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Postkarten anschauen

Ich sitze gerade hier und scanne die letzten Postkarten ein. Dabei unterhalte ich mich mit einer Kollegin über die Postkarten und welche ich aktuell einscanne. Sie wollte eine bestimmte sehen und ich meine zu ihr: “Die erscheint erst morgen im Blog. Du kannst die aber schon in meinem Flickr-Set anschauen.” Darauf ihre Antwort: “Ich kann aber auch einfach rüberkommen und mir das Original ansehen.” ;-)

Rückblick auf das vergangene Semester

Die Klausuren sind überstanden und wie auch schon nion will ich einen kurzen Rückblick auf das Semester geben.

Das Semester begann mit sechs Vorlesungen zu insgesamt 30 Wochenstunden. Zwei davon besuchte ich eher interessehalber. Leider habe ich das nicht bis zum Semesterende durchgehalten, denn ein wichtiger Grund :-) verlangte auch Zeit von mir.

Maß & Integral
Die Vorlesung in Maßtheorie dient vor allem dazu, den bekannten Inhaltsbegriff zu verallgemeinern. Ziel ist, beliebige Mengen messen zu können. So abstrakt wie das vielleicht klingt, ist es auch. Sowohl Professoren wie auch Mitstudenten hatten bereits vor dem Thema gewarnt und auch ich kann ohne Umschweife sagen, dass dies die bisher schwerste Veranstaltung im Studium war. Ich habe jede Woche (z.T. weit) mehr als zwölf Stunden mit der Vorlesung und den Übungen aufgewendet. Zumeist mussten in Übungsaufgaben Sätze bzw. Lemmata bewiesen werden und diese wurden auch sehr streng bewertet. Alles in allem fand ich das dennoch eine gute Übung, wie man korrekt mathematisch denkt und formuliert.
Lineare Optimierung
Thema dieses Faches ist im wesentlichen der Simplexalgorithmus. Das heißt, man hat ein lineares Problem und der Algorithmus kann auf schnelle, einfache Weise das Problem lösen. Ihr fragt euch, was denn nun ein lineares Problem ist? Stellt euch vor, ihr produziert verschiedene Lacke und jeder wirft unterschiedliche Gewinne ab. Wenn ihr den maximalen Gewinn erzielen wollt, würdet ihr im Normalfall den Lack mit dem höchsten Gewinn produzieren. Aber nun kommen diverse Beschränkungen ins Spiel. Von diversen Lacken können nur Maximal- und/oder Minimalmengen hergestellt werden. Wenn man all dies aufsammelt, erhält man eine Matrix von Bedingungen. All diese sind linear und können mit dem Simplex gelöst werden. Das Thema wurde sehr fundiert und mit vielen Beispielen garniert, präsentiert. Den Abschluss bildete die Programmierung des Simplex. Das ist nicht wirklich inhaltlich schwer, sondern vielmehr muss man stark aufpassen, dass man sich nicht mit dem Handling der Arrays verhaspelt.
Wissenschaftliches Rechnen II
Anderswo heißt die Veranstaltung Numerik gewöhnlicher und partieller Differentialgleichungen (DGL) und das trifft es auf den Punkt. In den Analysisvorlesungen lernt man die theoretischen Grundlagen, um DGLs zu lösen. Hier geht es darum, DGLs am Rechner zu lösen. Mir gefielen hier insbesondere die Programmieraufgaben, auch wenn es manchmal etwas länger dauerte, bis ich die Lösung raus hatte ...
Bifurkationstheorie in Banachräumen
In diese Vorlesung war ich ja schon eher zufällig gestolpert. Obwohl das Thema sehr interessant ist und vom Vorlesenden auch sehr gut präsentiert wurde, habe ich die Vorlesung nicht bis zum Ende besucht. Ich werde sicher im Hauptstudium nochmal einen Anlauf nehmen, zumal die Vorlesung auch für das Hauptstudium vorgesehen ist.
Einführung in die objektorientierte Programmierung mit C++
Auch hier hinderten mich Zeitgründe an der Vollendung. Der Natur der Sache mussten hier viele Aufgaben, meist Bildbearbeitung, programmiert werden und die Vorlesung hätte mir für das Reststudium keinerlei Nutzen gebracht. Also habe ich mich mit einem Stand von >90% der Übungspunkte aus der Vorlesung verabschiedet und habe dann auch nicht an der Klausur teilgenommen. Mir war es wichtiger, die obige Vorlesung in Maß und Integral nachzuarbeiten. Aber zumindest habe ich einen Einblick in C++ erhalten und werde, sofern ich die guten Vorsätze umsetze, die restlichen Aufgaben demnächst programmieren.
Informatik II
Der Name sagt eigentlich schon alles. Hier sollte uns beigebracht werden, wie Programme verifiziert werden und welche verschiedenen Programmierkonzepte es gibt. Wie man es von den Unis gewohnt ist, wurde sehr viel Gewicht auf Objektorientierung und Java gelegt. Mir persönlich fehlte etwas die Logikprogrammierung und auch die funktionale Programmierung hätte ich lieber etwas intensiver gehört. Aber man kann nicht alles haben. Und so habe ich mir mal die Spezifikation von Haskell 98 ausgedruckt und werde hoffentlich bis zum Anfang des neuen Semesters etwas tiefer in die Programmiersprache einsteigen.

