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Die letzten vier Postcrossing-Monate

In den letzten vier Monaten habe ich Postcrossing ein wenig probiert und durchaus Gefallen daran gefunden. Insgesamt schickte ich 28 Karten auf den Weg und erhielt bisher 22 zurück:
Übersicht der verschickten und empfangenen Karten
Anfangs kursierten die Karten eher im europäischen Bereich und erst nach zehn verschickten Karten kam der überseeische Bereich hinzu. Ob das nur Zufall ist kann ich nicht sagen. Weiterhin kann man ganz gut feststellen, dass die Software versucht, die verschickten und empfangenen Karten immer nahezu gleich zu halten. Sollte man nämlich keine Karten verschicken, wird auch die Adresse nicht weitergegeben. Versendet man hingegen viele davon, kommen auch in kurzer Zeit viele zurück. Ich werde mal ein wenig weiter rumspielen. Vielleicht kann man hier auch ein wenig Data Mining betreiben. :-)

Wir bezahlen in Eros

Was es nicht alles gibt. In Köln wollte jemand sich ein paar Zigaretten kaufen und legt einen 600-Euro-Schein vor. Das Exemplar war wohl ähnlich zu dem 300-Euro-Schein hier: Geldschein mit Erosmotiv
Der Verkäufer akzeptierte und gab dann 534 € Wechselgeld mit. Die obigen Scheine werden wohl auf diversen Seiten für 60 Cent das Stück verkauft. Derjenige hat also einen netten Gewinn erzielt. Der Verkäufer hingegen sollte dringend mal einen Blick auf das Design der Euro-Banknoten werfen.

via Bruce Schneier

Linux zerstört unsere Festplatten

Einem Nutzer ging kürzlich die Festplatte kaputt. Da dies noch innerhalb der Garantiefrist war, wandte er sich also an den Händler. Nach nur drei Monaten antwortete dieser dann wie folgt:

....supported unsere Hardware ausschließlich nur FAT und NTFS. Andere Dateisysteme wie die von Linux oder Unix bedürfen aufgrund ihrer agressiven Schreibtechnik spezieller Festplatten. Das weiß aber heutzutage inzwischen jedes Kind. Aus diesem Grunde kann davon ausgegangen werden, dass die Verwendung eines von uns nicht zerifizierten Betriebssystems zum beschriebenen Schaden geführt hat. Ein Garantieanspruch ist damit leider erloschen

und weiter

aus diesem Grunde würden wir Ihnen dringlichst anraten, das für dieses spezielle Gerät besonders angepasste Betriebssystem Windows XP Home fortan alleinig zu verwenden. Damit erhöht sich die Nutzungsdauer ihres Gerätes dramatisch

Ich hoffe, dass meine kürzlich gekaufte Festplatte davon noch nichts weiß ...

gefunden bei Susanne

Durchgefallen?

Hast du einen Zugangstest für eine amerikanische Uni gemacht und bist durchgefallen? Da teilst du das Schicksal von 4.000 anderen Studenten. Durch unerklärliche “technische Probleme” fielen die Tests schlechter aus als es die Wirklichkeit war. Es gab da wohl bis zu 100 Punkte zu wenig. Wenn man bedenkt, dass es pro Testabschnitt 200 bis 800 Punkte gibt, ist das schon recht massiv.

Die Details finden sich im Artikel der NYTimes und Bugmenot hat auch die Anmeldungsdaten. :-)

Wer hat sich Pr0n angeschaut?

In meinem Vortrag in Chemnitz bin ich u.a. auch auf den Verlust der Daten eingegangen. Die vergangenen Monate waren doch immer reich an Meldungen über Firmen, die Kreditkarten-, Versicherungs- und andere Daten verloren. Ein schönes Beispiel sah ich heute wieder bei Netzpolitik. Die Firma iBill erledigt Kreditkartentransaktionen in der Pornobranche. Hier sind nun insgesamt 17 Millionen Datensätze von Kunden der Pornoindustrie verlustig gegangen. Das sind zwar “nur” Adressen. Aber jetzt wird sicher der eine oder andere eine große Schweißperle auf der Stirn haben. :-)

siehe auch die Meldung bei Wired

Chemnitzer Linux-Tage

Letztes Wochenende fanden in Chemnitz wieder die Chemnitzer Linux-Tage statt. Ich habe die Veranstaltung bereits in den letzten Jahren gern besucht und da ich diverse Veranstaltungen leitete, machte ich mich auch am Sonnabend wieder auf.

