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Umzug

Mit dem vergangenen Wochenende wurde nun mein WG-Leben (endgültig) beendet. Von nun an muss ich mich an das Leben in einer “richtigen” Wohnung gewöhnen.

Wir haben dank zahlreichen helfender Hände vorletztes Wochenende die Wohnung mit Möbeln eingeräumt. Obwohl wir nur innerhalb Jenas umzogen, bin ich ca. 500 km gefahren. Denn die Möbel waren an diversen Stellen zwischengelagert und mussten herangeschafft werden. Heidi hat dann die Woche genutzt, um die Wohnung auf Vordermann zu bringen. Am Wochenende schliesslich habe ich die letzten Utensilien aus meinem alten WG-Zimmer beräumt. Von nun an wohnen wir nicht mehr zu Fuße des Landgrafen, sondern zu Fuße der Herrenberge hier in Jena. Inwieweit sich die Berge unterscheiden, werden Erkundungswanderungen an den nächsten Wochenenden zeigen.

Der Umzug selbst lief im wesentlichen ohne Komplikationen ab. Wir hatten alles gut vorbereitet und genügend Freunde waren mit dabei, um uns zu helfen. Einige blieben in Jena und räumten hier das WG-Zimmer aus, andere fuhren mit mir mit und räumten den Transporter ein. So war die Arbeit recht effektiv verteilt und am Abend fühlten sich trotz diverser Schränke, Waschmaschine etc. alle noch fit und wohlbehalten.

Jetzt muss ich noch so Kleinigkeiten wie Strom und Internet organisieren. Dann können wir uns zurücklehnen und die Wohnung richtig genießen. (Bis zum nächsten Umzug ...)

Prüfungsvorbereitung

Das Wintersemester ist nun zu Ende und die Prüfungszeit beginnt. Für mich startet die Saison morgen früh mit elementarer Wahrscheinlichkeitsrechnung. Dies ist wahrscheinlich die einzige Klausur während meines Studiums, wo ich wirklich einen Taschenrechner brauche. Tja, und hier kommt Murphy ins Spiel. Als ich nämlich heute noch ein paar Aufgaben rechnen will, gibt der Rechner prompt den Geist auf. Das kann ja nur ein gutes Omen sein ...

Was ist 09599?

Beim Shopblogger musste ich heute trauriges lesen. Die Postbeamte seines Vertrauens wusste nicht, dass es in Deutschland Postleitzahlen gibt, die mit einer 0 beginnen. Konkret ging es dabei um die 09599, die PLZ meines Heimatgebietes Freiberg/Sa.. Liebe Frau von der Post, wir haben jetzt schon 13 Jahre die neuen Postleitzahlen (Erinnert sich noch jemand an Fünf ist Trümpf mit Post-Rolf?) und langsam sollte es sich doch auch in den hintersten Winkel rumgesprochen haben, wie die Postleitzahlen aussehen (inbesondere bei der Post selbst).

Wer Freiberg/Sa. (noch) nicht kennt, dem empfehle ich, einen Blick auf den Eintrag in der Wikipedia zu werfen bzw. selbst einmal hinzufahren. Aus meiner (subjektiven) Sicht ist Freiberg eine sehr schöne Stadt mit sehr viel Geschichte. Außerdem werdet ihr dort auch die älteste montanwissenschaftliche Universität finden. Die Bergakademie wurde 1765 gegründet und auch heute noch könnt ihr dort studieren. Ich denke, Freiberg und Umgebung ist durchaus ein Besuch wert. Vielleicht sollte die Post mal einen Betriebsausflug dahin machen. ;-)

[22C3] Paranoid

Paranoid ist man, wenn man nach einem Besuch des 22C3 nach Hause kommt und sich wundert, wer im Browser den Proxyport verstellt hat, sich einredet, dass man das nie und nimmer selbst gewesen sein kann und wilde Spekulationen anstellt, wer oder was das gewesen sein könnte. Erst nachdem ich zur Ruhe kam, fiel mir auf, dass das schon immer meine Standardeinstellung war und ich bei anderen Rechnern andere Porteinstellungen habe *grml*

