Skip to content

Passworte bei grml2hd

Ich hatte gestern hier über das neue grml-Release berichtet. Wie mika schreibt, gibt es Probleme mit Passworten, die mehr als acht Zeichen haben. Das Passwort wird bei der Installation korrekt gesetzt. Jedoch ist es möglich, sich mit den ersten acht Zeichen einzuloggen. Daher solltet ihr nach der Installation ein passwd ausführen und das Passwort ändern. Ihr könnt auch vor der Installation das Skript mit apt-get update ; apt-get install grml2hd aktualisieren und dann die Installation durchführen.

siehe auch den Bugreport

Funkenzutzler

Wie es mika in seinem Blog schon ankündigte, gibt es wieder eine neue grml-Version. Die 0.8 trägt den Codenamen Funkenzutzler und hat wieder einige Nettigkeiten im Rucksack:

  • X.org 7.0
  • Für das Terminal wird die Schrift Lat15-Terminus16 verwendet. Ich finden die Schrift sehr angenehm und gut lesbar.
  • 117 neue Pakete
  • fvwm-crystal und dwm sind als Windowmanager hinzu gekommen
  • und noch vieles mehr

Wie schon bei den alten Versionen kann ich gerade Sysadmins die CD nur wärmstens empfehlen. Sie bringt all die Tools mit, die man bei der täglichen Arbeit braucht und hat mir schon sehr viel geholfen.

Gentoo-Entwickler zu adoptieren

Der aktuelle Gentoo-Newsletter schreibt von einem neuen Projekt namens adopt a developer. Bisher war es wohl recht schwer, Entwickler, die bestimmte Ressourcen benötigen mit denjenigen zusammenzubringen, die die Ressourcen haben. Daher wurde dieses Projekt ins Leben gerufen. Die Webseite bietet zum einen eine Liste, welche Person was benötigt bzw. bereitstellt. Somit sollte man Nachfrager und Anbieter recht gut zusammenführen können. Weiter können sowohl Entwickler wie Anbieter über ein Formular schreiben, was sie brauchen bzw. anbieten möchten. Die Gesuche gehen dabei von Büchern über diverse Hardware (RAM-Bausteine, GPS-Empfänger). Ich denke, es ist für jeden, der das Open-Source-Projekt unterstützen möchte, etwas dabei. Falls nicht, bietet sich immer noch die Möglichkeit, an das Projekt zu spenden.

Ich finde das eine recht gute Idee und hoffe, dass sich das zugunsten von Gentoo weiterentwickeln wird.

Dateien im temporären Verzeichnis löschen

Innerhalb der Linux-Verzeichnishierarchie existieren mehrere Möglichkeiten, temporäre Dateien abzulegen. Eine der gebräuchlisten ist das /tmp-Verzeichnis. Der Filesystem Hierarchy Standard schlägt vor, dass alle Daten in diesem Verzeichnis beim Systemboot gelöscht werden. Standardmäßig ist das jedoch bei den wenigsten Linuxdistributionen der Fall. Debian beispielsweise stellt in der Datei /etc/default/rcS ein, dass alle Dateien 30 Tage lang im /tmp aufbewahrt werden, bevor sie gelöscht werden. Die Variable, um den Wert zu ändern, heißt hier TMPTIME. Bei SuSE-Systemen wird der Wert in der Datei /etc/sysconfig/cron eingestellt und die Variable heißt dort MAX_DAYS_IN_TMP. Außerdem kann man da auch mittels OWNER_TO_KEEP_IN_TMP einstellen, dass Dateien, die einem bestimmten Benutzer gehören, erhalten werden.

Wenn man nun wirklich, die Dateien jeden Tag löschen will, empfiehlt es sich, dieses als tmpfs zu mounten. Das bewirkt, dass das Verzeichnis im RAM angelegt wird und je nach Bedarf dynamisch wächst und wieder schrumpft. Beim Reboot ist das Verzeichnis dann automatisch immer leer. Dazu muss man in die /etc/fstab lediglich die Zeile none /tmp tmpfs size=100M 0 0 eingefügt werden. Dadurch wird eine 100 MB große Partition angelegt. Nach meinen Erfahrungen sollte diese Größe durchaus reichen. Falls nicht, muss die obige Größe eben angepasst werden. Will man das /tmp nicht ins RAM auslagern, kann man immer noch die obigen Variablen auf passende Werte einstellen.

