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Sprachloses Staunen

Heute morgen kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Florian erzählte zunächst ein wenig vor sich hin. Dann schaute er mich an und fing an zu zählen: Eins, wei, rei, vie, fünf, hechs, hiebn, acht, neun, zehn. Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen. Später wiederholte er das nochmal bei meiner Frau. Für ein Alter von etwas mehr als zwei Jahren finde ich das eine erstaunliche Leistung und frage mich, wo er das gelernt hat.

Ihre Kriminalpolizei bittet um Mithilfe

Gestern wollte ich hier noch ein Posting verfassen, dass mit den Worten: Hoffentlich klingelt morgen früh nicht die Polizei an meiner Tür und kommt zur Durchsuchung. enden sollte. Aber es klingelte niemand und ich konnte in Ruhe mein Brötchen zum Morgen genießen. Was war passiert?

An dem Nachmittag hatte ich eine Rückrufbitte auf meinem Schreibtisch liegen. Ein Beamter der Kriminalpolizei wollte mich sprechen. Solche Nachrichten lassen natürlich den Puls erstmal hochschnellen. Was können die wollen? Was habe ich verbrochen? Nach kurzem Nachdenken wurde mir jedoch klar, worum es sich handeln könnte. Die Vermutung wurde dann auch im Gespräch bestätigt.

Neben Tor-Servern betreibe ich auch einen Mixmaster-Remailer. Der anonymisiert E-Mails. Wie auch bei Tor ist es natürlich möglich, dass dieser missbraucht wieder. Hin und wieder bekomme ich davon auch etwas mit, wie in diesem Fall. Jemand hat über den Dienst eine Drohmail verschickt. Jetzt versuchten die Beamten der Kriminalpolizei den Täter zu ermitteln. Da der Remailer als Absender stand, kamen sie auf mich.

Im Gespräch war von Anfang an klar, dass ich hier Zeugenfunktion hatte. Sie dachten, dass ich eine Art Proxy betreibe und so den Verursacher herausfinden kann. Daher kam auch die Forderung, anhand meiner Logs den Absender zu suchen. Ich erklärte daraufhin grob die Funktionsweise des Dienstes und verwies als kurze Informationsquelle auf den Artikel in der Wikipedia. Als ich dann noch erwähnte, dass ich nicht logge, war ein Grummeln am anderen Ende der Leitung zu hören. ;-) Aber flugs kam der Vorschlag, doch einen Abzug des RAM zu machen. Zu meinem Bedauern musste ich auch das Verneinen. Denn in dem Falle habe ich keinen Zugriff darauf. Damit war das Gespräch im wesentlichen beendet, denn weitere Ansätze auf meiner Seite gab es nicht.

Derartige “Kontakte” bringen mich immer wieder ins Nachdenken. Wo zieht man die Grenze zu “zuviel Missbrauch”? An welchem Punkt treffe ich die Entscheidung, den Anonymisierungsdienst abzuschalten? Leider ist es halt so, dass man (meist in unangenehmer Weise) vom Missbrauch erfährt, aber so gut wie nie von den positiven Seiten. Also die Antwort auf die Frage, wem hat der Dienst wirklich genützt und geschützt. Das liegt halt in der Natur der Sache.

Fahrbericht vom Chrysler 300

Kürzlich musste ich relativ schnell zu einem Termin. Da der Zug als Verkehrsmittel ausfiel, lieh ich mir einen Wagen. Die Entfernung zum Ziel war kurz, also wählte ich die kleinste Wagenklasse. Als ich zur Mietstation kam, begrüßte man mich schon mit den Worten: “Sie haben das kleinste Auto gemietet und bekommen eines der größten.” :-) Eines der größten war ein Chrysler 300 CRD. :-)

Frontansicht des Chrysler

Von außen sieht der Wagen sehr bullig aus. Innen erwartet den Fahrer Retro-Design. Die Anzeigen sehen aus, wie bei Fahrzeugen aus den 70er Jahren. Leider passte das Navigationssystem nicht zu diesem Design. Denn dies entsprach vom Aussehen den üblichen modernen Geräten. Das Display befindet sich auf Höhe des Schalthebels und liegt aus meiner Sicht zu tief. Der Blick wird zu lange vom Geschehen auf der Straße abgelenkt. Da sind die BMWs vorbildlich. Das Navigationsgerät ist in Höhe der Blickrichtung und man muss nur ein wenig nach rechts schauen, um sich zu orientieren.

