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Corona-Vergleich zwischen USA, Dänemark und Slowenien

Bei meinen Reisen durch die Statisken bei OWID verglich ich kürzlich verschiedene Länder bezüglich deren Impfungen, Einweisungen in Krankenhäuser etc. Dabei stieß mir der Vergleich zwischen den USA, Dänemark und Slowenien ins Auge.

Grafik verschiedener Corona-Parameter

Vergleich der Impfdosen, Corona-Infektionen, Patienten auf den Intensivstationen und Todesfällen der Länder USA, Dänemark und Schweden

Auf dem Bild links oben ist der Verlauf der Impfungen in den einzelnen Ländern gedruckt. Dabei liegt Dänemark weit vorn, gefolgt von den USA und am Ende liegt Slowenien. Zu Ende Januar 2022 sind in Dänemark weit über 80% der Bevölkerung vollständig geimpft (USA: 63%, Slowenien: 58 %).

Links oben sind die aktuellen Fallzahlen. Sowohl Dänemark wie auch Slowenien schießen nach oben während die USA weniger als die Hälfte der slowenischen Fallzahlen hat.

Links unten sind dann die Personen auf den Intensivstationen verzeichnet. Insbesondere Slowenien hat hier einen enormen Ausschlag. Leider fehlt bei OWID eine Möglichkeit, die Gesamtzahlen zu ermitteln. Aber grob geschätzt sind die Zahlen zwischen Oktober 2020 und Juli 2021 sowie September 2021 bis jetzt (Januar 2022) etwa gleich. Die Zahlen aus den USA sind leicht geringer geschätzt und Dänemark liegt dann deutlich darunter.

Schließlich finden sich rechts unten die Anzahl der Todesfälle. Bis Ende Oktober 2020 lagen die USA deutlich an der Spitze gefolgt von Dänemark und am Ende Slowenien. Ab Dezember 2020 bis heute sind die Todeszahlen in Slowenien am höchsten dicht gefolgt von den USA. Dänemarkt hat etwa ein Viertel der Zahlen der anderen beiden Länder.

Der Vergleich zeigt, dass Dänemark unter den drei Ländern bisher am besten durch die Pandemie gekommen ist. Sowohl Fallzahlen, wie auch Menschen in den Krankenhäusern wie auch die Todeszahlen liegen deutlich unter den USA und Slowenien. Aber auch im Zeitreihenvergleich steht Dänemark gut da. Heute hat das Land fünfzehnmal mehr Fälle als zu Weihnachten 2020. Jedoch liegen des Todesfälle deutlich unter den Hochs aus der Zeit. Aktuell liegen die etwa halb so hoch, sind aber noch am steigen.

Diese Entkopplung von Fall- und Sterbezahlen zeigt sich bei allen drei (und auch bei anderen) Ländern:

Vergleich der Fall- und Todeszahlen
Vergleich der Fall- und Todeszahlen

Ich habe die Ansicht in der obigen Grafik mal auf den Zeitraum zwischen Dezember 2020 und 2021 beschränkt. Denn durch den hohen Anstieg der Fallzahlen wird die Kurve zu “flach”. Bereits hier zeigt sich die Entkopplung von Fall- und Todeszahlen. In Dänemark und Slowenien gehen die Fallzahlen deutlich hoch, während die Zahl der Toten deutlich weniger steigt. Für Slowenien zeigt sich der Effekt noch viel deutlicher, wenn der Startzeitpunkt im OKtober 2020 liegt. Allerdings hinterlässt die Omikron-Wand in Slowenien schon jetzt deutliche Spuren. Dort hat sich die Zahl der Toten in den letzten beiden Wochen verdoppelt (bei einer Verdrei- bis Vervierfachung der Fallzahlen). Wenn sich das so fortsetzt, sollten die Zahlen etwas über die Spitze der Delta-Welle steigen und immernoch deutlich unter denen vom Jahresende 2020 liegen.

Aus meiner Sicht zeigt sich in diesen Zahlen der Erfolg der Impfung. Alle anderen Maßnahmen sind zu verschiedenen Graden in den betreffenden Ländern heruntergefahren worden. So dass die Impfung hier einen großen Schutzfaktor einnimmt.