Kerneloptionen

Die Grundkonfiguration des Linuxkernel ist in der Regel eine recht mühsame Sache. Ehe man sich durch die einzelnen Menüpunkte gehangelt hat, kann durchaus schon mal eine Stunde vergehen. Wenn man dann dazu noch kein Englisch versteht, ist man aufgeschmissen. Daher haben wir in der LUG vor einiger Zeit mal einen Workshop zur Kernelkonfiguration gemacht. Dieser sollte die wichtigsten Einstellungen erklären und einem “Kernelanfänger” eine Hilfe an die Hand geben.

Aus dem Workshop hatte ich seinerzeit eine Webseite gebaut. Mittlerweile gibt es neuere Kernelversionen und so entschied ich mich, die Seiten auf einen neuen Stand zu bringen. Dabei habe ich die Struktur geändert. Es gibt für jeden Konfigurationspunkt aus dem Kernelmenu eine Extraseite (Wenn denn alle fertig sind.). In den jeweiligen Unterseiten finden sich dann die Erklärungen.

Ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere mal einen Blick darauf werfen könnte und mir Fehler bzw. Unklarheiten mitteilt. In den nächsten Tagen/Wochen werde ich die Seiten weiter ausbauen.

Ostereier

Wer bei dem Wetter nicht nach draußen will, um Ostereier zu suchen, kann das auch zu Hause tun. Der Datenkobold hat bei Gentoo gegraben und ein schönes Ei gefunden. Wer es installieren will, gibt auf der Kommandozeile einfach emerge moo ein und kann sich nach kurzer Zeit über sein Osterei freuen. Damit die Debianuser nicht zu kurz kommen, gibt es für sie auch apt-get moo.

Die Raymondschen CUPS-Geschichten in deutsch

Eric S. Raymond hat vor längerer Zeit ein Essay über seine Leiden mit CUPS veröffentlicht. Dieses wurde freundlicherweise von Gregor Ottmann übersetzt und gehostet. Doch Gregor entschied sich, seine Webseite dichtzumachen und auch die deutsche Version des Essays nicht mehr anzubieten. Ich fand das sehr schade, da ich das Werk gerade für Entwickler recht gut halte. Auf eine Nachfrage stellte mir Gregor dankenswerterweise seine Übersetzung zur Verfügung. Ich habe diese etwas angepasst und innerhalb des computerbezogenen Teils meiner Seiten online gestellt. Wie immer gilt, wenn jemand Fehler sieht oder eine bessere Übersetzung hat, kann mir gern eine E-Mail schicken.

Update meiner Rechner

Nach Prüfungen, Umzug und Seminar habe ich nun endlich mal etwas Zeit, mich um meine Rechner zu kümmern. Zum einen werde ich mir in der neuen Wohnung den langersehnten Wunsch erfüllen und DSL bestellen. Da gibt es dann vieles neu einzurichten und anzupassen. Zum anderen ist da mein Laptop, den ich momentan gerade nicht für geschäftliche Dinge brauche. Das heißt dann im speziellen, dass ich diverse Sachen auf diesem teste.

Auf dem Laptop selbst läuft ein Gentoo. Die Pakete werden dabei innerhalb einer tmpfs-Partition gebaut. Diese Partition liegt im RAM und bringt daher etwas mehr Geschwindigkeit beim Kompilieren. Nunmehr habe ich auf einen Hinweis im Gentoowiki hin das Verzeichnis /usr/portage in eine Looppartition gesteckt, diese als ReiserFS partitioniert. Dies soll nochmal ein wenig mehr an Performance bringen. Es wäre zu testen, ob auch ext2/3 mit kleiner Blockgröße hier Vorteile bringt.