Das Navigationsgerät war ein Touchscreen. Im Vergleich zu den meisten anderen Systemen, die ich kenne, liessen sich die Orte hier sehr schnell eingeben. Mir fiel auch auf, dass die verbleibenden Buchstaben¹ recht schnell angezeigt wurden. Die Berechnung der eigentlichen Route erfolgte in ähnlicher Geschwindigkeit, wie bei anderen Systemen. Jedoch wurde eine andere Route als bei anderen als schnellste Verbindung angezeigt. Nach meinem Gefühl war das jedoch eher eine langsamere als die Alternative.

¹: Es gibt beispielsweise die Straßen Havelstraße und Hauptstraße. Nach der Eingabe des “H” werden nur das “p” und das “v” als Auswahl angeboten.

Neue Hardware

Der Titel verrät es. Ich habe neue Hardware und zwar für meinen Rechner. Mal wieder kündigte eine Festplatte ihren Tod an und nach kurzem Überlegen entschloss ich mich zu einem Upgrade.

Festplatten sind in meinem Rechner permanent ausfallgefährdet. Deren Lebenszeit liegt bei unter einem Jahr und das, obwohl ich diese nicht besonders beanspruche. Hier liegen momentan zwei kaputte Western Digital, eine Hitachi und eine Seagate (eher “Siegehtnicht”) sowie noch eine, bei der ich wegen des Herstellers nicht mehr sicher bin. Alles sind IDE-Platten. Jetzt steckt eine Hitachi SATA-Platte im Rechner. Ich bin gespannt, wie lange die halten wird.

Neben der Festplatte habe ich mir ein GB mehr RAM gegönnt und vor allem die CPU auf einen neuen Stand gebracht. Vorher war hier ein 1 GHz Athlon am Werkeln. Jetzt versucht sich ein Athlon64 Dual Core. Momentan bin ich noch dabei, Backups einzuspielen, Daten neu zu strukturieren und auch einige neue Software einzustellen. Daher habe ich noch nicht alles austesten können. Jedoch fühlt sich der Rechner wirklich schneller an.

Montage des Ruby Orb

Eine Herausforderung war die Montage des Lüfters. Die CPU sollte durch einen Thermaltake Ruby Orb gekühlt werden. Laut der Spezifikation versprach der Lüfter leise zu sein und dabei viel Luft durchzupusten. Als ich ihn dann in der Hand hielt, staunte ich nicht schlecht. Von der Größe her, sah es so aus, als ob man eher einen Hubschrauber antreiben kann. ;-) Zum Einbau werden zwei Schellen in das Motherboard geschraubt. Darauf kommt dann der Lüfter. Die Schrauben am Lüfter, die auf die Schellen geschraubt werden, sind mit relativ starken Federn versehen. Da der Lüfter zusätzlich auf der mit Wärmeleitpaste versehenen CPU hin- und herrutscht, ist es sehr schwer, die Löcher zu treffen. Wenn ihr das Teil in eure Rechner verbauen wollt, empfehle ich, das zu zweit zu machen. Ich hätte mir einen dritten Arm oder eine helfende Hand gewünscht.

Nach dem Anschalten fängt der Lüfter an, rot zu leuchten. Für Case-Modder ist der wohl auch geeignet. Und er ist ist wirklich leise. Mein Rechner läuft seit einiger Zeit mit einer Load von mehr als vier und beide CPU-Kerne sind beschäftigt. Vom Lüfter ist dennoch kaum etwas zu hören.