Umzug

Dieses Wochenende stand mal wieder ein Umzug auf dem Plan. Also schwang ich mich in den Transporter und fuhr am Samstag Richtung Konstanz. Die Fahrt selbst war relativ unspektakulär. Man konnte höchstens bei Nürnberg schon einige Fahrzeuge sehen, die mit dem leichten Schneefall nicht mehr zurecht kamen. So hatte sich dann ein Auto bequem auf die Seite gelegt und ein anderes war nach einem Dreher an der Leitplanke zum Stehen gekommen.

In Konstanz war die Wohnung in der fünften Etage auszuräumen. Da die Wohnung keinen Fahrstuhl hat, mussten pro Gang ca. 200 Stufen überwunden werden. Alles in allem legten wir so um die 5.000 Stufen zurück. Das sollte reichen, um mich für diverse Treppenläufe zu qualifizieren. Glücklicherweise waren alle Teile schon zerlegt und so ging das Ganze recht zügig.

Nach getaner Arbeit winkte uns dann als Belohnung ein Besuch in der Destille. Dies ist eine kleine Kneipe am Rande der Altstadt von Konstanz. Die Preise für Essen und Getränke sind sehr moderat. Diverse Nudelgerichte kosten zwischen 3 und 3,50 Euro. So waren wir zunächst am Überlegen, ob wir da nicht lieber eine große Portion für den doppelten Preis nehmen sollten. Glücklicherweise haben wir uns jedoch für die Normalportion entschieden. Diese war schon so groß, dass sie auch hungrige Mäuler gut stopfen kann und letztlich waren diese Portionen schon zuviel für uns. Außerdem war das Essen wirklich sehr lecker. Also falls du jemals in Konstanz sein solltest und eine preiswerte, gute und rustikale Kneipe suchst, solltest du unbedingt die Destille besuchen. Wir suchen ja immer mal nach einer geeigneten Kneipe für die LUG-Treffen. Die Destille wäre aus meiner Sicht da genau die richtige.

Am Sonntag morgen stand dann noch ein Besuch des Konstanzer Weihnachtsmarktes an. Der Markt unterscheidet sich etwas von denen in Sachsen bzw. Thüringen. So gab es nahezu keinerlei Erzgebirgskunst. Dafür afrikanische Schnitzereien und andere nette kleine Spielzeuge. Weiterhin existierte eine Vielzahl unterschiedlicher Freßstände mit einer sehr großen Auswahl an Speisen. Das reichte von den üblichen Verdächtigen wie Bratwurst und Co. über Tiroler Spezialitäten bis hin zu exotischeren Speisen. Vom Konzil aus gibt es eine Webcam, die den Markt zeigt.

Danach schwangen wir uns in die Autos und es ging zurück in Richtung Heimat. Ich durfte dabei den Transporter bewegen und hatte besonderes Glück. Denn am Ortsausgang wurde eine Ampel rot und ich schaffte es mit Müh und Not noch zu bremsen. Die Möbel brachten doch einiges an Gewicht mit. Als ich dann nach der Haltelinie zum Stehen kam, habe ich dann recht freundlich in die Kamera gelächelt. Jetzt bin ich gespannt, ob die Bilder gut geworden sind und was die Entwicklung kostet. :-) (Nach der Aussage eines Mitarbeiters des Ordnungsamtes Leipzig verschickt Leipzig in solchen Fällen keine Bußgeldbescheide, da das Fahrzeug stand. Wie das in Konstanz ist, werde ich in Kürze erfahren.). Die Rückfahrt selbst fand dann komplett im Regen statt. Doch zu unserem Glück hörte es kurz vorm Ziel auf und wir konnten alle Möbel trocken wieder wegräumen. Prompt nachdem wir fertig waren, setzte dann der Regen wieder ein. Das nenne ich wirklich Glück.

Jetzt werden die Möbel voraussichtlich ein Viertel Jahr unbenutzt auf einem Dachboden stehen und dann kann ich wieder den nächsten Umzugsreport schreiben ...

