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Kerneloptionen

Die Grundkonfiguration des Linuxkernel ist in der Regel eine recht mühsame Sache. Ehe man sich durch die einzelnen Menüpunkte gehangelt hat, kann durchaus schon mal eine Stunde vergehen. Wenn man dann dazu noch kein Englisch versteht, ist man aufgeschmissen. Daher haben wir in der LUG vor einiger Zeit mal einen Workshop zur Kernelkonfiguration gemacht. Dieser sollte die wichtigsten Einstellungen erklären und einem “Kernelanfänger” eine Hilfe an die Hand geben.

Aus dem Workshop hatte ich seinerzeit eine Webseite gebaut. Mittlerweile gibt es neuere Kernelversionen und so entschied ich mich, die Seiten auf einen neuen Stand zu bringen. Dabei habe ich die Struktur geändert. Es gibt für jeden Konfigurationspunkt aus dem Kernelmenu eine Extraseite (Wenn denn alle fertig sind.). In den jeweiligen Unterseiten finden sich dann die Erklärungen.

Ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere mal einen Blick darauf werfen könnte und mir Fehler bzw. Unklarheiten mitteilt. In den nächsten Tagen/Wochen werde ich die Seiten weiter ausbauen.

Ostereier

Wer bei dem Wetter nicht nach draußen will, um Ostereier zu suchen, kann das auch zu Hause tun. Der Datenkobold hat bei Gentoo gegraben und ein schönes Ei gefunden. Wer es installieren will, gibt auf der Kommandozeile einfach emerge moo ein und kann sich nach kurzer Zeit über sein Osterei freuen. Damit die Debianuser nicht zu kurz kommen, gibt es für sie auch apt-get moo.

Es werde Linux

Die Zeit hat einen sehr guten Artikel mit dem Titel “Es werde Linux” veröffentlicht. Dort wird anhand einer fiktiven Person ein wenig das Phänomen Linux und Open Source beleuchtet. Gute Lektüre für Ostern!

Gibt es Firewalls für Sicherheitsexperten?

Ich hätte gern eine Firewall für Sicherheitsexperten. Nein, keine die nur von Experten zu bedienen bzw. einzusetzen ist, sondern vielmehr eine, die mir das Geschwafel dieser selbsternannten Experten vom Leibe hält. Laut einem Beitrag bei Heise meint der Sicherheitsexperte Klaus Dieter Matschke, dass Google Earth die WM-Sicherheit gefährdet. Denn schließlich liefert Google Earth so genaue Koordinaten, dass man mit Kurzstreckenraketen um sich schießen kann (und wegen GE auch trifft). Wenn das wirklich jemand tun will, kommt er auch gut ohne Google Earth klar. Er besorgt sich einen GPS-Empfänger und misst das aus. Oder er fragt einfach bei seinem freundlichen Landesvermessungsamt nach. Weiterhin glaube ich ja, dass jemand, der die Mittel besitzt, sich eine Kurzstreckenrakete zu kaufen, auch problemlos ohne Google Earth an die entsprechenden Daten kommt. Dann stellt sich weiterhin auch die Frage, woher bekommt man die Rakete bzw. von wo wird diese abgefeuert. Bruce Schneier formuliert das sehr gut: Google Earth is not the problem; the problem is the availability of short-range missiles on the black market. Letztlich bin ich hier der Meinung, dass es viel einfacher wäre, dass sich der potentielle Attentäter selbst einen Gürtel umschnallt, ins Stadion spaziert und die Leine zieht bzw. irgendwo Sprengstoff platziert. Aber ich bin natürlich kein Sicherheitsexperte.

Die Raymondschen CUPS-Geschichten in deutsch

Eric S. Raymond hat vor längerer Zeit ein Essay über seine Leiden mit CUPS veröffentlicht. Dieses wurde freundlicherweise von Gregor Ottmann übersetzt und gehostet. Doch Gregor entschied sich, seine Webseite dichtzumachen und auch die deutsche Version des Essays nicht mehr anzubieten. Ich fand das sehr schade, da ich das Werk gerade für Entwickler recht gut halte. Auf eine Nachfrage stellte mir Gregor dankenswerterweise seine Übersetzung zur Verfügung. Ich habe diese etwas angepasst und innerhalb des computerbezogenen Teils meiner Seiten online gestellt. Wie immer gilt, wenn jemand Fehler sieht oder eine bessere Übersetzung hat, kann mir gern eine E-Mail schicken.

Update meiner Rechner

Nach Prüfungen, Umzug und Seminar habe ich nun endlich mal etwas Zeit, mich um meine Rechner zu kümmern. Zum einen werde ich mir in der neuen Wohnung den langersehnten Wunsch erfüllen und DSL bestellen. Da gibt es dann vieles neu einzurichten und anzupassen. Zum anderen ist da mein Laptop, den ich momentan gerade nicht für geschäftliche Dinge brauche. Das heißt dann im speziellen, dass ich diverse Sachen auf diesem teste.

Auf dem Laptop selbst läuft ein Gentoo. Die Pakete werden dabei innerhalb einer tmpfs-Partition gebaut. Diese Partition liegt im RAM und bringt daher etwas mehr Geschwindigkeit beim Kompilieren. Nunmehr habe ich auf einen Hinweis im Gentoowiki hin das Verzeichnis /usr/portage in eine Looppartition gesteckt, diese als ReiserFS partitioniert. Dies soll nochmal ein wenig mehr an Performance bringen. Es wäre zu testen, ob auch ext2/3 mit kleiner Blockgröße hier Vorteile bringt.

Weiterhin habe ich gerade begonnen, den bisher monolithischen X-Server modular zu bauen. Das erste Problem gab es beim Paket xkeyboard-config. Laut configure fehlte das Perlmodul XML::Parser. Durch Bug Nummer 127.591 lernte ich dann, das nach einem Update von Perl das Skript perl-cleaner durchlaufen soll. Tja, eigentlich steht das ja auch als Meldung beim Update mit da. Doch wenn diese genau dann gemacht werden, während man selbst schläft ... Wenn dieser Update dann irgendwann fertig ist, steht als nächster Punkt LDAP auf dem Programm. Ich will zum einen einige Tests mit OpenLDAP wie auch mit tinyldap durchführen. Damit dürfte der Laptop dann auch erstmal ganz gut ausgelastet sein.

Weiterhin steht bei mir eine alte Sunstation rum, auf der ich gern ein Linux laufen lassen würde. Problem hier ist, dass das noch eine 16-Bit-Maschine ist. Mir erzählte jedoch jemand, dass es da Patches geben würde. Falls einer der Leser genaueres weiß, bin ich über jegliche Hinweise sehr dankbar. Letztlich hat noch Thomas einen alten Robotron (wahrscheinlich KC irgendwas) rumstehen. Diesen wollen wir im Rahmen eines LUG-Projektes gern wiederbeleben.

Also gibt es für die verbliebenen Tage der vorlesungsfreien Zeit noch einiges zu tun. Erfahrungsgemäß müssen im Semester solche Nettigkeiten leider liegenbleiben.

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