage und auch einen guten Start in das neue Jahr. Gleichzeitig würde ich mich freuen, den einen oder anderen beim 24C3 zu treffen.

Falschschreibung

Ich bin es ja fast gewohnt, dass man meinen Familiennamen gern falsch schreibt. So habe ich schon von Cubieziel, Kubiziel, Kubitzel etc. gelesen. Vor Erscheinen meines Buches Anonym im Netz fand ich bei diversen Shops den falsch geschriebenen Namen und auch eine Suche bei Google ergibt heute noch einige Treffer. Bisher nahm ich an, dass die Daten elektronisch vom Verlag an die Buchhändler gegeben werden. Doch offensichtlich hat jeder Buchhändler einen eigenen Praktikanten, der die Daten einpflegt. :-)

Semesterbeginn

Das neue Semester hat begonnen. Diverse Zitate aus der ersten Woche zeugten bereits davon. Ich habe mich für vier Vorlesungen in diesem Semester entschieden:

Algebra I
Nichtmathematiker meinen hier immer, dass sei ja eine Erstsemestervorlesung und fragen sich/mich, warum ich die denn jetzt erst höre. Sie verwechseln das mit linearer Algebra (und analytischer Geometrie), die man in der Tat im ersten Semester hört. In Algebra geht es im wesentlichen um die Galoistheorie , d.h. um die Lösung von Polynomen. Ich halte es für wichtig, die Vorlesung zu besuchen, da hier Grundlagen für weitere Algebrafächer gelegt werden und später das Verständnis sicher erleichtern. Momentan halten wir uns bei der Gruppentheorie auf. Das wurde bereits in den Vorlesungen zu linearer Algebra recht vertiefend erklärt, so dass das eher Wiederholung ist.
Algorithmik
Algorithmik ist die zweite Basisvorlesung. Sie stammt aus dem Bereich der theoretischen Informatik und behandelt den Entwurf und Analyse von Algorithmen.
Brownsche Bewegung
Die Brownsche Bewegung (auch Wiener Prozess genannt) kennt wahrscheinlich jeder. Man legt kleine Teilchen in eine Flüssigkeit und diese tanzen dann wild umher. Albert Einstein hat dann später ein mathematisches Modell für diese Bewegung entwickelt. Das Integral sieht wirklich furchterregend aus. :-) Heutzutage wird die Brownsche Bewegung für die Theorie von zufälligen Prozessen verwendet.
Darstellungstheorie
Dies ist wieder eine algebraische Vorlesung. Der Artikel in der Wikipedia schreibt: Die Grundidee ist, die Elemente einer Gruppe durch Transformationen bestimmter mathematischer Gegenstände darzustellen. Die mathematischen Gegenstände sind in dem Fall Matrizen. Eine Besonderheit der Vorlesung ist, dass sie in englisch gehalten wird. Das verursachte bei mir unerwarteteterweise anfangs Probleme. Denn ich bin es nicht gewohnt, englisch zu schreiben und zu denken. Da der Professor auch ziemlich schnell schreibt, kam ich zuerst nicht mit. Bis ich auf die Idee kam, die Vorlesung simultan zu übersetzen und auf deutsch mitzuschreiben. Damit kam ich dann wieder mit Mitschreiben und -denken mit. ;-)

Es ist da!

Cover des Buches

Endlich, nach langem Warten ist es eingetroffen. Am Freitag begrüßte mich ein großes Paket. Darin enthalten waren die Autorenexemplare meines Buches Anonym im Netz. Es fühlt sich schon gut an, endlich das Buch in Papierform in der Hand zu halten. Um zu sehen, dass es wirklich kein Traum ist ;-), bin ich heute nochmal in den Buchladen in der Stadt gelaufen. In der Rubrik Internet war es auch dort zu finden. Ich glaube, ich muss morgen nochmal hingehen und das fotografieren. :-)

So genug geschrieben. Ich ziehe mich zurück und lese ...

Dinge, die man nicht im Halbschlaf machen sollte

Gestern war ein ziemlich langer Tag. Ich stand gegen um zwei Uhr morgens auf und war den Tag über reichlich beschäftigt. Als ich dann am Abend genügend Müdigkeit angesammelt hatte, kam ich auf die glorreiche Idee, die Inhalte einer mbox-Datei nach /var/mail/jens zu kopieren. Direkt nachdem ich echo /foo/bar/baz > /var/mail/jens eingegeben hatte, fiel mir auf, dass das doch eine sehr blöde Idee war ... :-(

Spamaufkommen

Spamaufkommen in den letzten drei Jahren

Hin und wieder schreibe ich was zum Spamaufkommen. Seit einiger Zeit fiel mir auf, dass ich wesentlich weniger Spam bekomme. Bis August lag das tägliche Aufkommen zwischen 600 und 1.000 E-Mails pro Tag. Seitdem ist die Rate auf ca. 100 pro Tag gefallen. Das war natürlich irgendwie komisch. Zuerst dachte ich, dass vielleicht irgendwas am Mailsetup kaputt ist. Doch nachdem ich alles geprüft hatte, blieb nur noch der Provider als “Schuldiger”. Auf eine Nachfrage wurde in der Tat bestätigt, dass sie eigene Schutzmechanismen eingebaut haben. Diese prüfen und sperren im wesentlichen die Hostnamen und Adressen ohne DNS-Auflösung. Tja und das bewirkt hier offensichtlich Wunder. :-)

Ich bin mal gespannt, ob in drei Jahren wieder das alte Niveau erreicth wurde. Die obige Grafik zeigt in etwa den Verlauf der einkommenden Spammails seit 2004 an. Dort sieht man auch recht eindrucksvoll den Einbruch, der durch die neuen Maßnahmen bedingt ist.

