Vorlesungen von Richard Feynman
Seit kurzem gibt es die Vorlesungen von Richard Feynman online zu sehen. Das Blog Free Science Online hat einen Eintrag, der die Vorlesungen beschreibt und verlinkt.
Seit kurzem gibt es die Vorlesungen von Richard Feynman online zu sehen. Das Blog Free Science Online hat einen Eintrag, der die Vorlesungen beschreibt und verlinkt.
Ich wünsche all meinen Lesern ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2009 und hoffe, ihr hattet alle einen guten Start. Wir verbrachten Weihnachten und auch den Jahreswechsel im Urlaub. Demnächst folgen hierzu ein paar kleinere Berichte.
Ich schaue gerade durch die Suchbegriffe des letzten Monats und staune, wie so oft, mit welchen Suchen Leute auf meine Webseite finden. Der Hauptsuchbegriff hat etwas mit LaTeX zu tun. Mehr als die Hälfte aller Suchen kommen mit diesem Kontext hier an. Eine zweite große Gruppe an Leuten interessiert sich für rasierte Muschis. Viele möchten mit Picidae die Zensur umgehen. Hier ist es interessant, dass etwa viermal so viele Leute nach Picadae statt dem korrekten Picidae suchen. Ander sich auf der Suche nach Kettenbriefen, deutschen Brennprogrammen, haben Fragen zu Tor (sehr breit gestreut) oder möchten wissen, ob sie lieber MD5 oder SHA1 verwenden sollen.
Noch ein paar “interessante” Anfragen:
wo kann man mail adressen eintragen um spam zu erhalten—Warum will jemand unbedingt Spam erhalten oder will er andere ärgern?
will wohnung kaufen habe credit—Ihm sei geraten, sich in den USA umzuschauen, da soll es viele preiswere geben.
wieviel bleibt übrig wenn ein flugzeug aufs wasser prallt?—nicht viel
kennt sich jemand aus mit den e-mails wo du 25,- euro verdienst—Da müsste man mal Spammer befragen. Es soll auffällige Häufungen von denen im Knast geben ...
ein a—Bitte sehr: a
wie stelle ich mir weihnachten vor
welche taste soll ich druken um windows zu löschen vo meine computer—Die Linux-Taste!

In der Online-Ausgabe der Welt las ich gerade einen Artikel zur Videoüberwachung. Danach gab es in der Kaffeekette Balzac Kameras, die unter anderem die Sitzgelegenheiten überwachten. Eine Person klagte dagegen und bekam Recht. Demnach dürfen Bereiche, in denen Tische oder Sitzgelegenheiten stehen, nicht durch Kameras beobachtet werden.
Gerade in Jena gibt es einige Lokale, die intensiv Videoüberwachung einsetzen. Insbesondere wird immer wieder das Gatto Bello genannt. Das wurde Anfang 2007 in dieser Sache verklagt (Beitrag bei Monoteque, Beitrag bei Restaurant-Kritik). Leider konnte ich nicht rausfinden, was dabei rauskam. Falls jemand näheres weiß, würde ich mich über einen Kommentar freuen. Aber auch weitere Restaurants und Kneipen setzen derartige Maßnahmen ein. Vielleicht werde ich die betreffenden Örtlichkeiten mal auf das Urteil hinweisen. Mit etwas Glück gibt es dann ein paar Kameras in Jena weniger. ![]()
Foto von Cristiano Betta
Wie geht es euch, wenn ihr euren Arzt besucht? Fühlt ihr euch gut behandelt oder redet der Arzt ständig Kauderwelsch und ihr versteht kein Wort? In der taz gab es letzte Woche einen Artikel mit dem Titel Die Macht im Sprechzimmer. Darin wird ein Experiment beschrieben, in dem Patienten zu Ärzten gehen und sich untersuchen lassen. Das Gespräch wird aufgezeichnet. Später werten das dann Forscher und auch der Arzt selbst mit aus. Insgesamt stellte sich heraus, dass drängelnde und fordernde Patienten eher ihren Willen durchgesetzt bekommen als diejenigen, die alle Vorschläge einfach hinnehmen. Weiterhin wurde untersucht, ob Ärzte ihre Patienten ausreden lassen sowie ob und wann eher Gebrauch von Fachbegriffen gemacht wird.
Ich fand den Artikel sehr lesenswert. Insbesondere unter der Tatsache, dass ich selbst ein Simulationspatient bin. Das heißt, ich habe eine Krankheit sowie dazu passende Vorgeschichte bekommen und stelle diese dann verschiedenen Ärzten, Studenten oder Sanitätern vor. Im Unterschied zu der obigen Studie wird hier nichts heimlich aufgezeichnet, sondern es ist vorn vornherein eine Übungssituation und mein Gegenüber weiß, dass ich simuliere. Die Vorbereitung kostet einige Zeit an Übung. Denn neben der Rolle ist es hier insbesondere wichtig, dem Gegenüber Feedback zu geben. Dies sollte nicht ein: Das war aber Sch***. oder Das war super! umfassen, sondern sehr detailliert sein und positive wie negative Punkte umfassen. Wer das umsetzen kann und ein wenig schauspielerisches Talent hat, kann loslegen.
