Skip to content

Zitat des Tages

Gestern stand ich am Holzmarkt in Jena und lauschte einer Veranstaltung diverser Schüler. Hinter postierte sich ein älteres Ehepaar und der Mann regte sich gleich auf, dass die Schüler ja neuerdings ein Kinderparlament wollten, das das garantiert alles unerzogene Gören wären und noch einiges anderes, was ich nicht verstand. Schließlich endete seine Tirade mit dem Satz:

Die Grünen sind der Sargnagel des Vaterlands.

Datenspuren 2009 in Dresden

Anfang Oktober ist es wieder soweit. Zum einen werde ich von einem Professor zum Thema Gruppentheorie befragt und zum anderen finden in Dresden wieder die Datenspuren statt. Die Veranstaltung des C3D2 stehen in diesem Jahr unter dem Motto Hands off – Privacy on! Finger weg von unseren Grundrechten und Hand anlegen um unsere Privatsphäre zu schützen. Es gibt zahlreiche interessante Vorträge zu Zensur, Wikileaks, Anonymität und vielem anderen. Im Fahrplan sind alle Veranstaltungen aufgelistet. Ich werde zusammen mit Konrad eine kleine Rundreise durch die zensierte Welt unternehmen, d.h. wir erzählen euch, in welchen Ländern wie gefiltert wird, welche Technik zum Einsatz kommt etc.

Kommt also zahlreich nach Dresden und erzählt auch euren Freunden von der Veranstaltung. Die andere Sache werde ich wohl allein bestreiten müssen. ;-)

Ubuntu und ext4

Das Dateisystem ext4 ist einer der neuen Stars am Linuxhimmel. Es ist der Nachfolger von ext2/3 und wird seit 2006 entwickelt. Da ich letzte einen Laptop neu installieren wollte, kam ich auf die Idee ext4 zu probieren. Also bei der Installation von Ubuntu 9.04 die Partition mit der entsprechenden Option formatiert und losgelegt. Für vernünftiges Arbeiten brauche ich die Inhalte verschiedener git- bzw. Subversion-Repositorys. Subversion nutze ich dabei mittels git-svn. Während der Rechner dabei ist, verschiedene neue Pakete zu installieren, Repositorys zu clonen etc., bleibt er plötzlich stehen. Keine Reaktion auf Tasten oder auf die Magic SysRq (Magische S-Abf-Taste). Bei der Suche nach dem Fehler war es ganz klar, dass es am Befehl git-svn in Verbindung mit dem Dateisystem ext4 lag. Die Suche in diversen Bug-Datenbanken brachte mich nicht viel weiter. Also fragte ich direkt bei den ext4-Entwicklern. Theodore Tso antwortete mir:

This sounds like the classic Ubuntu Jaunty’s default kernel freezes when deleting large numbers of files. It didn’t occur with stock mainline 2.6.28, nor with stock mainline 2.6.29, and it bisected to one of Ubuntu’s ext4 patch backports. No one was able to debug it further, and I was never able to replicate it on my test systems, so we ultimately just told people to use a mainstream kernel or a Karmic beta kernel for people who wanted to use ext4 with Ubuntu Jaunty.

In der Tat seit dem Upgrade auf Kernelversion 2.6.31 gibt es keine Probleme. Solltest du also ähnliches erfahren, versuche einen Upgrade und alles wird gut. ;-)

Es gibt Obst

Am Tag, als die Zensur eingeführt wurde, stimmte der Bundesrat auch über das EU-Schulobstprogramm ab. Dies war die einzige Initiative an dem Tag, die abgelehnt wurde. Ich finde das Programm sehr nützlich und ärgerte mich daher über die Ablehnung. Letzte Woche gab es die Zustimmung im Bundesrat. Das Gesetz wurde in der vorgelegten Form beschlossen. (siehe die Einträge bei Google News).

Dennoch zieren sich die Länder Niedersachsen, Baden-Württemberg und auch ein bisschen Schleswig-Holstein am Programm teilzunehmen. Die Presseberichte lesen sich in etwa so, als den Ländern dadurch der finanzielle Kollaps drohe. Bei den genannten Ländern geht es jährlich um Summen zwischen 800.000 und 2.400.000 Euro. Nur um mal eine Vergleichzahl herzunehmen: Schleswig-Holstein hat von 2007 zu 2008 laut einem Bericht des statistischen Amts 331 Millionen Euro neue Schulden aufgenommen. Wie schwer wiegen da 800.000 Euro? Oder anders ausgedrückt: Wenn die Abgeordneten in Schleswig-Holstein mal über eine Diätenerhöhung von 190 Euro diskutieren sollten, geben sie in einer Legislaturperiode ungefähr dieselbe Summe aus. Ich bin gespannt, wie viele dann das Horrorszenario des Kollaps an die Wand malen ...