Weiterhin habe ich gerade begonnen, den bisher monolithischen X-Server modular zu bauen. Das erste Problem gab es beim Paket xkeyboard-config. Laut configure fehlte das Perlmodul XML::Parser. Durch Bug Nummer 127.591 lernte ich dann, das nach einem Update von Perl das Skript perl-cleaner durchlaufen soll. Tja, eigentlich steht das ja auch als Meldung beim Update mit da. Doch wenn diese genau dann gemacht werden, während man selbst schläft ... Wenn dieser Update dann irgendwann fertig ist, steht als nächster Punkt LDAP auf dem Programm. Ich will zum einen einige Tests mit OpenLDAP wie auch mit tinyldap durchführen. Damit dürfte der Laptop dann auch erstmal ganz gut ausgelastet sein.

Weiterhin steht bei mir eine alte Sunstation rum, auf der ich gern ein Linux laufen lassen würde. Problem hier ist, dass das noch eine 16-Bit-Maschine ist. Mir erzählte jedoch jemand, dass es da Patches geben würde. Falls einer der Leser genaueres weiß, bin ich über jegliche Hinweise sehr dankbar. Letztlich hat noch Thomas einen alten Robotron (wahrscheinlich KC irgendwas) rumstehen. Diesen wollen wir im Rahmen eines LUG-Projektes gern wiederbeleben.

Also gibt es für die verbliebenen Tage der vorlesungsfreien Zeit noch einiges zu tun. Erfahrungsgemäß müssen im Semester solche Nettigkeiten leider liegenbleiben.

Linux zerstört unsere Festplatten

Einem Nutzer ging kürzlich die Festplatte kaputt. Da dies noch innerhalb der Garantiefrist war, wandte er sich also an den Händler. Nach nur drei Monaten antwortete dieser dann wie folgt:

....supported unsere Hardware ausschließlich nur FAT und NTFS. Andere Dateisysteme wie die von Linux oder Unix bedürfen aufgrund ihrer agressiven Schreibtechnik spezieller Festplatten. Das weiß aber heutzutage inzwischen jedes Kind. Aus diesem Grunde kann davon ausgegangen werden, dass die Verwendung eines von uns nicht zerifizierten Betriebssystems zum beschriebenen Schaden geführt hat. Ein Garantieanspruch ist damit leider erloschen

und weiter

aus diesem Grunde würden wir Ihnen dringlichst anraten, das für dieses spezielle Gerät besonders angepasste Betriebssystem Windows XP Home fortan alleinig zu verwenden. Damit erhöht sich die Nutzungsdauer ihres Gerätes dramatisch

Ich hoffe, dass meine kürzlich gekaufte Festplatte davon noch nichts weiß ...

gefunden bei Susanne

Chemnitzer Linux-Tage

Letztes Wochenende fanden in Chemnitz wieder die Chemnitzer Linux-Tage statt. Ich habe die Veranstaltung bereits in den letzten Jahren gern besucht und da ich diverse Veranstaltungen leitete, machte ich mich auch am Sonnabend wieder auf.

Nach der Ankunft in Chemnitz wartete sogleich die erste Aufgabe auf mich. ich hatte mich nämlich bereit erklärt, die Sessionleitung zu übernehmen. Das bedeutet, dass ich die jeweiligen Vorträge anmoderieren, die Diskussion leiten und eventuelle kleinere Probleme beheben muss. Von den Verantwortlichen gab es hierzu eine gut aufbereitete Liste, so dass man als “Anfänger” nicht ganz hilflos dasteht. Auf diese Weise kam ich dann auch gleich in den Genuss, einen Vortrag zu Nagios und zu Xen anzuhören. Während Nagios für meine paar Rechner sicher ein wenig zu groß ist, ist Xen in der Tat eine Alternative, die ich nach den diversen Prüfungen mal testen muss. Ein weiterer Vortrag beschäftigte sich mit der automatischen Installation. Hier hatte ich gehofft, dass der Redner etwas mehr auf FAI eingeht. Stattdessen gab es mehr einen Überblick über die diversen Tools. Der letzte Vortrag am Vormittag beschäftige sich dann mit den IBM p-Series. Der Vormittag ging so mit einigen interessanten Vorträgen und ohne große Probleme über die Bühne.

