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Vortrag zur Einsteinwoche in Jena

Diese Woche ist hier die Einsteinwoche ausgerufen worden. Physiker verschiedener Institute halten dazu Vorträge. So hatte sich gestern abend auch Prof. Dr. Harald Lesch eingefunden. Dem einen oder anderen sollte er durch die Sendung Alpha Centauri auf BR Alpha bekannt sein. Herr Lesch hielt einen Vortrag mit dem Thema “Vom Rand der physikalischen Erkenntnis: Schwarze Löcher und Neutronensterne”.

Bei seiner Vorlesung waren schätzungsweise 150--200 Leute anwesend. Nach einer kurzen Vorstellung durch den Gastgeber begann der Vortrag. Herr Lesch ging zunächst auf einige allgemeine Details der Relativitätstheorie und der Quantenmechanik ein. Nach diesen kurzen einführenden Worten begann dann der eigentliche Vortrag. Herr Lesch erklärte mit sehr anschaulichen Worten physikalische Phänomene, wie den Schwarzschildradius oder die Entstehung von Neutronensternen und schwarzen Löchern. Der Vortragwar gespickt mit sehr vielen anschaulichen Beispielen und immer sehr lebendig. Ich kann jedem nur empfehlen, mal Herr Lesch live zuzuhören. Es ist ein wahrer Genuss.

Wer Interesse an dem Thema hat, kann auch nach Graz fahren. Nach einem Hinweis von Mika gibt es dort auch eine Vortragsreihe zu dem Thema.

Bitte ein Interview mit den Gewinnern

Noch eine kleine Anekdote zum Berlin-Marathon:

An der Stelle, an der wir die Läufer bejubelten, befand sich ein Stand der Initiative Bauchumfang ist Herzenssache. Dort vermessen die Standbetreuer den Bauchumfang und messen auch Blutdruck. Danach kann man eine Indikation geben, ob der Proband ein höheres Risiko auf Herzinfarkt bzw. Schlaganfall hat. Es ist wohl so, dass das Bauchfett, dass sich an den inneren Organen ansetzt, eine andere Struktur hat als “normales” Fett. Ein erhöhtes Ausmaß führt dann auch zu erhöhtem Risiko.

Als wir uns am Stand vermessen liessen, kam eine Frau zum Personal und wollte ein Porträt der Initiative machen. Gleichzeitig sollten Teilnehmer kurz interviewt werden. Wir hatten natürlich noch unsere Teilnehmermedaillen um den Hals. Dies sah auch die Interviewerin und fragte uns, ob wir mit ihr das Interview machen wollten. Wir bejahten dies und nachdem das Interview gelaufen war, bekam ich so am Rande mit, dass sie annahm, dass wir die Gewinner des Skatemarathons wären. Das fanden wir zwar sehr schmeichelhaft, mussten das aber doch noch klarstellen. Mal sehen, ob der Beitrag trotzdem gesendet wird. ;-)

Falls jemand Euronews hat und das zufällig sieht, kann hier mal Bescheid sagen.

Berlinmarathon 2005

Am Wochenende fand zum 32. Mal der Berlin-Marathon statt. Nachdem ich im letzten Jahr aussetzen musste, war jetzt wieder die Teilnahme bei den Skatern angesagt.

Anreise und Vorbereitungen

Heidi und ich machten uns am Freitag in Richtung Berlin auf den Weg. Die erste Station war dann die Messe Berlin Vital. Dort werden die Startnummern ausgegeben und, wie es der Name schon sagt, ist gleich eine Messe mit dabei. In der Regel empfiehlt es sich, diese schon am Freitag oder Donnerstag zu besuchen. Denn am Samstag stürmen dann die Läufer das Gelände und sorgen für eine ordentliche Überfüllung. Freitags ist es hingegen angenehm leer und man kann ohne Stress alle Unterlagen in Empfang nehmen.

Nachdem wir unsere Startnummern und den Chip zur Zeitnahme in der Tasche hatten, schlenderten wir noch gemütlich über die Messe. Meiner Meinung nach war ein breiteres Angebot an Ausstellern da. Früher fand man dort zumeist Bekleidungen und Nahrungszubehör. Dieses Jahr entdeckte ich eine Organisation, die Implantate anpries (Was hat das mit Fitness/Sport zu tun?). Es gab sehr viele Stände, die den Marathon in ihrer Stadt/Region anpriesen und noch einiges mehr, an das ich mich jetzt gerade nicht erinnere.