Dieses Semester war recht stressig. Doch ich wollte vor der Geburt unseres Kindes noch eine möglichst große Zahl an Scheinen und Prüfungen machen. Denn das Zeitbudget ist nun noch mehr abgeschmolzen. Insofern habe ich auf die zwei freiwiliigen Veranstaltungen verzichtet und mich mehr auf die wichtigen Sachen konzentriert. Bisher hat sich das auch gelohnt. Denn drei Scheine habe ich schon in der Tasche und ich warte noch auf das Ergebnis der Klausur in der linearen Optimierung.

Ich habe mir vorgenommen, im nächsten Semester etwas kürzer zu treten und nur notwendige Vorlesungen zu besuchen. Jedoch stelle ich jetzt schon fest, dass es in etwa vier Veranstaltungen gibt, die mich interessieren. Insofern muss ich meine Überlegungen nochmal prüfen. ;-)

Sudoku

Zur Entspannung spiele ich hin und wieder gern mal ein Sudoku. Online mache ich das meist bei Websudoku. Am Ende eines Spieles erhält man da eine nette Zusammenfassung, wie lange das Spiel dauerte und wo man sich ungefähr befindet. Für das Mediumlevel sind neun Minuten und 57 Sekunden als mittlere Zeit angegeben. Dies fand ich lange Zeit recht weit hergeholt. Aber in der Tat macht auch hier Übung den Meister. Mittlerweile liege ich oft um die sechs Minuten und heute habe ich mal persönliche Bestzeit hingelegt:
Zeit von 4:24
Ich werde also langsam zum nächsten Level wechseln müssen. ;-)

Wichtige Nullen

Oh mann, ein Zeichen hat mich jetzt zwei Stunden Zeit gekostet. Ich habe an einem Programm zur impliziten Berechnung einer Differentialgleichung geschrieben. Das Programm war im Prinzip fertig. Jedoch wurde die Berechnungsroutine zu selten aufgerufen und das Ergebnis stimmte daher nur näherungsweise. Nach erfolglosem Suchen entschloss ich mich, das Programm komplett neu zu schreiben und siehe da, es funktionierte. Woran lags? Ein #define hatte ich testweise von 0.0 in 1.0 geändert und ich hatte das später schlichtweg übersehen. Jetzt errechnet mir das Programm eine schöne Lösungskurve für das Intervall von 0 bis 20:
Loesungskurve der DGL

Wer will schon ins Fernsehen?

