Skip to content

Die Musik der Primzahlen von Marcus de Sautoy

Momentan bin ich etwas in Leselaune und verbringe noch dazu einige Zeit im Zug. Also versuche ich einige der im Schrank stehenden, ungelesenen Bücher anzuschauen oder komplett zu lesen. Vor kurzem fiel meine Wahl auf das Buch “Die Musik der Primzahlen. Auf den Spuren des größten Rätsels der Mathematik” von Marcus de Sautoy.

Wie der Name des Buches schon sagt, geht es im weiteren Sinne um Primzahlen. Der Autor geht zum Großteil auf die Untersuchung der Riemannschen Hypothese ein und erklärt, wer bisher daran gescheitert ist. Es ist ein interessanter historischer Abriss. Der Leser lernt eine Vielzahl groß(artig)er Mathematiker kennen. Falls jemand Angst hat, zuviel Mathematik zu finden, den kann ich beruhigen. Der Autor scheut aus meiner Sicht die Erwähnung mathematischer Details wie der Teufel das Weihwasser. Selbst recht einfache Sachverhalte wie die Modulorechnung werden anhand umständlicher Beispiele erklärt. Das ist gleichwohl einer der Punkten, die mir bei dem Buch nicht gefallen haben. Denn aus meiner Sicht kann man dem Leser schon mathematische Grundlagen zumuten.

Die erste Hälfte des Buches deckt die Geschichte bis etwa zu Beginn des 20. Jahrhunderts ab. Dies lässt sich angenehm und flüssig lesen. Zu Beginn der zweiten Hälfte des Buches fragte ich mich schon, was der Autor denn noch schreiben will. Tatsächlich wird dann hier vieles in die Länge gezogen bzw. es werden noch unnötige Details erklärt. Hier hätte ich es besser gefunden, wenn der Autor den Schreibstil der ersten Hälfte beibehalten hätte. Das Resultat wäre ein Buch mit vielleicht 50--100 Seiten weniger. Aber dann wäre der Gesamteindruck auf mich noch besser gewesen.

Letztlich sind die obigen Kritikpunkte jedoch Feinheiten. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, wenngleich ich etwas mehr Mathematik erwartet hätte. Solltet Ihr an der Geschichte dieser Wissenschaft interessiert sein, dann schaut es euch unbedingt mal an.

ZDF Nachtstudio zur Mathematik

Über die Newsgroup de.sci.mathematik las ich, dass das ZDF Nachtstudio eine Sendung mit dem Thema Wir rechnen mit allem - Geheimwissenschaft Mathematik? gebracht hat. Glücklicherweise gibt es die Mediathek und so schaute ich mir gerade nochmal die Sendung an. Zu Gast waren Albrecht Beutelspacher, Gero von Randow und Annette Werner. Wie ich schon vermutete, war die Sendung eine unterhaltsame Stunde über Mathematik. Die drei Teilnehmer diskutierten über verschiedene mathematische Themen. So zum Beispiel warum 1+1=0 sein kann oder was der große Fermatsche Satz ist. Alles in allem gibt es für den mathematisch interessierten wenig neues, stattdessen ist das eine sehr unterhaltsame Stunde. Hört mal rein.

Hilberts Nullstellensatz

Heute erhielt ich das Buch Algebra von Serge Lang. Das Buch ist in englischer Sprache und beim Durchblättern fiel mir auf, dass da was deutsches steht: Hilberts Nullstellensatz. Eigentlich hätte ich erwartet, dass sowas auch ins Englische gebracht wird. Aber es gab mal eine Zeit, in der Deutschland die führende Mathenation war. Wahrscheinlich hat sich der Name daher ins Englische gerettet.

Die Aussage des Satzes im obigen Buch ist: Let a be an ideal in k[X]. Let f be a polynomial in k[X] such that f(c)=0 for every zero (c)=(c1, ..., cn) of a in ka. Then there exists an integer m>0 such that fm in a. (Das “in” ist im Original ein Element-Zeichen.) Mikael hat in seinem Blog kürzlich eine äquivalente Formulierung vorgestellt.

