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Post aus den USA

Diese Postkarte kommt aus dem Nordosten der USA, aus Minneapolis. Ich finde den Namen der Stadt recht interessant. Da dies eine Zusammenstellung aus dem indianischen Wort minne für Wasser und dem griechischen polis für Stadt ist. Minneapolis liegt direkt neben St. Paul, der Hauptstadt von Minnesota, und ist selbst die größte Stadt in Minnesota. Der Fluss, der sich durch das Bild bewegt, ist der Mississippi:
Luftbild von Minneapolis

Wer will schon ins Fernsehen?

Vor einigen Tagen erreichte mich eine Anfrage des MDR. Die hatten festgestellt, dass ich in meiner Freizeit immer mal mit dem Drachenboot unterwegs bin und wollten über diese Sportart eine kurze Reportage drehen. Da “mein” Verein etwas weitab der Saale ist und die Sendung unbedingt auf der Saale gedreht werden sollte, fragte ich bei einem lokalen Verein an. Schliesslich sind auch die Vereine gehalten ein wenig Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und da käme doch solch eine Gelegenheit wie erwartet, dachte ich. Tja, aber im Verein wollte mich erst Person A zurückrufen, dann Person B. Bis heute habe ich keinen solchen Anruf erhalten. Aber ich bin ja hartnäckig und ging mal direkt beim Bootshaus vorbei. Fremde scheinen auch dort eher als Eindringlinge betrachtet zu werden. Das Vereinsmitglied versuchte jedenfalls so wenig wie möglich auf meine Nachfrage einzugehen und mich eher wieder loszuwerden. Wer nicht will ...

Schließlich startete ich eine Nachfrage in diversen Webforen und siehe da, binnen zwei Tagen meldeten sich vier Vereine zwischen Bamberg und Berlin. Der Beitrag wurde nun in Halle gedreht und kann demnächst im Länderspiegel bewundert werden.

Ich frage mich nur, warum der Verein, der offensichtlich kein Interesse am Dreh hatte, nicht einfach absagt. Stattdessen lässt er mich eine Woche in der Warteschleife kreisen. :-(

Wünsche für den Tor-Workshop?

Das Symposium Datenspuren naht und damit auch meine Aufgabe dort. Ich habe mich bereit erklärt, einen Workshop zu Tor zu machen. Ziel dieses Workshops soll sein, dass die Teilnehmer am Ende selbst Client, Server und versteckte Services aufsetzen können. Momentan plane ich nach den üblichen einführenden Worten zunächst näher auf die Konfiguration des Torproxy einzugehen. Insbesondere will ich zeigen, wie man Tor in recht restriktiven Umgebungen einsetzt, wie man bestimmte Exitserver sperrt/zulässt, etc. Der nächste Abschnitt soll sich dann mit den diversen “Anwendungen” beschäftigen. Das fängt beim Browser an und geht über IRC-Clients, E-Mail, etc. Je nachdem, was die Teilnehmer sehen wollen, werde ich hier die diversen Möglichkeiten vorstellen. Dieser erste Block wird meiner Ansicht nach vom Zeitverbrauch der grösste sein.

Jetzt folgt die Einrichtung eines Servers. Hier sind die Möglichkeiten sehr groß und werde versuchen, diverse “Standardszenarien” vorzustellen. Zum einen werde ich die recht flexiblen Exitpolicies vorstellen. Denn hier gibt es aus meiner Sicht immer wieder Fragen bzw. viele wissen gar nicht, wie man das einstellen kann. Zum anderen werde ich auf Bandbreitenmanagement u.ä. näher eingehen. Denn auch dies wird aus meiner Sicht recht häufig gefragt.

Ganz zum Schluss will ich dann noch erklären, wie man einen versteckten Service einrichtet bzw. einen solchen nutzt. Dieses Kapitel ist whs. recht kurz. Denn die Einrichtung ist recht einfach und klar.

Der Workshop sollte somit allen Interessierten eine umfassende Einführung in Tor bieten. Ich hoffe, dass die Teilnehmer danach einen Grundstock an Wissen mit nach Hause nehmen und diesen für weitere Experimente nutzen. Gibt es aus eurer Sicht weitere Punkte, die ihr gern hören würdet bzw. die ich ansprechen sollte? Falls das so ist, werde ich versuchen, diese mit in den Workshop einzubauen. Der C3D2 wird sicher eine Audioaufzeichnung machen. Somit können dann auch andere vom Workshop profitieren.

Symposium Datenspuren

Am 2006-05-13 findet in Dresden wieder das CCC-Symposium “Datenspuren” statt. Unter dem Motto Privatsphäre war gestern haben sich eine Reihe erstklassiger Vorträge angekündigt. So wird Jörg Tauss das Informationsfreiheitsgesetz beleuchten und Constanze Kurz und starbug nehmen sich dem Thema Biometrie an. Weiterhin geht es im Rahmen des Symposiums um Netzzensur, die elektronische Gesundheitskarte, DNSSEC und vieles mehr. Ich kann euch nur empfehlen, euch auf nach Dresden zu machen. Ihr werdet dort eine gute Veranstaltung und eine sehr schöne Stadt finden.

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