Momentan bin ich mit der Wahl der Hardware also recht zufrieden und hoffe, dass diese (inklusive der Festplatte) mich wieder ein paar Jahre aushält.

Flecke kosten

Erinnert ihr euch noch an eure Kindheit? Was habt ihr da gern und was nicht so gern gegessen? Eine Speise, die definitiv auf der Liste der wenig gemochten stand, sind Flecke, auch Kutteln genannt. Bei unseren Reisen kamen wir auch bei einem Bauernmarkt vorbei. Dort gab es neben vielen anderen Leckereien auch schon vorbereitete Flecke. Da wir vergessen hatten, warum wir die Speise nicht mochten, beschlossen wir also ein Glas mitzunehmen und zu kosten. Heute war der große Tag.

Bereits beim Aufwärmen fiel auf, dass die Speise einen stark süß-sauren Geruch verbreitete. Als das Gericht dann fertig auf dem Teller war und ich den ersten Löffel zu mir nahm, wurde mir klar, dass das nichts für mich ist. Ich hatte den Eindruck, dass durch das süß-saure der Eigengeschmack des Pansen verdrängt werden soll. Da es uns beiden nicht schmeckte, kamen wir auf die Idee, Wohrtschestersoße (in Fachkreisen auch Wustersoße genannt) einzusetzen. Die verschlimmerte den Geschmack eher noch. Nach wenigen Löffeln gab ich auf, Heidi kurze Zeit später. Der Geschmack verbreitete noch einen längeren Zeitraum ein unangenehmes Gefühl.

Nach der Erfahrung haben Flecke wieder einen Spitzenplatz in der Liste der Speisen, die ich nicht freiwillig essen möchte, ergattert. *brrr*

Ich identicae

Nachdem ich schon eine Weile schnattere und Twitter zuviele Probleme macht, bin ich heute auf einen anderen Zug aufgesprungen. Vor einiger Zeit wurde ich auf den kanadischen Dienst Identi.ca aufmerksam. Dieser bietet dieselbe Dienstleistung wie Twitter. Der Unterschied hier ist jedoch, dass auf Open-Source-Software gesetzt wird und, was mir wichtig ist, dass man Updates via Jabber senden kann. Allgemein sehe ich gute Chancen, dass viele Entwickler den Dienst erweitern und gute Zusatzfunktionen einbauen.

Der Artikel bei Heise hat mich heute wieder erinnert und nun bin ich unter dem Namen qbi vertreten. Wer mir folgen will, ist herzlich willkommen. ;-)

Kein Audi TT -- und ich war so nah dran ...

Ich bereite gerade die Abreise zur PETS vor. Unter anderem brauche ich ein Auto. Bei der Autovermietung angekommen, zeigte ich meine Reservierung vor. Der Mitarbeiter überlegte, welches Auto er mir geben könnte und fragte, ob ein Audi TT in Ordnung wäre. Gefahren hätte ich den gern. Aber ich habe Gepäck und Mitfahrer dabei. Also musste ich schweren Herzens Nein sagen. :-(

Tröstlich ist, dass ich den Audi TT bereits gefahren bin. Damals fuhr ich überwiegend auf unebenen Strecken und da der Wagen extrem hart gefedert ist, war das kein Vergnügen. Aber jetzt hätte ich ein paar hundert Kilometer Autobahn vor mir. Ich bin sicher, dass wäre ein Spass geworden. ;-)

Schrittzähler

Wie viele Schritte mache ich pro Tag und welche Distanz ist das? Diese Fragen beschäftigten mich immer mal wieder. Aber ohne Messgerät lässt sich da wenig machen. In einem Produkt, was ich häufiger kaufe, lag vor kurzem ein Schrittzähler bei. Eine gute Gelegenheit, obige Fragen zu klären.

Ich trage den Zähler seit einigen Tagen und bin überrascht. Selbst an “lahmen” Tagen liege ich bei weit mehr als 10 000 Schritten. Meist waren es sogar mehr als 13 000 Schritte. Diverse Seiten gehen davon aus, dass der Durchschnittsbürger um die 5 000 Schritte macht und dass das Doppelte anzustreben ist.