Ein Stand, der unser Interesse erregte, war der von Zentramin. Diese bieten ein Nahrungsergänzungsmittel an, das besonders die Mineralstoffe im Körper wieder aufbauen soll. Da man bei einem Marathon nun viel schwitzt und daher auch viele Mineralstoffe verliert, ist ein derartiges Mittelchen sicher gut. Nach den Angaben des Standes war Zentramin früher ein Arzneimittel, das man auf Rezept bekam. Daher besorgten es sich die Sportler das über den Arzt Doch im Zuge der Gesundheitsreform wurde der Status aberkannt und nun muss man ein wenig Werbung machen. Ob das Mittelchen letztlich angeschlagen hätte, kann ich nicht sagen, da ich dann vergass, es zu mir zu nehmen.

Weiterhin gibt es diverse Stände von Medizinern oder gesundheitsmedizinisch orientierten Häusern. So kann der Läufer seine Fitness oder seinen Laufstil untersuchen lassen. Es gibt Körperfettmessungen und vieles andere. Uns lockte ein Stand mit einem eigentümlichen Gestell an, in das die Teilnehmer “eingesperrt” wurden. Das Personal erklärte uns dann, dass sie hier das Verhältnis von Bauch- zu Rückenmuskulatur messen würden. Dazu werden bestimmte Regionen des Körpers fixiert und man muss versuchen, mit der Brust oder dem Rücken gegen einen Widerstand zu drücken. Die Apparatur misst dann den Druck in Kilogramm, den man aufbaut. Bei mir war es letztlich so, dass das Verhältnis von Bauch- zu Rückenmuskulatur bei 1:1,14 lag. Der Normwert wäre 1:1,3 gewesen, d.h. ich muss mehr den Rücken trainieren. Das bestätigte mir auch nach dem Marathon die Masseuse und riet mir zu Rückenschwimmen.

Nachdem wir diverse Kostproben zu uns genommen und Tests absolviert hatten, packten wir in unserer Unterkunft erstmal in Ruhe unsere “Präsentbeutel” (Neben den Startnummern enthalten die Beutel zahlreiche nützliche Informationen, Werbung etc.) aus. Danach hieß es, ab ins Bett und ausruhen.

Der Marathon

Der Marathon der Skater beginnt bereits am Samstag, da das Feld einfach zu groß geworden ist. Dieses Jahr sind wohl über 8.000 Skater am Start gewesen. Wir fanden uns gegen 14 Uhr im Bereich der Strecke ein und machten es uns auf der Wiese vor dem Reichstag gemütlich. Dabei fiel dann auf, dass wir neben einem kleinen Frühstück sonst nichts zu uns genommen hatten und sich der Hunger breit machte. Also besorgte ich noch zwei Brötchen und es konnte losgehen.

Am Start trafen wir dann noch eine Gruppe, die einen Weltrekord im Rückwärtsskaten aufstellen wollten. Leider kann ich auf der Webseite derzeit noch keine Hinweise finden, ob es geklappt hat. Auf alle Fälle war das eine wirklich lustige Truppe, die unterwegs sicher eine Menge Spass hatten.

Unser Start verlief dann weitgehend problemlos. Ich jonglierte nur 30-40 m auf einem Bein, nachdem ich mit dem Skate eines Nachbarn kollidiert war und versuchte so, das Gleichgewicht wieder zu finden. Ich hatte mich diesmal mit Heidi abgesprochen, dass ich nicht versuche, durch das Feld zu pflügen, um so viele wie möglich gleich am Anfang zu überholen. Stattdessen wollten wir zusammenbleiben und uns gegenseitig auf der Strecke Windschatten geben. Doch leider war das leichter gesagt als getan. Durch die recht große Menge an Teilnehmern verloren wir immer wieder den Kontakt. Nachdem ich dann mal nicht aufgepasst hatte, war Heidi schon einige Meter weiter weg. Zuerst versuchte ich recht hektisch, den Rückstand wieder aufzuholen. Doch letztlich kostete das nur sinnlos Energie und brachte mich nicht nach vorn. So versuchte ich einfach meinen Schritt zu finden. Denn in unseren (wenigen) Trainings war ich regelmäßig schneller. So arbeitete ich mich langsam wieder ran. Das ging dann so ca. 15 so, bis ich endgültig den Anschluss verlor. Heidi hatte hingegen hatte Anschluss an eine Gruppe gefunden und fuhr mit denen bis ins Ziel so weiter. Leider fand ich keine derartige Gruppe. Wenn ich mich mal in einen Zug einhängt, erwies der sich als zu schnell für mich. Andere, an die ich mich rangearbeitet hatt, waren eh zu langsam.