Widersprüche bei soup.io

Durch die ak Soup-Seite stiess ich kürzlich auf Soup.io. Auf der Hauptseite fiel mir da etwas komisches auf und ich wollte schon damals drüber bloggen. Natürlich vergass ich es. Ein Beitrag bei Sven erinnerte mich heute wieder. Schaut mal intensiv auf die Startseite von Soup. Dort entdeckt ihr unter anderen folgendes:

Registrieren oder nicht?

Warum steht links “no signup required”, während rechts die Schaltfläche prankt?

BMW E91 -- eine kurze Bewertung

Seitenaufnahme eines BMW

Das Fahrzeug, welches ich gerade abgegeben habe, war ein BMW E91 oder auch 3er (touring) genannt. Bei der Buchung hatte ich einen VW Passat bestellt und auch gehofft, diesen zu bekommen. Denn das Fahrzeug hat einen großen Kofferraum. Gerade für längere Fahrten mit Kind ist das sehr von Vorteil. Die Dame an der Rezeption wollte mir wohl ein Weinachtsgeschenk machen und verschaffte mir ein Upgrade zu obigen BMW.

In meinem Hinterkopf schwirrte die Meinung rum, dass die Kofferräume der BMWs recht klein sind. Als ich dann versuchte, den Kinderwagen reinzustecken, bewahrheitete sich das auch. Nur mit Müh und Not und viel Abbauen passte der in den Kofferraum. Der Plan, auch das Kinderbett mitzunehmen, wurde von uns gleich begraben. Denn sonst hätten wir wohl einen Anhänger für die weiteren Taschen und Rucksäcke gebraucht. ;-) Auch im Innenraum fand ich die BMWs alle zu eng. Für den einen mag das sportlich wirken. Ich finde es eher unbequem.

Dafür hatte das Fahrzeug sehr viele kleine Spielereien zu bieten. Selbst bis zum letzten Tag entdeckte ich Neues. Das beginnt beim Öffnen des Fahrzeugs. Betätigt man die Fernbedienung, so gehen an allen Türgriffen kleine Lämpchen an. So findet jeder den Griff. Gleichzeitig sind diese Lampen sehr hell und man erkennt deutlich noch die Umgebung des Fahrzeugs. Mit den entsprechenden Einstellungen macht das Auto auch noch Standlicht an.

Unser Fahrzeug hatte beheizbare Ledersitze. Die Sitzheizung konnte dabei in drei Stufen reguliert werden. Der erste Blick auf das Armaturenbrett verwirrte. Es gab Schalter, die selbst nochmal Schalter hatten. Im Lenkrad waren acht Knöpfe (mit unintuitiven Zeichen) angebracht. Aus meiner Sicht ist das kein Fahrzeug zum Reinsetzen und Drauflosfahren. Wenn man sich dann einmal mit den Schaltern vertraut gemacht hat, erleichtert es die Fahrt ungemein. Das Licht wie auch der Scheibenwischer hat eine Automatikfunktion. Bei Dunkelheit geht automagisch das Licht an und wenn die Scheibe entsprechend nass ist, aktiviert sich der Scheibenwischer. Dieser steuert auch die Frequenz des Wischens. Eine weitere Erleichterung ist der Tempomat. Man stellt die gewünschte Geschwindigkeit ein und lässt sich dann einfach treiben. Dadurch kann man seine gesamte Aufmerksamkeit dem Bordcomputer widmen.

Der Bordcomputer lässt sich über ein Drück- und Drehrad steuern. Damit erreicht man die Navigation, das Radio sowie, falls vorhanden, das Telefon. Das Radio fand ich mit der Steuerung sehr kompliziert zu bedienen. Man muss mehrfach am Rad drehen bzw. dieses drücken, bevor man zum Menü gelangt. Das lenkt in hohem Maße vom fahren ab. Grundsätzlich gibt es auch noch die Möglichkeit, den jeweils nächsten oder vorigen Sender über das Lenkrad anzusteuern. Jedoch ist hier nicht ersichtlich, welche Sender vorhanden sind. Diese Anzeige erreicht man eben nur über den komplizierten Weg. Das Radio selbst hat einen sehr guten Empfang. Ich konnte in Jena Sender hören, die ich bisher mit keinem anderen Radio empfangen habe.