Man könnte natürlich argumentieren, dass das Gerät falsche Werte misst. Eine der hauptsächlichen Fehlerquellen sind Busfahrten. Wenn ich stehe, wird jeder Wackler als Schritt gezählt. Dagegen hilft, sich hinzusetzen. Dann gibt es keine negativen Auswirkungen. Weitere mögliche Fehlerquellen sind mir bislang nicht aufgefallen. Insofern liegt der geschätzte Fehler bei unter vier Prozent.

Insgesamt laufe ich mehr als ich dachte. Ich ging immer davon aus, mich eher wenig zu bewegen. Umso mehr überrascht mich das Ergebnis. Bei genauerer Überlegung fallen mir jedoch gleich drei Strecken über einem Kilometer ein, die ich täglich laufe. Allein dadurch kommt schon das Minimum zusammen. Der Rest entsteht durch kleinere Strecken.

Der Schrittzähler bleibt noch eine Weile mein Begleiter. :-)

Artikel in der OTZ

Seit der Veröffentlichung meines Buches “Anonym im Netz” erreichen mich immer mal wieder Interviewanfragen. So auch von der Ostthüringer Zeitung. Diese Zeitung wird hier in Ostthüringen verlegt. Das Interview erschien in der Printausgabe und sollte es auch online geben. (Momentan funktioniert das leider nicht.) Ich erzähle darin vom aktuellen Stand der Vorratsdatenspeicherung, nehme Bezug auf den Telekom-Fall und spreche natürlich auch auf das Buch. Unerwarteterweise bekomme ich darauf eine enorme Resonanz. Mich sprechen nahezu jeden Tag Menschen an, teilen mir mit, dass sie den Artikel gelesen haben und dass sie das gut finden. Ich hoffe natürlich, dass sie sich auch das Buch kaufen. ;-)

Bisher fand ich es merkwürdig, dass es nahezu keinerlei Reaktion auf die Artikel gab. Umso mehr bin ich jetzt überrascht, dass es soviel Rückmeldung gibt. Offensichtlich habe ich lokale Zeitungen in ihrer Wirkung unterschätzt.

Vorlesungsausfall

Gerade eben ist meine Vorlesung zu Funktionentheorie ausgefallen. So sitze ich im Cafe und arbeite hier das Skript nach. Momentan gibt es da einige Lücken, die gefüllt werden wollen. Potenzreihenentwicklung, analytische Funktionen, Zweige des komplexen Logarithmus und dazwischen ein Kaffee. So stelle ich mir das Studentenleben vor. :-)

Algebra-Klausur

Gestern hatte ich eine Klausur in Algebra. Diese lief recht gut. Jedoch gab es eine Aufgabe, für die ich absolut keine Idee hatte. Ich habe daran recht lange überlegt und, wie ich hinterher feststellte, gingen meine Gedanken in eine komplett falsche Richtung.

Wieviele der 2008 komplexen Zahlen z mit z^2008 = 1 haben genau die Ordnung 2008?

Im Grunde wollten die Prüfer die Anzahl der primitiven 2008-ten Einheitswurzeln wissen. Diese lässt sich mittels der Eulerschen φ-Funktion einfach berechnen:

Lösung 1000

So verschenkt man mal eben zwei Punkte. Aber wenn meine Berechnungen stimmen, habe ich 25 von 23 Punkten. Also sehe ich da mal großzügig über den Lapsus hinweg. :-)

Schnattern

Ich schnattere.

Momentan hat ja jeder und sein Hund einen Account bei Twitter und kann dort so lebensnotwendige Sachen wie Ich popele grad in der Nase. loswerden. Ich will den Hype mal testen. Falls du mein Gezwitscher lesen willst, musst du selbst einen Account dort haben. Denn die Updates sind in meinem Fall nur Mitgliedern sichtbar.

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