Vor einigen Tagen erreichte mich eine Anfrage des MDR. Die hatten festgestellt, dass ich in meiner Freizeit immer mal mit dem Drachenboot unterwegs bin und wollten über diese Sportart eine kurze Reportage drehen. Da “mein” Verein etwas weitab der Saale ist und die Sendung unbedingt auf der Saale gedreht werden sollte, fragte ich bei einem lokalen Verein an. Schliesslich sind auch die Vereine gehalten ein wenig Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und da käme doch solch eine Gelegenheit wie erwartet, dachte ich. Tja, aber im Verein wollte mich erst Person A zurückrufen, dann Person B. Bis heute habe ich keinen solchen Anruf erhalten. Aber ich bin ja hartnäckig und ging mal direkt beim Bootshaus vorbei. Fremde scheinen auch dort eher als Eindringlinge betrachtet zu werden. Das Vereinsmitglied versuchte jedenfalls so wenig wie möglich auf meine Nachfrage einzugehen und mich eher wieder loszuwerden. Wer nicht will ...

Schließlich startete ich eine Nachfrage in diversen Webforen und siehe da, binnen zwei Tagen meldeten sich vier Vereine zwischen Bamberg und Berlin. Der Beitrag wurde nun in Halle gedreht und kann demnächst im Länderspiegel bewundert werden.

Ich frage mich nur, warum der Verein, der offensichtlich kein Interesse am Dreh hatte, nicht einfach absagt. Stattdessen lässt er mich eine Woche in der Warteschleife kreisen. :-(

Wort des Tages

Anwälte verstehen es immer wieder mal nette Wortschöpfungen in den Raum zu werfen. So musste ich doch über vorsätzliche sittenwidrige Schädigung recht herzlich lachen. Beim Gugln fiel mir jedoch auf, dass sich das schonmal in den Kommentaren im Lawblog niedergeschlagen hat. Damals ist es mir wohl nicht aufgefallen. Aber wenn es einen selbst betrifft, achtet man schon mehr darauf ...

Semesterbeginn

Der erste Tag im neuen Semester begann heute recht geruhsam. Zumeist hatten die Professoren einführende Worte bzw. eine Einführung in das Thema zu vermelden. Meine erste Vorlesung begann so wie sie im letzten Jahr aufgehört hatte, nämlich mit Konfusion und Fehlern. Unten findet sich eine Aufnahme der Tafel aus dem letzten Semester. Diese ist recht typisch für das Tafelbild und auch für die Übungszettel. Den Rekord hielt ein Übungszettel mit elf Fehlern (Inhalt und Rechtschreibung). Wieviele Fehler findest du unten?
Tafelbild mit diversen Fehlern

Nach dieser Vorlesung hatte ich eigentlich eine Freistunde. Doch ich unterhielt mich mit einigen Kommilitionen und kam so in die Vorlesung Bifurkationstheorie in Banachräumen. Der Vorlesende führte sehr anregend in das Thema ein und weckte wirklich mein Interesse. Somit werde ich noch eine Vorlesung mehr hören. Die folgende Vorlesung in Optimierung scheint recht interessant zu werden. Der Professor trägt bislang gut strukturiert vor und bereit den Stoff so auf, dass man gut folgen kann. Außerdem wird es ein paar schöne Programmieraufgaben geben :-)

Zuletzt habe ich heute noch eine Vorlesung für objektorientierte Vorlesung mit C++ gehört. Doch bereits in den einführenden Beispielen war ersichtlich, dass der Fokus nicht gerade auf standardorientierter Programmierung liegt (Verwendung von using namespace ... bzw. return 0 statt EXIT_SUCCESS). Hier überlege ich noch, ob ich die Veranstaltung mitmache, um den Schein zu erwerben oder ob ich es lieber bleiben lasse.

Alles in allem wurde es Zeit, dass die Uni wieder beginnt und ich bin gespannt, was das neue Semester so bringt.

Wochenendausflug in die Krokuswiesen und Tschechien

Letztes Wochenende war für Heidi und mich Reisezeit. Laut Auskunft unserer Verwandten sollten in Drebach im Erzgebirge die Krokuswiesen wieder blühen. Die Blütezeit ist zeitlich begrenzt und so machten wir uns auf in Richtung Erzgebirge.