Das Navigationssystem nutzte ich auch sehr ausgiebig und war davon auch sehr angetan. Bei den Modellen, die ich bisher nutzte, hatte ich immer das Gefühl, dass der Orientierungssinn leidet. Denn es wurden keine Karten, sondern mehr Pseudo-3D-Ansichten präsentiert. Das Gerät hatte eine richtige Karte, in die man zoomen konnte (100m bis 100km, IIRC). So entstand bei mir das Gefühl mit einer immer aktuellen Landkarte zu fahren. Die Fahrt- und Himmelsrichtung war erkennbar. Weiterhin besass das Gerät TMC, dass ist eine Art Stauwarn- und -umfahrungssystem, wenn ich das richtig verstanden habe. Umfahrungen hat es keine vorgeschlagen. Allerdings wurden die Wartezeiten durch Staus in die Fahrtzeit einberechnet und beim Auflösen des Staus wieder abgezogen. In einem Fall war das Ziel an der falschen Stelle. Das Navi war etwa dreihundert Meter vor dem Ziel schon der Meinung, dass wir angekommen sind. Ansonsten hat es uns gut durch die Landschaft geleitet.

Eine weitere geniale Sache ist das Sonnendach. Das Auto hat ein Schiebedach, welches sich bis über die hinteren Sitze erstreckt. Ich habe meist den Fahrzeughimmel nach hinten gefahren und wir hatten ein lichtdurchflutetes Fahrzeug.

Insgesamt machte der BMW auf mich einen durchwachsenen Eindruck. Als Single würde ich das Fahrzeug wahrscheinlich sofort kaufen. Es hat viele nette Spielereien und Erleichterungen. Für eine Familie wie uns ist er eher ungeeignet, da der Kofferraum wirklich zu klein ist. Weiterhin erschien mir auch der Innenraum als zu beengt bzw. ungeeignet für größere Leute. Ich sass für eine Fahrt auf dem Beifahrersitz und hinter mir sass auch jemand. Wir zwei hatten hintereinander kaum Platz für unsere Beine. Außerdem empfand ich den Verbrauch mit 9,Xl/100km als zu hoch. Hier würde mich interessieren, ob man durch Weglassen des Tempomats eher den Verbrauch senken kann oder ob dieser tendenziell erhört wird.

Kurzaufenthalt zum 24C3

Zu meinem Vortrag habe ich bereits ein paar Worte verloren. Vom Rest des Kongresses habe ich leider recht wenig mitbekommen. Nach meinem Vortrag habe ich mich noch lange mit einigen Interessierten unterhalten und dann baten mich die Freien Radios um ein Interview. Dieses drehte sich wieder um I2P. Momentan habe ich das noch nicht online gefunden. Sobald es da ist, reiche ich den Link nach.

Danach aktivierte ich auf dem Rechner noch einen Tor-Server und machte mich auf den Weg zu meiner Herberge. Bereits knapp vier Stunden nachdem der Server lief, reichten die Kapazitäten des Rechners nicht mehr aus:

Dec 29 03:18:02.500 [warn] Error creating network socket: Too many open files
Dec 29 03:18:02.629 [notice] accept failed: Too many open files. Dropping incoming connection.

Später am Morgen sagte mir der Tor-Prozess auch direkt, dass der Rechner zu langsam ist: Your computer is too slow to handle this many circuit creation requests!. Nichtsdestotrotz hat er einige GigaByte an Traffic weitergeleitet. :-)

Am nächsten Morgen wollte ich mir noch zwei Vorträge anhören und dann nach Hause fahren. Jedoch ergab sich ein interessantes Gespräch. Infolgedessen habe ich nur noch meinen Laptop abgeholt, sprang ins Auto und fuhr nach Hause.

Die meisten Vorträge hörte ich am heimischen Rechner und mir fehlte die Zeit, mich mit Bekannten zu treffen und zu unterhalten. Ich hoffe, nächstes, äh dieses Jahr wird alles besser. ;-)

Wo ist mein Server?