Kettenbriefe

Meine Meinung zu Kettenbriefen ist sollte keines weiteren Kommentars bedürfen. Offensichtlich hält das ab und an nicht Leute davon ab, mir welche zuzusenden. Zählt das eigentlich schon als Spam? :-)

Als ich heute wieder mal eine derartige E-Mail erhielt, wunderte ich mich beim Durchlesen doch sehr:

CONSTANTIN, HAT DIE 1. MAIL IM JAHR 1953 ERHALTEN, ER BEAUFTRAGTE SEINEN SEKRETÄR, 20 KOPIEN DAVON ZU MACHEN.

Wie bitte? Constantin hatte 1953 schon E-Mail? Warum hat er diese weltbewegende Nachricht für sich behalten? Wahrscheinlich aus demselben Grund wie Bruno:

IM JAHRE 1967, HAT BRUNO DIESE MAIL ERHALTEN, ER LACHTE DARÜBER UND LEGTE SIE WEG. EINIGE TAGE SPÄTER WURDE SEIN SOHN KRANK.

Bevor ich mir allerdings weiter Gedanken über diese Merkwürdigkeiten machen konnte, kam schon das nächste Wunder:

VOR 96 STUNDEN MUSST DU DIESE MAIL WEITERSCHICKEN.

Wenn mir jemand sagen kann, wie ich das anstelle, würde ich in der Tat mal diese Kettenmail vor 96 Stunden versenden. Wer spendiert also mal eine kleine Zeitmaschine? Na los, Bruno und Constantin wagt euch aus der Deckung. ;-)

Herr Schily, was machen Sie hier?

Manchmal passieren wirklich komische Sachen. So begab ich mich heute abend kurz in Richtung meiner Arbeitsstelle, um dort einen Blick in den Cormen zu werfen. Als ich ankam, war ich etwas verwundert, dort Polizei und Pressewagen zu sehen. Da das Büro direkt neben den Rosensälen liegt, kommt es hin und wieder vor, dass selbst der Ministerpräsident erscheint. Ich gehe also in Richtung Eingang und sehe dort einen Wagen stehen. Kennzeichen: B. Ich schaue also genauer hin und traue meinen Augen nicht. Da kommt Otto Schily direkt aus dem Gebäude, macht ein paar Scherze und schwingt sich in seinen Wagen. Ich hätte ihn ja gern noch gefragt, ob sein Big-Brother-Award einen schönen Platz auf seinem Kamin ergattert hat. Leider war er aber zu schnell wieder weg.

Geschafft

Wenige Stunden vor Beginn des Wintersemesters:

Mutt: /var/mail/jens [Msgs:0]---(threads/last-date-received)

In der Regel versuche ich abends weniger als 20 noch zu bearbeitende E-Mails in der Inbox zu haben. Mit diesem Ergebnis kann ich nun beruhigt zu Bett gehen. :-)

Vortrag zur Einsteinwoche in Jena

Diese Woche ist hier die Einsteinwoche ausgerufen worden. Physiker verschiedener Institute halten dazu Vorträge. So hatte sich gestern abend auch Prof. Dr. Harald Lesch eingefunden. Dem einen oder anderen sollte er durch die Sendung Alpha Centauri auf BR Alpha bekannt sein. Herr Lesch hielt einen Vortrag mit dem Thema “Vom Rand der physikalischen Erkenntnis: Schwarze Löcher und Neutronensterne”.

Bei seiner Vorlesung waren schätzungsweise 150--200 Leute anwesend. Nach einer kurzen Vorstellung durch den Gastgeber begann der Vortrag. Herr Lesch ging zunächst auf einige allgemeine Details der Relativitätstheorie und der Quantenmechanik ein. Nach diesen kurzen einführenden Worten begann dann der eigentliche Vortrag. Herr Lesch erklärte mit sehr anschaulichen Worten physikalische Phänomene, wie den Schwarzschildradius oder die Entstehung von Neutronensternen und schwarzen Löchern. Der Vortragwar gespickt mit sehr vielen anschaulichen Beispielen und immer sehr lebendig. Ich kann jedem nur empfehlen, mal Herr Lesch live zuzuhören. Es ist ein wahrer Genuss.