Dann stand erstmal eine verdiente Mittagspause an und danach inspizierte ich erstmal den “Kryptokeller”. Dort sollte dann am abend das Keysigning stattfinden. Insbesondere war mir dabei wichtig, ob alle Teilnehmer überhaupt in den Raum passen. Nachdem das geklärt war, wollte ich eigentlich noch ein paar Vorträge besuchen. Aber auf dem Weg traf ich einige alte Bekannte und mit jedem gab es kurz was zu quatschen.

Zum Keysigning selbst hatten sich knapp 70 Schlüssel registriert. In Chemnitz machen wir es traditionell so, dass es einen Beamer mit Auflichteinheit gibt und jeder kommt nach vorn und präsentiert sich mit seinem Ausweis. Leider funktionierte die Auflichteinheit dieses Jahr nicht und ich wollte schon zur üblichen Schlange übergehen. Die Organisatoren schafften es jedoch, innerhalb kürzester Zeit einen Ersatz zu organisieren und so konnten wir alles wie gewohnt durchführen. Wie mir die Zeile gpg --with-colons --list-sigs 0xEE0977E8 | awk ‘BEGIN { FS=“:” }; /2006-03/ { print $5 } ' | sort | uniq | wc -l verrät, haben bisher 19 Teilnehmer mich unterschrieben. :-)

Am nächsten Morgen kamen wir etwas später an und ich machte mich dann gleich auf in den Vortragssaal. Um 12 Uhr begann dort meine dritte Aufgabe, der Vortrag mit dem Titel Mein Tor zum Internet. Thema war natürlich Tor. Ich hatte mir vorgenommen, ein paar allgemeine Sachverhalte zur alltäglichen Überwachung zu erzählen und im zweiten Teil, einige Aspekte von Tor genauer zu erläutern. Einen rein praktischen Teil, in dem die Einrichtung genauer erklärt wird, hatte ich dabei nicht vorgesehen. Julius schrieb jedoch, dass er sich dies jedoch noch mehr gewünscht hätte. Diesen Teil werde ich später hier in Jena zu einer Veranstaltung unserer LUG genauer erklären und evtl. werde ich das auch bei späteren Veranstaltungen als Workshop mit reinnehmen. Die Folien des Vortrags sind mittlerweile auch online. Ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere Zuhörer seine Meinung zum Vortrag hinterlassen würde. Das kannst du entweder hier als Kommentar formulieren oder auch mir eine E-Mail schreiben.

Im Anschluss gab es einen sehr interessanten Vortrag von Wilhelm Dolle über das Thema Bluetooth. Wilhelm erklärte sehr gut, die Funktionsweise von Bluetooth und beschrieb im folgenden, wie man Bluetooth sicher einrichten kann und wo generelle Schwachstellen in der Implementierung liegen. Ich kann diesen Vortrag Interessierten nur empfehlen.

Jetzt übermannte mich der Hunger und ich wollte kurz was essen. Aber letztlich blieb ich bis zum Ende der Veranstaltung dort hängen. Durch den regen Strom der Leute gab es hier und da was zu Erzählen und so verging die Zeit wie im Fluge. Leider hörte ich so nur recht wenige Vorträge. Aber ich hoffe auf die Audioaufzeichnung, um das dann im Nachhinein zu genißen.

Alles in allem waren die Chemnitzer Linux-Tage wieder eine sehr gelungene Veranstaltung. Ich kann mich dem Meinungsbild der anderen hier nur anschliessen. Wenn ihr also die Gelegenheit habt, kommt nächstes Jahr nach Chemnitz und besucht dieses tolle Event!

screen wiederbeleben

In meiner Kurzvorstellung habe ich ja schon recht viel zu GNU screen geschrieben. Heute stiess ich durch Zufall auf einen sehr interessanten Eintrag bei sec. Wenn man aus Versehen mal den Socket von screen gelöscht hat, hilft ein kill -CHLD <pid> und der Socket wird wieder angelegt. Mir ist das zwar noch nie passiert. Aber zuviel Wissen kann nie schaden. ;-)

cronjob