Weiter verfolgte mich den Marathon über auch ein wenig die Angst, einen Einbruch wie beim letzten Mal zu erleben. Da war ich fast die erste Hälfte in Richtung einer für mich zu schnellen 1:30er Gesamtzeit gestartet und hatte dann am Schluss kaum noch Kraft, über die Ziellinie zu fahren. Insofern wollte ich es diesmal nicht übertreiben. Das dies unbegründet war, stellte ich dann spätestens am größten Anstieg der Strecke, an der Lentzealle, fest. Dort hatte ich so viele Reserven, dass ich lächelnd alle Nachbarn überholte. ;-)

Als ich dann in Richtung Postdamer Platz einbog, ist Tim wohl gerade ins Ziel gekommen (Glückwunsch von meiner Seite). Ca. zehn Minuten später bog auch ich dann auf die Prachtstraße ein und lies mich von der jubelnden Menge feiern. Dies ist auch einer der Gründe, warum ich sehr gern am Berlin-Marathon teilnehme. Neben der sehr guten Organisation tragen einen die Zuschauer förmlich vom Start bis ins Ziel. Überall wird man angefeuert, stehen Bands und Kinder, die gern abgeklatscht werden wollen. Besonders in Zeiten, wo man sich auf einem Tief bewegt, kann der Jubel Wunder bewirken. So liess ich mir auf den letzten Metern Zeit und jubelte auch den begeisterten Zuschauern zu.

Die Zieluhr zeigte dann 2:07 Stunden an und mir war klar, dass ich abzüglich der Startverzögerung unter zwei Stunden gelaufen bin. Alles in allem war ich doch recht zufrieden damit. Denn ob des wenigen Trainings war nicht mehr drin. Wie ich heute sah, war die (inoffizielle) Schlusszeit 1:55:07.

Nachdem ich dann die Medaille entgegengenommen hatte und die Folie übergewofen hatte, traf ich dann auch Heidi. Sie erzählte voller Stolz, wie gut es mit der Gruppe geklappt hat und dass sie genau bei 2:00 Stunden über die Ziellinie gegangen ist. Insgesamt lag sie mit 1:47:49 noch unter 1:50 und war sehr glücklich. Herzlichen Glückwunsch auch hier nochmal! Wir haben dann zusammen Tee und Obst zu uns genommen und machten bei den Masseurbetten halt. In den Vorjahren war hier immer sehr großer Andrang. Dieses Jahr herrschte hingegen Leere. So begaben wir uns in die Hände der Masseure, die das Ganze auf freiwilliger Basis machen. Nachdem wir dann wieder normale Sachen an hatten, trafen wir Sven, wanderten noch ein wenig durch die Stadt und fielen schließlich erschöpft und glücklich ins Bett.

Heute schliefen wir dann auch viel länger als geplant. Eigentlich wollten wir um 11 Uhr am Brandenburger Tor sein, um die Läufer beim Zieleinlauf zu bewundern. Doch durch die Verspätung kamen wir nur bis zum Potsdamer Platz und schauten dort den Läufern zu.

Resumee

Alles in allem war der Berlin-Marathon einer der schönsten, die ich bislang mitgemacht habe. Es bestärkte mich auch, endlich mal mehr zu trainieren. So habe ich mir für das nächste Jahr als Ziel gesetzt, zwischen 100 und 110 Minuten zu bleiben. Langfristig würde ich mich gern bei 90 Minuten einpendeln.

Um dieses Ziel zu erreichen, muss ich mehr das Fahren im Windschatten trainieren. In einem Video habe einige Studien der Profis gesehen. Dort ist es so, dass diese mit ihrem Kinn fast den Rücken des Vordermanns berühren und sich wirklich absolut im Gleichschritt bewegen.

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den 33. Berlin-Marathon 2006!