Wer Interesse an dem Thema hat, kann auch nach Graz fahren. Nach einem Hinweis von Mika gibt es dort auch eine Vortragsreihe zu dem Thema.

Bitte ein Interview mit den Gewinnern

Noch eine kleine Anekdote zum Berlin-Marathon:

An der Stelle, an der wir die Läufer bejubelten, befand sich ein Stand der Initiative Bauchumfang ist Herzenssache. Dort vermessen die Standbetreuer den Bauchumfang und messen auch Blutdruck. Danach kann man eine Indikation geben, ob der Proband ein höheres Risiko auf Herzinfarkt bzw. Schlaganfall hat. Es ist wohl so, dass das Bauchfett, dass sich an den inneren Organen ansetzt, eine andere Struktur hat als “normales” Fett. Ein erhöhtes Ausmaß führt dann auch zu erhöhtem Risiko.

Als wir uns am Stand vermessen liessen, kam eine Frau zum Personal und wollte ein Porträt der Initiative machen. Gleichzeitig sollten Teilnehmer kurz interviewt werden. Wir hatten natürlich noch unsere Teilnehmermedaillen um den Hals. Dies sah auch die Interviewerin und fragte uns, ob wir mit ihr das Interview machen wollten. Wir bejahten dies und nachdem das Interview gelaufen war, bekam ich so am Rande mit, dass sie annahm, dass wir die Gewinner des Skatemarathons wären. Das fanden wir zwar sehr schmeichelhaft, mussten das aber doch noch klarstellen. Mal sehen, ob der Beitrag trotzdem gesendet wird. ;-)

Falls jemand Euronews hat und das zufällig sieht, kann hier mal Bescheid sagen.

Berlinmarathon 2005

Am Wochenende fand zum 32. Mal der Berlin-Marathon statt. Nachdem ich im letzten Jahr aussetzen musste, war jetzt wieder die Teilnahme bei den Skatern angesagt.

Anreise und Vorbereitungen

Heidi und ich machten uns am Freitag in Richtung Berlin auf den Weg. Die erste Station war dann die Messe Berlin Vital. Dort werden die Startnummern ausgegeben und, wie es der Name schon sagt, ist gleich eine Messe mit dabei. In der Regel empfiehlt es sich, diese schon am Freitag oder Donnerstag zu besuchen. Denn am Samstag stürmen dann die Läufer das Gelände und sorgen für eine ordentliche Überfüllung. Freitags ist es hingegen angenehm leer und man kann ohne Stress alle Unterlagen in Empfang nehmen.

Nachdem wir unsere Startnummern und den Chip zur Zeitnahme in der Tasche hatten, schlenderten wir noch gemütlich über die Messe. Meiner Meinung nach war ein breiteres Angebot an Ausstellern da. Früher fand man dort zumeist Bekleidungen und Nahrungszubehör. Dieses Jahr entdeckte ich eine Organisation, die Implantate anpries (Was hat das mit Fitness/Sport zu tun?). Es gab sehr viele Stände, die den Marathon in ihrer Stadt/Region anpriesen und noch einiges mehr, an das ich mich jetzt gerade nicht erinnere.

Ein Stand, der unser Interesse erregte, war der von Zentramin. Diese bieten ein Nahrungsergänzungsmittel an, das besonders die Mineralstoffe im Körper wieder aufbauen soll. Da man bei einem Marathon nun viel schwitzt und daher auch viele Mineralstoffe verliert, ist ein derartiges Mittelchen sicher gut. Nach den Angaben des Standes war Zentramin früher ein Arzneimittel, das man auf Rezept bekam. Daher besorgten es sich die Sportler das über den Arzt Doch im Zuge der Gesundheitsreform wurde der Status aberkannt und nun muss man ein wenig Werbung machen. Ob das Mittelchen letztlich angeschlagen hätte, kann ich nicht sagen, da ich dann vergass, es zu mir zu nehmen.