Die Drebacher Krokuswiesen sind mittlerweile weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Der Pfarrer hatte vor mehr als 300 Jahren aus Dankbarkeit eine Eibe, Doldiger Vogelmilch und Krokusse in den Ort gebracht. Die Pflanzen breiteten sich im Laufe der Jahre auf über sieben Hektar aus und so findet man in dem Ort viele Wiesenflächen, die voller Krokusse stehen. Wir hatten mit dem Wetter leider nichgt allzuviel Glück. Es war kühl, bewölkt und zum Teil graupelte es sogar. Somit blieben die Krokusse geschlossen und wir konnten nicht die volle Pracht geniessen. Trotz alledem war das sehr schön anzuschauen und ich kann jedem, der in der Region verweilt, nur einen Besuch empfehlen. Wenn ihr Sonne habt und die Blüten aufgegangen sind, ist das mit Sicherheit ein unvergesslicher Anblick.

Drebach liegt direkt an der tschechischen Grenze und somit lag es nahe, gleich noch einen Abstecher über die Grenze zu machen. Zum einen wird dort deutsches Benzin1 zu günstigen Preisen verkauft und andererseits sollen auch andere Waren (Lebens- und Arzneimittel,etc.) dort recht günstig zu haben sein. Direkt hinter der Grenze standen auch schon die ersten Tankstellen. Die Preise lagen hier bei 29,90 Kronen, was ungefähr 1,04 Euro sind. Alle weiteren Tankstellen hatten dasselbe Preisniveau. Lediglich in Chomutov gab es mit 28,50 Kronen einen nennenswerten Unterschied.

An anderen Einkaufsmöglichkeiten entdeckten wir nur diverse Ramschstände am Straßenrand. Im Vorbeifahren sah ich, dass man da wohl Zigaretten, diverse geschnitzte Sachen, böhmisches Glas und anderes kaufen konnte. Diese Märkte sind sicher preislich verlockend. Ich kann und will nicht die Qualität der Waren einschätzen und weiterhin sind wohl die Verkäufer auch extrem aufdringlich. Auch in einer “regulären” Kaufhalle unterschieden sich die Preise kaum von den deutschen bzw. lagen teils sogar weitaus höher. Insofern kann ich die Leute, die regelmäßig zum Einkaufen “rüber” fahren, nicht verstehen. Wir deckten uns mit einigen lokalen Spezialitäten, wie Obladen, gezuckerter Milch etc., ein und machten uns wieder auf den Rückweg.

Unser Trip war eindeutig als Einkaufsbummel geplant. Nichtsdestotrotz möchten wir doch gern mal wieder längere Zeit in Tschechien bzw. der Slowakei verbringen. Beide Teile haben sowohl kulturell wie auch von der Natur her viel zu Bieten und wir werden sicher demnächst mal einen Urlaub in einem oder beiden Ländern verbringen. Uns verbinden auch viele Erinnerungen mit den Ländern und diese wollen mal wieder aufgefrischt werden. :-)

1 Das Benzin, was im Grenzgebiet verkauft wird, stammt eigentlich aus einem Lager in der Nähe von Nossen. Von dort aus starten jeden Morgen einige Tanklastzüge, die den Benzin nach Tschechien fahren. Die deutschen Autofahrer fahren mehr oder weniger hinterher und bringen den Kraftstoff in ihren Tanks dann wieder zurück.

Wer klaut denn Müll?

Bei unserem Umzug brauchten wir Platz im Auto und stellten daher eine kleine Kiste mit Autoöl, einer leeren PET-Flasche und einem Benzinkanister in den Hausflur. Einen Tag später waren die Sachen plötzlich verschwunden. Wir vermuteten hier zunächst eine übereifrige Hausfrau, die diese irgendwohin geräumt hat. Doch als wir heute nachfragten, kam raus, dass sie nichts angerührt hat. Vielmehr wurde ihr sogar aus dem Treppenhaus ein alter Eimer, der für Werbebriefe, -zeitungen, etc. vorgesehen war, geklaut. Wer klaut denn sowas? Dummerweise hat noch niemand den alten 15’’-Monitor vor der Tür gesehen. Den werde ich nun wohl selbst entsorgen müssen ...

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