Im Falle der USA ist der Effekt nicht so deutlich mit Bildern zu sehen. Hier müsste man die Daten mehr nach den einzelnen Ländern aufgliedern und würde dort dann ebensolche interessanten Erkenntnisse gewinnen. Das ist jedoch Thema für einen anderen (noch nicht geschriebenen) Blogbeitrag. :-)

Das BfV und die Spionageabwehr

Gestern war ich auf dem IT-Sicherheitstag bei der IHK Gera eingeladen. Dort hielten verschiedene Fachleute Vorträge oder Workshop. Die einleitenden Vorträge kamen von einem Experten für Spionageabwehr beim Bundesamt für Verfassungsschutz und von mir.

Der Referent des Verfassungsschutzes erklärte, woher die Bedrohungen für die Wirtschaft kommen, wie die aussehen können und was die Firmen dagegen tun können.

Woher kommen die Bedrohungen? Anfangs wurden insbesondere Russland und China mit ihren diversen Einheiten genannt. Die im weiteren Vortrag folgenden Beispiele wurden immer von chinesischen Bürgern ausgeführt. Zum Abschluss stellte der Redner fest, dass der Verfassungsschutz ja einen 360°-Blick hat und es keine Bedrohungen von westlichen Diensten gibt. Hauptgrund war die Tatsache, dass es keine Anzeigen aus der Wirtschaft gibt. Bedeutet das, dass Spionageabwehr nur aus dem Warten auf Anzeigen besteht?

Ich griff den Ball dann in meinem Vortrag nochmal auf und verwies auf den Fall Enercon, wo die NSA spionierte. Daneben verwies ich auf den DGSE und andere Dienste, deren Ziel Wirtschaftsspionage ist und in deren Fokus auch westliche Unternehmen stehen.

Der Vortrag des BfV-Referenten hatte viele Filme zur Illustration dabei. Wenn es dabei um Wirtschaftsspionage ging, kamen die Beispiele aus der Schweiz oder Österreich. Ich fragte mich, warum es keine Beispiele deutscher Unternehmen gibt und was das BfV mit schweizer oder österreicher Unternehmen zu tun hat. Eigentlich soll die Behörde Informationen sammeln, die sich gegen die FDGO richten oder deutsche Unternehmen gefährden.

Den Abschluss des Vortrages bildete ein wenig Werbung für die Behörde. Den schließlich würde diese diskret mit Informationen umgehen und, was dem Vortragenden wichtig zu sein schien, sie unterliegt nicht dem Legalitätsprinzip. Das heißt, bei Kenntnis von Straftaten müssen diese nicht angezeigt werden.

Insgesamt hinterließ der Vortrag bei mir einen recht faden Beigeschmack und bestätigte mein Bild von den »Verfassungsschützern«.

Podiumsdiskussion zur NSA mit Martina Renner

Heute gibt es wieder eine Veranstaltungsankündigung. Am morgigen Dienstag, dem 09. September 2014, werde ich zusammen mit Martina Renner einen Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion in Jena halten. In der Veranstaltung geht es um den NSA-Untersuchungsausschuss. Zu Anfang werden wir einige Details zur NSA, zu deren Überwachungsprogrammen und zu den Entwicklungen beim Untersuchungsausschuss erzählen. Anschließend stellen wir uns den Fragen aus dem Publikum.

Wer teilnehmen mag, sollte vor 18 Uhr im Hörsaal 8 im Unigebäude in der Carl-Zeiss-Str. 3 sein.

Tor -- Vortrag und Hackday

In München treffen sich in dieser Woche Vertreter des Tor-Projektes zum Summer-Dev-Meeting. Neben den internen Besprechungen gibt es zwei interessante Veranstaltungen für die Öffentlichkeit.