Weiterhin gibt es diverse Stände von Medizinern oder gesundheitsmedizinisch orientierten Häusern. So kann der Läufer seine Fitness oder seinen Laufstil untersuchen lassen. Es gibt Körperfettmessungen und vieles andere. Uns lockte ein Stand mit einem eigentümlichen Gestell an, in das die Teilnehmer “eingesperrt” wurden. Das Personal erklärte uns dann, dass sie hier das Verhältnis von Bauch- zu Rückenmuskulatur messen würden. Dazu werden bestimmte Regionen des Körpers fixiert und man muss versuchen, mit der Brust oder dem Rücken gegen einen Widerstand zu drücken. Die Apparatur misst dann den Druck in Kilogramm, den man aufbaut. Bei mir war es letztlich so, dass das Verhältnis von Bauch- zu Rückenmuskulatur bei 1:1,14 lag. Der Normwert wäre 1:1,3 gewesen, d.h. ich muss mehr den Rücken trainieren. Das bestätigte mir auch nach dem Marathon die Masseuse und riet mir zu Rückenschwimmen.

Nachdem wir diverse Kostproben zu uns genommen und Tests absolviert hatten, packten wir in unserer Unterkunft erstmal in Ruhe unsere “Präsentbeutel” (Neben den Startnummern enthalten die Beutel zahlreiche nützliche Informationen, Werbung etc.) aus. Danach hieß es, ab ins Bett und ausruhen.

Der Marathon

Der Marathon der Skater beginnt bereits am Samstag, da das Feld einfach zu groß geworden ist. Dieses Jahr sind wohl über 8.000 Skater am Start gewesen. Wir fanden uns gegen 14 Uhr im Bereich der Strecke ein und machten es uns auf der Wiese vor dem Reichstag gemütlich. Dabei fiel dann auf, dass wir neben einem kleinen Frühstück sonst nichts zu uns genommen hatten und sich der Hunger breit machte. Also besorgte ich noch zwei Brötchen und es konnte losgehen.

Am Start trafen wir dann noch eine Gruppe, die einen Weltrekord im Rückwärtsskaten aufstellen wollten. Leider kann ich auf der Webseite derzeit noch keine Hinweise finden, ob es geklappt hat. Auf alle Fälle war das eine wirklich lustige Truppe, die unterwegs sicher eine Menge Spass hatten.

Unser Start verlief dann weitgehend problemlos. Ich jonglierte nur 30-40 m auf einem Bein, nachdem ich mit dem Skate eines Nachbarn kollidiert war und versuchte so, das Gleichgewicht wieder zu finden. Ich hatte mich diesmal mit Heidi abgesprochen, dass ich nicht versuche, durch das Feld zu pflügen, um so viele wie möglich gleich am Anfang zu überholen. Stattdessen wollten wir zusammenbleiben und uns gegenseitig auf der Strecke Windschatten geben. Doch leider war das leichter gesagt als getan. Durch die recht große Menge an Teilnehmern verloren wir immer wieder den Kontakt. Nachdem ich dann mal nicht aufgepasst hatte, war Heidi schon einige Meter weiter weg. Zuerst versuchte ich recht hektisch, den Rückstand wieder aufzuholen. Doch letztlich kostete das nur sinnlos Energie und brachte mich nicht nach vorn. So versuchte ich einfach meinen Schritt zu finden. Denn in unseren (wenigen) Trainings war ich regelmäßig schneller. So arbeitete ich mich langsam wieder ran. Das ging dann so ca. 15 so, bis ich endgültig den Anschluss verlor. Heidi hatte hingegen hatte Anschluss an eine Gruppe gefunden und fuhr mit denen bis ins Ziel so weiter. Leider fand ich keine derartige Gruppe. Wenn ich mich mal in einen Zug einhängt, erwies der sich als zu schnell für mich. Andere, an die ich mich rangearbeitet hatt, waren eh zu langsam.