Für mich war heute der erste echte Einsatz als Simulationspatient. Meine Gegenüber waren keine Ärzte, sondern Rettungsassistenten. So kam es denn auch, dass sie in meine “Wohnung” kamen und mich dort untersuchen mussten. Obwohl ich keinen Notfall darstellte, war die Situation recht hektisch und ich musste mich sehr konzentrieren, sowohl meine Rolle gut zu spielen wie auch alles aufmerksam zu beobachten. Aber am Ende haben alle die Lage gut gemeistert.
Mein Feedback schien auch den Nerv zu treffen und wurde sowohl von den beiden Aktivisten wie auch von der Beobachtergruppe ebenfalls so empfunden. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass es allen half, sich später im realen Einsatz besser zu verhalten und Schwachstellen auszumerzen.
Das nächste Mal sind dann Ärzte dran. Diese sind insofern schwieriger als das sie wesentlich mehr Details wissen wollen. Da kommt es darauf an, dass die Rolle wirklich sitzt. Ich bin gespannt, wie das wird.
Foto von ifranz
strcat weist gerade auf ein rechtliches Problem hin: In Blogs gibt es die Funktion, Kommentare per E-Mail zu beziehen. Wer das aktiviert, bekommt bei jedem Kommentar, wie gewünscht, eine E-Mail. Jedoch könnte jeder eine beliebige E-Mail-Adresse eintragen und so Fremde mit Spam zuschütten. Daher gibt es das so genannte Double-Opt-In. Das heißt, nach dem Eintrag der E-Mail-Adresse wird eine Bestätigungsmail verschickt und erst nach erfolgreicher Rückmeldung gibt es Kommentare. Momentan kann das S9Y nicht darstellen. Auch andere Blogsoftware hat Schwierigkeiten damit. Das führte dann bei einem anderen Blog zu Abmahnungen. Falls eure Software ebenfalls kein Double-Opt-In kann, solltet ihr die Funktion “Kommentare per E-Mail” abschalten. So habe ich es auch vorerst getan. Laut strcat steht in der Version 1.4 von S9Y dann die verbesserte Funktion wieder zur Verfügung.
Ich sah gerade zufällig, dass das Blog in die Phase vier gekommen ist:
Mal sehen, wann der 10 000ste Beitrag kommt. ![]()
Im Verlaufe von Olympia gab es verschiedene Medaillen-Rankings, entweder nach der Zahl der Mediallen, dem Verhältnis von angereisten Athleten zu Medaillen oder BIP zu Medaillen. Nun hat Simon Tatham ein neues Ranking entwickelt. Er geht davon aus, dass mehr Medaillen besser als weniger sind und dass höhere Medaillen besser als niedrigere sind. Dadurch entstand eine Halbordnung. Die Verhältnisse sind in dem untenstehenden Diagramm dargestellt:
Das Clay Mathematics Institute ist bekannt für die Förderung der so genannten Milleniumsprobleme. Der Gewinner erhält eine Million US-Dollar ausgezahlt. Ein erster Aspirant für den Preis ist der Mathematiker Perelman, der 2002 die Poincaré-Vermutung bewiesen hat.
Seit kurzem stehen alle Bücher, die von dem Institut publiziert/finanziert worden sind, zum kostenlosen Download zur Verfügung. Falls ihr euch für analytische Zahlentheorie, Ricciflüsse oder ähnliches interessiert, besucht einfach die Online-Bibliothek.
Kürzlich mietete ich einen Rootserver und wollte den natürlich auch in Betrieb nehmen. Nach der Installation des MTA war ich doch ziemlich verwundert, dass es gleich massenhaft Verbindungsversuche gab. Auf den ersten Blick betrafen die allesamt die Domain whiskey-soda.de und wurden mit Relay access denied abgewiesen. Warum bekomme ich deren E-Mails? Ich warf einen Blick auf den MX-Eintrag und staunte nicht schlecht:
jens@nysaino: dig -t MX whiskey-soda.de ;; ANSWER SECTION: whiskey-soda.de. 46300 IN MX 10 aeon.zeitguys.de.
Der A-Record von aeon.zeitguys.de zeigt auf meinen Rechenr. Alles klar! ![]()
Dadurch kamen täglich um die 4 000 E-Mails an. Also schreibe ich die Firma an und fordere sie auf, den Eintrag zu ändern. Keine Reaktion! Der whois-Eintrag hat noch eine Telefonnummer. Dort erfahre ich, dass die Firma früher unter der Nummer erreichbar war. Seit 2007 existiert Zeitguys angeblich nicht mehr. Ansprechpartner sind keine bekannt und weitere Kontaktmöglichkeiten scheint es nicht zu geben. Aber E-Mails kamen nach wie vor unentwegt. Was tun? Mögliche, sinnvolle LARTs wollten mir nicht einfallen.