Spass mit Autokäufern ...

Seitenansicht des Opel Omega

Bei der letzten Hauptuntersuchung sah der Mann vom TÜV an unserem Auto mehr Rost als Metall. Also standen wir vor der Wahl, das Auto reparieren zu lassen oder abzustoßen. Nach dem Angebot der Werkstatt reduzierte sich die Wahl auf den Verkauf des Autos. ;-) Ein Bekannter meinte, dass seine Werkstatt Kontakt zu Verkäufern hat, die in der Regel gut zahlen. Also stellten wir unser Auto dort ab und vereinbarten mit dem Meister, dass er uns benachrichtigt, wenn er einen Käufer findet. Im Allgemeinen wollte er auch nicht als Vertragspartner auftauchen. Wir vereinbarten einen Preis als Verhandlungsbasis. In der Zwischenzeit meldeten wir nun das Auto ab und warteten.

Vor ein paar Tagen bekam ich dann einen Anruf meines Bekannten, der mir ganz stolz verkündete, dass das Auto verkauft und schon abtransportiert sei. Der Verkaufspreis liegt bei einem Fünftel der ursprünglich vereinbarten Verhandlungsbasis plus einer Flasche Schnaps. Wie ihr euch vorstellen könnt, war da meine Freude richtig groß. Ich habe dann meinem Bekannten deutlich zu verstehen gegeben, dass das zum einen gegen die Absprachen war und das zum anderen der Preis untragbar ist. In den letzten Tagen stellte ich schon mal einen Plan auf, was denn als nächstes zu tun ist, wenn die Werkstatt bzw. der Käufer nicht auf die Forderungen eingeht. So in Rage kommen einem wirklich gute Ideen. >-] Doch zu meiner Enttäuschung erreichte mich dann ein Anruf mit einer großen Entschuldigung und einem Angebot, was leicht unter meinen Vorstellungen lag. Tja, so muss ich mir meine Fiesheiten für was anderes aufheben. ;-)

Handysuche beendet

Nokia 6233

So nachdem mein altes Telefon in Jena verlustig, machte ich mich heute auf die Suche nach einem neuen. Meine erste Idee war, in einem Laden für gebrauchte Handys eines preiswert zu erwerben. Doch die Geräte sahen allesamt so aus, als wäre da mal jemand mit der Feile drüber gegangen und kosteten mir verhältnismäßig zuviel. Bei Ebay hatte ich vorher nichts rechtes gefunden und außerdem habe ich früher da schon schlechte Erfahrungen mit Handykäufen gemacht. Also blieb nur noch der Kauf eines neuen Handys. Ein neues Handy ist zwar deutlich teurer als ein gebrauchtes. Aber ich brauche eh bald einen neuen Vertrag. Also, war meine Überlegung, vielleicht springt so ein günstiges Handy raus.

In der Vorauswahl waren die Geräte Nokia 6233, 6300 und diverse E/N-Modelle. Die letzteren erwiesen sich schnell als zu teuer für meine Ansprüche. Also blieben noch das 6233 und das 6300. Der Funktionsumfang bei beiden Geräten war aus meiner Sicht in etwa identisch. Zum Nokia 6300 hörte ich, dass es da einige Probleme mit dem Akku gibt. Also konzentrierte ich die Suche auf das 6233. Die Preise schwankten zwischen 200 und 240 Euro. Der günstigste Preis wurde vom O2 geboten. Dort wollte ich eh den Vertrag verlängern. Also ein wenig verhandelt und siehe da, wir einigten uns auf 165 Euro und Verlängerung meines Vertrags.

Jetzt muss ich nur noch alle meine Telefonnummern wieder sammeln ... Das wird der schwerste Akt. Denn ich hatte alle Nummern ausschließlich im verlorenen Telefon gespeichert. :-(

Mein erstes Mal

Gestern hatte ich mein erstes Mal. Ich war zum Elternabend. Florian geht seit einigen Tagen in den Billy, einen bilingualen Kindergarten. Dort waren nun alle Eltern eingeladen. Für mich war das schon ein komisches Gefühl. Vor kurzem (naja, eher vor langem ;-)) sind noch meine Eltern zum Elternabend gegangen. Jetzt machte ich mich selbst dahin auf den Weg. Das war schon ein eigenartiges Gefühl.

In der Veranstaltung wurde über das neue Konzept der Einrichtung gesprochen, das Personal vorgestellt und schließlich ein neuer Elternbeirat gewählt. Hierzu habe ich mich auch von den Erzieherinnen mit breitschlagen lassen und wurde dann in der Tat auch noch gewählt. Tja, jetzt werde ich mich mal in den Thüringer Bildungsplan einlesen. Denn der Plan des Kindergartens ist stark daran ausgerichtet. Nächste Woche ist dann konstituierende Sitzung. Dann werde ich Neues zu der neuen Aufgabe erfahren. Ich bin gespannt, wie das so wird. Eventuell berichte ich von meinen Erfahrungen.

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