Weiter verfolgte mich den Marathon über auch ein wenig die Angst, einen Einbruch wie beim letzten Mal zu erleben. Da war ich fast die erste Hälfte in Richtung einer für mich zu schnellen 1:30er Gesamtzeit gestartet und hatte dann am Schluss kaum noch Kraft, über die Ziellinie zu fahren. Insofern wollte ich es diesmal nicht übertreiben. Das dies unbegründet war, stellte ich dann spätestens am größten Anstieg der Strecke, an der Lentzealle, fest. Dort hatte ich so viele Reserven, dass ich lächelnd alle Nachbarn überholte. ;-)

Als ich dann in Richtung Postdamer Platz einbog, ist Tim wohl gerade ins Ziel gekommen (Glückwunsch von meiner Seite). Ca. zehn Minuten später bog auch ich dann auf die Prachtstraße ein und lies mich von der jubelnden Menge feiern. Dies ist auch einer der Gründe, warum ich sehr gern am Berlin-Marathon teilnehme. Neben der sehr guten Organisation tragen einen die Zuschauer förmlich vom Start bis ins Ziel. Überall wird man angefeuert, stehen Bands und Kinder, die gern abgeklatscht werden wollen. Besonders in Zeiten, wo man sich auf einem Tief bewegt, kann der Jubel Wunder bewirken. So liess ich mir auf den letzten Metern Zeit und jubelte auch den begeisterten Zuschauern zu.

Die Zieluhr zeigte dann 2:07 Stunden an und mir war klar, dass ich abzüglich der Startverzögerung unter zwei Stunden gelaufen bin. Alles in allem war ich doch recht zufrieden damit. Denn ob des wenigen Trainings war nicht mehr drin. Wie ich heute sah, war die (inoffizielle) Schlusszeit 1:55:07.

Nachdem ich dann die Medaille entgegengenommen hatte und die Folie übergewofen hatte, traf ich dann auch Heidi. Sie erzählte voller Stolz, wie gut es mit der Gruppe geklappt hat und dass sie genau bei 2:00 Stunden über die Ziellinie gegangen ist. Insgesamt lag sie mit 1:47:49 noch unter 1:50 und war sehr glücklich. Herzlichen Glückwunsch auch hier nochmal! Wir haben dann zusammen Tee und Obst zu uns genommen und machten bei den Masseurbetten halt. In den Vorjahren war hier immer sehr großer Andrang. Dieses Jahr herrschte hingegen Leere. So begaben wir uns in die Hände der Masseure, die das Ganze auf freiwilliger Basis machen. Nachdem wir dann wieder normale Sachen an hatten, trafen wir Sven, wanderten noch ein wenig durch die Stadt und fielen schließlich erschöpft und glücklich ins Bett.

Heute schliefen wir dann auch viel länger als geplant. Eigentlich wollten wir um 11 Uhr am Brandenburger Tor sein, um die Läufer beim Zieleinlauf zu bewundern. Doch durch die Verspätung kamen wir nur bis zum Potsdamer Platz und schauten dort den Läufern zu.

Resumee

Alles in allem war der Berlin-Marathon einer der schönsten, die ich bislang mitgemacht habe. Es bestärkte mich auch, endlich mal mehr zu trainieren. So habe ich mir für das nächste Jahr als Ziel gesetzt, zwischen 100 und 110 Minuten zu bleiben. Langfristig würde ich mich gern bei 90 Minuten einpendeln.

Um dieses Ziel zu erreichen, muss ich mehr das Fahren im Windschatten trainieren. In einem Video habe einige Studien der Profis gesehen. Dort ist es so, dass diese mit ihrem Kinn fast den Rücken des Vordermanns berühren und sich wirklich absolut im Gleichschritt bewegen.

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den 33. Berlin-Marathon 2006!

Weitere Berichte und Bilder

Weitere Marathonberichte fand ich auch, wie schon erwähnt, bei Tim und auch bei Dazzlog. Ein paar Bilder hat das Hauptstadtblog. Bilder von mir wird es erst geben, wenn diese entwickelt sind. (Gute alte Analogkamera).

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