Schließlich brachte eine Kontaktaufnahme mit deren Provider DD24 den erhofften Erfolg. Die Ansprechpartner der betreffenden Firma
bekamen eine Frist gesetzt und der DNS-Eintrag wurde zu Fristende geändert. Jetzt lässt die Mailflut auch wieder nach und ich muss den Speicherplatz der Festplatte nicht mehr für sinnlose Logeinträge verschwenden. ![]()
Wenn ein Hacker/Cracker in ein Computer- oder besser informationstechnisches System eindringt, dann
So oder so ähnlich lauten die gängigen Vorurteile. Doch stimmt das wirklich? Verizon hat kürzlich eine Studie veröffentlicht. Dort wurde anhand 500 Einrüche in Rechner innerhalb der letzten vier Jahre geprüft, ob denn das so stimmt.
Sie fanden heraus, dass die Mehrzahl der Vorfälle (85%) zufälliger Natur waren. Den Einbrechern war bis zum Einbruch, dass Ziel nicht bekannt. Die Intensität der Angriffe von innen ist größer als bei denen eines externen Angreifers. Allerdings ist die reine Zahl von Insiger-Angriffen wesentlich kleiner (Verhältnis etwa 1:3). Die Überzahl der Angriffe wird von Script-Kiddies durchgeführt. Ein relativ kleiner Anteil der Vorfälle benötigt “erweiterte Kenntnisse”.
Es geht zwar kaum etwas über ein gesunder Vorurteil.
Die Studie zeigt deutlich, dass vieles eben nur Vorurteile sind. Eine wichtige Erkenntnis am Rande: Über ein Viertel der Viren waren für das Ziel handgeschmiedet und die Virenscanner erkannten diesen nicht.
via Errata Security
Tim wies heute darauf hin, dass sich in Jena ein Chaostreff formiert. In seinem Blogeintrag schreibt er, dass das erste Treffen am nächsten Mittwoch, den 2008-05-219, um 19:00 Uhr stattfindet. Da bleibt noch die Frage nach dem Ort: Schillergäßchen 5 in der Umweltbibliothek. Ich würde mich über zahlreiches Erscheinen freuen.
Update: Datum erneuert aufgrund des Hinweises von Tim.
Kürzlich funktionierte ein vServer nicht mehr und schrieb eine E-Mail an den Support. Kurze Zeit später erhielt ich die Antwort:
...die Hardware wurde gestern komplett ausgetauscht...
Also probierte ich wieder den vServer zu erreichen. Ohne Erfolg. Support schreibt mir: ihr VServer wurde neu gestartet und sollte wieder erreichbar sein.
. Nachdem der vServer immer noch nicht erreichbar ist, schreibe ich erneut, mit Nachdruck, einen Support-Request. Antwort:
wir haben an Ihrem VServer keine Änderungen vorgenommen, sollte das System nicht lauffähig sein, so empfehle ich Ihnen eine Neuinstallation.
Ein kompletter Hardware-Tausch ist also keine Änderung. Ich muss mich dringend mal um einen neuen Anbieter kümmern. *grml*
Als Jesse McPherson nach einem Ausflug nach Hause kam, traute er seinen Augen nicht. In seine Wohnung war eingebrochen worden. Es fehlten Computer, XBox und Fernsehgerät. Er meldete den Diebstahl bei der Polizei und beschloß auf eigene Faust zu suchen. Unter anderen suchte er per Google Maps nach Läden. Dort rief er an und erkundigte sich, ob jemand seine Sachen verkaufen wollte. In der Tat hatte er bei einem Shop Glück. Offensichtlich wollte dort jemand ein Powerbook zum Ankauf geben, welches seinem entsprach. Der Shop hatte eine Überwachungskamera und händigte Jesse auch die Aufnahmen aus. Mit diesem Angaben füllte er unter anderem sein Blog. Des Weiteren besass der Dieb die Dreistigkeit, ihn anzurufen und die alte XBox zu Rückkauf anzubieten. Jesse bekam die Accountinformationen raus. Diese schienen identisch zu sein. Der Rest ergab sich von selbst. Sein Blogeintrag landete bei Digg auf den ersten Seiten. Der Dieb bekam das mit und gab die Sachen zurück.
Der gesamte Vorgang konnte natürlich so schnell aufgeklärt werden, weil sich der Dieb recht dumm anstellte. Aber eben die vielfältigen Möglichkeiten von Google & Co. haben eindeutig geholfen, sich über die Identität des Diebes klar zu werden. Schnell wurde eine Seite ins Leben gerufen, die Details über den Dieb preisgibt. Also auch wenn ihr nichts stehlen wollt, solltet ihr euch immer im Klaren darüber sein was ihr schreibt und wieviel Informationen ihr preisgebt.