  1. Vortrag »Tor and the Censorship Arms Race: Lessons Learned«
    Roger Dingledine und Jacob Appelbaum berichten über ihre Erfahrungen in der Umgehung von Zensur. Tor ist in dieser Beziehung ein sehr wichtiges und sicheres Werkzeug. Der Vortrag findet am 24. Juli 2013 ab 18 Uhr im Hörsaal 1 des LRZ statt (siehe Bild unten).
  2. Tor Hack Day
    Am Freitag findet dann ein öffentlicher Hackday statt. Ihr könnt dort verschiedene Entwickler treffen und mit denen über Tor sprechen bzw. programmieren.

 

Kakenya Ntaiya: Ein Mädchen verlangt Bildung

Da ich vorhin über die TED-Konferenz schrieb, schiebe ich hier noch ein Video nach. Kakenya Ntaiya erzählt ihre Geschichte. Sie besuchte auf den Willen ihrer Mutter die Schule und erkannte den Wert der Bildung für sich. Heute errichtet sie Schulen und versucht ihre Idee weiterzutragen. Es ist schon erschreckend zu hören, was ihr bzw. ihrer Mutter wiederfahren ist.

Schlechte Vorträge auf der TED und was sie draus machen

Ich schaue mir gern diverse TED-Vorträge an. Die TED steht für Technology, Entertainment und Design. Die Konferenz will hochklassige Vorträge bieten. Viele davon sind inspirierend, bringen neue Ideen mit oder sind einfach unterhaltsam. Bisher sind mir noch keine schlechten Vorträge untergekommen, höchstens welche, die mich nicht interessieren. Kürzlich lief mir der Artikel »When TED Lost Control of Its Crowd« vom Harvard Business Review über den Weg. Der Autor schrieb von zwei Lokal-Konferenzen, wo höchst fragwürdige Vorträge geboten wurden. Allerdings beschreibt der Artikel sehr gut, wie die Organisatoren der TED darauf reagierten und wie es weiterging. Anstatt nämlich den Kopf in den Sand zu stecken, haben Sie über verschiedene Plattformen mit den Hörern diskutieret und Lehren gezogen.

Der Artikel ist zwar recht lang, aber eine lohnenswerte Lektüre. 

Spamschutz bei S9Y

Im Hintergrund tut Serendipity oder kurz S9Y seinen Dienst. Vor mehr als sieben Jahren stieg ich von Wordpress auf die Software um. Die Software tut im wesentlichen ihren Dienst. Außer, wenn wie heute, ein Plugin merkwürdige Sachen macht.

Ich hatte bis heute abend das Autosave-Plugin installiert. Das speichert die Einträge zwischen und soll eigentlich vor Datenverlust schützen. Bei mir sorgte es dafür, dass die Rezension mehrfach verschwand. Der Grund war, dass ich auf Speichern im Artikelfenster drückte und das Fenster offen liess. Das Plugin wollte einfach alte Werte speichern und löschte so den Beitrag.

Seit dem Jahreswechsel bereitet mir nicht die Blogsoftware Kopfschmerzen, sondern der Spam der eintrudelt. Anfangs hatte ich den Spamschutz aktiviert, den S9Y von Haus aus mitbringt. Dazu setzte ich ein paar Worte auf die Blacklist. Das reichte aus. Nebenan im Datenkanal habe ich noch das Bayes-Plugin im Einsatz. Das wurde von Beginn an angelernt und verrichtet gute Dienste.

Das S9Y Infocamp hat sich nun dem Thema Spamschutz bei S9Y angenommen. In dem Podcast besprechen sie verschiedene Mechanismen. Dabei kommt die Rede auf die SpamBee. Die arbeitet unter anderem mit versteckten CAPTCHAs. Die vier Podcaster sind voll das Lobes. Ich habe den Podcast glücklicherweise zur rechten Zeit gehört. Denn direkt nachdem ich die Biene hier installierte, traf das Blog eine Spamwelle. Von den Lesern hat das vermutlich niemand bemerkt. Die Spambiene hat den Spam wirklich sehr gut abgefangen. Wer also da draußen mit Spam bei S9Y zu kämpfen hat, sollte unbedingt SpamBee probieren. Vermutlich bringt das Plugin Linderung.

tweetbackcheckcronjob