Nach der Ankunft in Chemnitz wartete sogleich die erste Aufgabe auf mich. ich hatte mich nämlich bereit erklärt, die Sessionleitung zu übernehmen. Das bedeutet, dass ich die jeweiligen Vorträge anmoderieren, die Diskussion leiten und eventuelle kleinere Probleme beheben muss. Von den Verantwortlichen gab es hierzu eine gut aufbereitete Liste, so dass man als “Anfänger” nicht ganz hilflos dasteht. Auf diese Weise kam ich dann auch gleich in den Genuss, einen Vortrag zu Nagios und zu Xen anzuhören. Während Nagios für meine paar Rechner sicher ein wenig zu groß ist, ist Xen in der Tat eine Alternative, die ich nach den diversen Prüfungen mal testen muss. Ein weiterer Vortrag beschäftigte sich mit der automatischen Installation. Hier hatte ich gehofft, dass der Redner etwas mehr auf FAI eingeht. Stattdessen gab es mehr einen Überblick über die diversen Tools. Der letzte Vortrag am Vormittag beschäftige sich dann mit den IBM p-Series. Der Vormittag ging so mit einigen interessanten Vorträgen und ohne große Probleme über die Bühne.

Dann stand erstmal eine verdiente Mittagspause an und danach inspizierte ich erstmal den “Kryptokeller”. Dort sollte dann am abend das Keysigning stattfinden. Insbesondere war mir dabei wichtig, ob alle Teilnehmer überhaupt in den Raum passen. Nachdem das geklärt war, wollte ich eigentlich noch ein paar Vorträge besuchen. Aber auf dem Weg traf ich einige alte Bekannte und mit jedem gab es kurz was zu quatschen.

Zum Keysigning selbst hatten sich knapp 70 Schlüssel registriert. In Chemnitz machen wir es traditionell so, dass es einen Beamer mit Auflichteinheit gibt und jeder kommt nach vorn und präsentiert sich mit seinem Ausweis. Leider funktionierte die Auflichteinheit dieses Jahr nicht und ich wollte schon zur üblichen Schlange übergehen. Die Organisatoren schafften es jedoch, innerhalb kürzester Zeit einen Ersatz zu organisieren und so konnten wir alles wie gewohnt durchführen. Wie mir die Zeile gpg --with-colons --list-sigs 0xEE0977E8 | awk ‘BEGIN { FS=“:” }; /2006-03/ { print $5 } ' | sort | uniq | wc -l verrät, haben bisher 19 Teilnehmer mich unterschrieben. :-)

Am nächsten Morgen kamen wir etwas später an und ich machte mich dann gleich auf in den Vortragssaal. Um 12 Uhr begann dort meine dritte Aufgabe, der Vortrag mit dem Titel Mein Tor zum Internet. Thema war natürlich Tor. Ich hatte mir vorgenommen, ein paar allgemeine Sachverhalte zur alltäglichen Überwachung zu erzählen und im zweiten Teil, einige Aspekte von Tor genauer zu erläutern. Einen rein praktischen Teil, in dem die Einrichtung genauer erklärt wird, hatte ich dabei nicht vorgesehen. Julius schrieb jedoch, dass er sich dies jedoch noch mehr gewünscht hätte. Diesen Teil werde ich später hier in Jena zu einer Veranstaltung unserer LUG genauer erklären und evtl. werde ich das auch bei späteren Veranstaltungen als Workshop mit reinnehmen. Die Folien des Vortrags sind mittlerweile auch online. Ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere Zuhörer seine Meinung zum Vortrag hinterlassen würde. Das kannst du entweder hier als Kommentar formulieren oder auch mir eine E-Mail schreiben.

Im Anschluss gab es einen sehr interessanten Vortrag von Wilhelm Dolle über das Thema Bluetooth. Wilhelm erklärte sehr gut, die Funktionsweise von Bluetooth und beschrieb im folgenden, wie man Bluetooth sicher einrichten kann und wo generelle Schwachstellen in der Implementierung liegen. Ich kann diesen Vortrag Interessierten nur empfehlen.

Jetzt übermannte mich der Hunger und ich wollte kurz was essen. Aber letztlich blieb ich bis zum Ende der Veranstaltung dort hängen. Durch den regen Strom der Leute gab es hier und da was zu Erzählen und so verging die Zeit wie im Fluge. Leider hörte ich so nur recht wenige Vorträge. Aber ich hoffe auf die Audioaufzeichnung, um das dann im Nachhinein zu genißen.

Alles in allem waren die Chemnitzer Linux-Tage wieder eine sehr gelungene Veranstaltung. Ich kann mich dem Meinungsbild der anderen hier nur anschliessen. Wenn ihr also die Gelegenheit habt, kommt nächstes Jahr nach Chemnitz und besucht dieses tolle Event!

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