Ich habe mir vor einiger Zeit zu Testzwecken einen VServer gemietet. Anhand des Preises von weniger als drei Euro pro Monat war mir klar, dass ich dort keine HA-Daten oder ähnliches hinlegen sollte. Diese Woche wollte ich mich per SSH einloggen. Aber die Verbindung lief in einen Timeout. Der SSH-Befehl ist bei mir ein Alias. Daher konnte ich mich nicht vertippt haben. Der nächste Versuch, mich in das Admin-Interface einzuloggen, lief auch in einen Timeout. Hier war aber noch Tor als mögliche Fehlerquelle dazwischen. Aber auch ohne Tor kam der Timeout. Eine Eingebung sagte mir, dass ich doch mal dig anwerfen sollte. In der Tat sah ich hier eine andere IP-Adresse (78.X) als vorher (84.X). Diese unterschied sich auch von der im Kundelogin angezeigten (91.X).

Also schrieb ich den Provider und bat ihn, mir die neuen Zugangsdaten zuzusenden. Diesen kamen auch prompt mit der Bemerkung:

Die IP Umstellung wurde mehrfach per Email angekündigt.

Ich frage mich nur, an welche E-Mail-Adresse diese Ankündigungen gesandt wurden.

Hardwaretod

Anfang der Woche hatte ich endlich mal Zeit, diverse Hardwareprobleme zu lösen. Mein CPU-Lüfter war mir zu laut, eine Festplatte war deutlich am sterben und mehr RAM braucht mein Rechner auch. Als schraubte ich ihn auf, befreite ihn vom Staub der letzten Jahre, baute die Ersatzteile ein und spielte das Backup zurück. Nach einigen kleinen Anpassungen lief der Rechner recht schnell wieder. Gestern hielt ich einen Workshop zu Subversion und hatte einige Beispiele auch auf meinen Rechner zu Hause liegen. Beim Öffnen einer Datei schmettert mir dann mein Editor einen Lesefehler entgegen. Meine dunkle Ahnung bestätigte sich dann zu Hause. Auch die zweite Festplatte starb gerade einen langsamen Tod.:-(

Anstatt mir nun wieder eine IDE-Platte in den Rechner zu hängen, beschloss ich, nun den kompletten Rechner umzubauen. Über den endgültigen Ausbau bin ich noch nicht sicher. Aber mit großen Wahrscheinlichkeit wird es ein AMD-Dual-Core mit entsprechendem Mainboard werden. Mal sehen, vielleicht bekomme ich auch die kürzlich gekaufte IDE-Platte in eine SATA-Platte getauscht. Gute Hinweise zu diversen Bauteilen nehme ich natürlich gern entgegen. ;-)

Zweite Thüringer Bloggerwanderung

Vor einem Jahr trafen sich 13 Blogger in Jena, um gemeinsam zu Wandern, Quatschen und anschließend zu Bloggen. Die TBZ schreibt, dass eine zweite Wanderung in Planung ist. Momentan wird über den Termin abgestimmt. Die Mehrheit ist wohl für den 28.Oktober. Falls du also auch Lust auf eine Wanderung hast, stimme evtl. in der TBZ über den Termin ab und komme dann mit. Ich frage mich noch, wohin es denn geht? Aber Jena hat genügend interessante Ziele. Ich werde versuchen, diesmal mit dabei zu sein und mal einige der lokalen Blogger kennen zu lernen.

Update: Die Entscheidung für den 28. Oktober scheint gefallen. Aktuell läuft eine Abstimmung zu Ort und Zeit. Wer von euch noch mitkommen will, sollte als für den entsprechenden Wanderort abstimmen.

Rechtsanwälte und ihre Namensschilder

Heute morgen bin ich gegen 9:00 Uhr in die Stadt gegangen. Unterwegs lief ich an einem Rechtsanwaltsbüro vorbei. Dort schraubten der Handwerker und der Rechtsanwalt ein neues Namensschild an die Wand. Als ich dann zehn Stunden später wieder das Büro kreuzte, stand der Anwalt immer noch (oder schon wieder?) da und schraubte an dem Schild rum. Ich bin ja gespannt, ob ich ihn morgen früh wieder treffe und was das Schild macht. ;-)

cronjob