Schreibschwäche am Abend

Das ist wohl ein Zeichen, dass ich langsam ins Bett gehen sollte:

jens@panse:~/ > ssh 192.1682.2.4
ssh: 192.1682.2.4: Name or service not known
jens@panse:~/ > ssh 192.1682.2.14
ssh: 192.1682.2.14: Name or service not known
jens@panse:~/ > ssh 192.1682.2.24
ssh: 192.1682.2.24: Name or service not known
jens@panse:~/ > ssh 192.168.2.24
Linux kernel 2.6.27-15 #1 SMP Tue Sep 14 16:22:17 UTC 2009 x86_64 GNU/Linux [...]

RfC 1149 in der Praxis

Der RfC 1149 mit dem Titel A Standard for the Transmission of IP Datagrams on Avian Carriers genießt einigen Ruf. Er definierte am 1. April 1990 einen Standard zu Paketübermittlung mittels Brieftauben oder ähnlichem. Wie das Datum vermuten lässt, war das nicht ganz ernst gemeint. Ein paar Linux-Jünger aus Norwegen haben das später in die Praxis umgesetzt. Kürzlich wurde der RfC in Südafrika wieder aus der Versenkung geholt. Dort gibt es, wie in vielen anderen afrikanischen Ländern, nur sehr langsames Internet. Also schickten die Techniker einer IT-Firma eine Taube mit Daten auf den Weg. Nach 68 Minuten war die Datenübertragung erfolgreich beendet. In der selben Zeit ging nur ein Fünfundzwanzigstel der Daten über die offizielle Telefonleitung.

Meldung bei Yahoo! News: Pigeon transfers data faster than South Africa’s Telkom via RISKS 25.78

Bild von John Fera

Man in the Middle selbst erleben

Meldung von Finjan

Die Anonymisierungssoftware Tor bietet neben vielen nützlichen Anwendungen auch Risiken in sich. In der Vergangenheit haben diverse Leute versucht, Passwörter anderer Nutzer auszulesen oder sonst an geheime Informationen zu kommen. Heute stieß ich beim Surfen auf einen Exit-Knoten, der falsche SSL-Zertifikate präsentiert. Damit ließe sich die sonst geschützte Kommunikation von dritter Seite mitlesen, ohne das man selbst etwas davon merkt. Der Knoten trägt den Namen JustANode mit der IP-Adresse 89.138.155.193 und läuft unter Windows XP. Offensichtlich läuft dort das Finjan Secure Web Gateway, welches sich für Active Real-Time Content Inspection rühmt. Ich hoffe, der Knoten bekommt schnellstens ein BadExit-Flag. Das schützt andere Tor-Nutzer davor, diesen zufällig zu nutzen.

Wenn du selbst mal in den Genuss kommen willst, kannst du folgendes probieren. Allerdings solltest du wissen, was du tust und auf keinen Fall schützenswerte Daten über die Leitung schicken!

  1. Stelle sicher, dass Tor installiert ist und funktioniert (eventuell hilft das Tor-Browser-Paket).
  2. Wähle eine SSL-Seite (https://torproject.org oder https://www.ccc.de sind zwei Möglichkeiten.)
  3. Gib in die Adresszeile des Browsers die URl gefolgt von .JustANode.exit ein: https://www.example.com.JustANode.exit/.
  4. Wirf einen genauen Blick auf das präsentierte Zertifikat.

Das Beispiel zeigt mal wieder, dass man beim Surfen im Web immer die Augen und das Gehirn offen halten sollte. ;-)

Ausarbeitung zum AES-Vortrag

Ich hatte meine Vortragsunterlagen zu einem Seminarvortrag kürzlich verbloggt. Mittlerweile ist auch die dazugehörige Ausarbeitung fertig. Die 257 kB große PDF-Datei behandelt den AES-Algorithmus und Public-Key-Verfahren (RSA und Diffie-Hellman-Schlüsseltausch). Vielleicht ist es für den einen oder anderen von Nutzen.

Toto, ähm, Tttrl, ähm Turrural, nicht einfach

Das LaTeX-Tutorial auf den Seiten wird immer wieder gern angeklickt und ist ein häufiger Gegenstand der Suche bei Google. Jedoch sucht nicht jeder nach dem Wort Tutorial. Die Abweichungen sind enorm:

  • tutorial
  • turotial
  • tuorial
  • tuturial
  • tutorium
  • tutoriel
  • turoial
  • tuturial
  • tutoriel
  • tutorinal
  • tutorials
  • tutoriale
  • tutoria
  • tutorail
  • turrial
  • turial
  • totorial
cronjob