Weitere Berichte und Bilder

Weitere Marathonberichte fand ich auch, wie schon erwähnt, bei Tim und auch bei Dazzlog. Ein paar Bilder hat das Hauptstadtblog. Bilder von mir wird es erst geben, wenn diese entwickelt sind. (Gute alte Analogkamera).

Google und meine Privatsphäre

Ich nutze neben OpenBC auch Orkut. Als ich mich heute wieder mal einloggen wollte, stellte ich mit Erstaunen fest, dass man nun einen Google Account benötigt. Natürlich will Google auch einen Cookie setzen. Damit ist es unter Umständen möglich, meine komplette Suchhistorie sowie die Netzwerkinformationen und eben alles, was ich noch über Google mache, zu aggregieren. Was das bedeutet, wird immer mal wieder in den Medien diskutiert und ist eine Vorstellung, die mir nicht unbedingt gefällt. Insofern überlege ich sehr stark, meinen Orkutaccount dicht zu machen.

Die Insel

Gestern abend war mal wieder Kino angesagt. Wir hatten uns den Film “Die Insel” herausgesucht. Ich hatte dazu bereits in Dänemark im Kino Werbung gesehen und hoffte auf einen entspannenden Actionabend.

Story

Die Geschichte des Filmes ist kurz erzählt. Ewan McGregor alias Lincoln 6Echo spielt einen Menschen, der innerhalb einer sterilen Atmosphäre aufwächst. Denn, so wird ihm erzählt, ist die Außenwelt “kontaminiert” und alles Leben außerhalb kann nicht existieren. Na gut, nicht ganz alles. Denn da gibt es eine Insel auf der noch unbeschwertes Leben möglich ist und alle Einwohner hoffen irgendwann mal in der großen Lotterie den Transfer zur Insel zu gewinnen. Doch Lincoln stellt zuviele Fragen und findet heraus, dass das alles eine große Lüge ist. Vielmehr werden Menschen als Ersatzteillager für reiche Menschen gezüchtet. Wenn dem Sponsor was passiert, muss sein Ebenbild dran glauben. Nachdem er dies herausfindet, folgt die Flucht mit seiner Begleiterin, zahlreiche Actionszenen und die Rückkehr auf den Stützpunkt. Dort rettet er dann alle.

Meine Meinung

Ich verliess das Kino recht enttäuscht. Denn mein Traum von einer entspannenden Abendunterhaltung verpuffte so langsam während des Films. Meine wesentlichen Kritikpunkte hier sind:

  1. Product Placement: Schon zu Beginn des Filmes wird zu vordergründig Werbung für diverse Firmen getrieben. So trägt der Held des Filmes Pumaschuhe, sucht bei msn Search und die Welt besteht nur noch aus Chryslers. Natürlich passiert dies bei nahezu allen Filmen. Doch hier war mir das Ganze zu platziert und vordergründig.
  2. schlecht erzählte Geschichte: Zu keinem Moment hat es der Film vermocht mal Spannung aufzubauen. Vielmehr wusste ich zu jedem Zeitpunkt, was wohl als nächstes passieren wird und prompt trat das dann auch ein. Die Geschichte sollte hier meiner Meinung eher als Klebstoff für die Actionszenen herhalten.
  3. Kameraführung: Einige Actionszenen hätten wirklich das Zeug gehabt, für Spass zu sorgen. Doch die hektische Kameraführung machte dann auch das zunichte. Dadurch verlor ich immer wieder den Überblick, von welchem Standpunkt ich die Szene gerade sah und wenn der Überblick da war, rauschten die Bilder weiter und machten wieder alles kaputt.
  4. Logik: Irgendwie scheint auch niemand den Film auf Logik überprüft zu haben. Einerseits rauschen da fliegende Fahrzeuge durch das Jahr 2019, andererseits fahren auf der Autobahn nagelneue GMCs und Volvos aus dem Jahr 2005 herum. Das Krasseste aus meiner Sicht war jedoch das Ende. So wird den Menschen das Leben lang erzählt, dass die Außenwelt tot und kontaminiert ist. Als der Übeltäter tot ist, rennen alle begeistert und ohne zu Zögern nach draußen.

Aus meiner Sicht war das einer der schlechtesten Filme, die ich in letzter Zeit (oder vielleicht sogar überhaupt) gesehen habe.

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